Radikalisierung wird meist als Jugendphänomen behandelt – dabei zeigen Daten aus mehreren Bundesländern einen erheblichen Anteil älterer Menschen in extremistischen Szenen, von Reichsbürgern bis Islamismus. Anders als bei jungen Menschen fehlt hier jedoch ein zentraler Erreichbarkeitsweg wie die Schule. Isabel Lang zeigt, welche Projekte bereits ansetzen, wo Lücken bestehen – und warum Radikalisierungsprävention zu einem wichtigen Themenfeld der Erwachsenen- und Weiterbildung werden muss.
Research activities in adult education are currently only partially visible and dispersed across numerous data sources. This report examines existing information resources and identifies limitations in terms of completeness, accessibility and technical interoperability. To improve the long-term visibility of research and provide a reliable basis for research on the discipline itself, existing infrastructures should be more closely interconnected, persistent identifiers such as ORCID systematica…
Die Frage, was aus der Geschichte für die Zukunft gelernt werden kann bzw. ob eine Beschäftigung mit ihr zukunftsfähige Lernprozesse anregt, wird kontrovers diskutiert. In ihrem Beitrag vertritt Christine Zeuner die Auffassung, dass die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen insbesondere zur Aneignung historischer Kompetenz (Negt, 2010) und zur Entwicklung einer kollektiven Erinnerungskultur (Assmann, 2016) führen kann und die Entfaltung einer kollektiven professionellen Identität bei …
Welche praktischen Probleme ergeben sich bei der Anwendung der Lebensweltorientierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung – und welche Deutungsmöglichkeiten bietet die Literatur? Hierzu beleuchtet der Autor zentrale Passagen eines Originaltextes der phänomenologischen Soziologie zur »Lebenswelt« (Schütz & Luckmann, 1975) sowie ihrer Rezeption durch einen Protagonisten der Erwachsenenbildungsforschung (Wittpoth, 2014).
In der Diskussion über Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft wird häufig eine Dis-tanz zwischen den beiden Bereichen festgestellt. Im Gespräch erläutert Prof. Dr. Dr. h. c. Rolf Arnold, Seniorprofessor für Pädagogik an der TU Kaiserslautern, inwiefern es je-doch nicht nur Distanz, sondern auch Involviertheit gibt – und warum es sinnvoll sein kann, auf den Transferbegriff zu verzichten. Das Gespräch führte Dr. Lars Kilian.
Für jedes gesellschaftliche Handlungsfeld gibt es ein Bildgedächtnis, das einen emotional-affektiven, also nicht-rationalen Zugang zu eben diesem Feld bietet. Wie steht es um das Bildgedächtnis der Erwachsenenbildung? Gibt es vielleicht, wenn nicht Bilder, dann bestimmte Motive, die repräsentativ für die Erwachsenenbildung sind?
Nicht erst in den vergangenen drei Jahren ist die Arbeitsmarktintegration (neu-)zugewanderter Menschen ein politisches wie gesellschaftliches Kernziel. Die Angebote dazu sind vielfältig und gleichzeitig oft unübersichtlich. Nicht nur deshalb kommt der (Bildungs-)Beratung eine große Bedeutung zu. Die Vernetzung und Kooperation verschiedener lokaler Akteure, so zeigt der Autor anhand zweier Fallbeispiele, kann dazu beitragen, Synergien freizusetzen und erfolgreiche, niedrigschwellige Beratungsang…