Man sollte annehmen, dass Blended Learning inzwischen weit verbreitet und als Lernform ausgereift ist. Am Beispiel betrieblicher Weiterbildung zeigt sich, dass dies nicht überall zutrifft. Was sind die Gründe dafür? Wo liegen Potenziale für die Weiterentwicklung? Darüber spricht Redakteur Jan Rohwerder mit Dr. Katja Bett, Gründerin der CLC – Corporate Learning & Change GmbH, Heiko Miedlich, Geschäftsführender Gesellschafter der Working Evolutions GmbH und Head of Business Development der WBwbS …
Blended Learning ist die Kombination von Online- und Präsenzphasen. Um der Gefahr zu begegnen, dass Präsenzphasen als Highlight und Onlineanteile als »Durchhängephasen« erlebt werden, braucht es eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher Prinzipien des Blended Learnings. Diese stellen die Autoren vor.
Lebensweltorientierung von Erwachsenen- und Weiterbildung bedeutet auch, sich der Unterschiede der Lebenswelten von Lernenden und Lehrenden gewahr zu werden. Die reflektierte Auseinandersetzung mit dieser Unterschiedlichkeit ist pädagogisch voraussetzungsreich, dennoch aber, so der Autor, ein notwendiger Schritt einer weitergehenden Professionalisierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung.
Im Bereich der Sozialen Arbeit werden Diskussionen um Lebenswelt und Sozialraumansätze seit langem geführt. Die Autorin überträgt die Erkenntnisse dieser Diskussionen auf die Erwachsenen- und Weiterbildung und zeigt auf, wie diese für die Veranstaltungsplanung und Ansprache von schwer zu erreichenden Zielgruppen eingesetzt werden können.
Milieus und Lebenswelten beeinflussen die Haltung der Menschen zu Bildung und Lernen. Deshalb ist es im Sinne der Teilnehmendenorientierung unerlässlich, so der Autor, sich als professionell pädagogisch Handelnde mit diesen Konzepten auseinanderzusetzen, um die unterschiedlichen Sichtweisen und Erwartungen der Adressatinnen und Adressaten in den Blick nehmen zu können.
Die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis wird für den Transfer von Forschungsergebnissen ertragreich, wenn sie auf einem vertrauensvollen Dialog auf Augenhöhe und einem wertschätzenden Miteinander basieren. Auf dieser Basis können innovative, wissenschaftlich basierte Lösungen für Praxisanliegen implementiert werden.