Auch wenn die Beschäftigung mit dem Thema offene Bildungsmaterialien (OER) in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat und die Abkürzung OER inzwischen vielen in der Bildung Tätigen geläufig sein sollte, ist die Bildungslandschaft in Deutschland von einem flächendeckenden Einsatz von OER weit entfernt. Wie ist es um OER in der EB / WB bestellt? Ist die Erstellung und Verwendung von offenen Bildungsmaterialien in der Erwachsenenbildung sinnvoll und wünschenswert – und wie kann sie gelingen? D…
Für die Zukunft der Weiterbildung sind gesetzliche und förderpolitische Rahmenbedingungen ein wichtiges Fundament, zumal, wenn die Weiterbildungspraxis für die Bewältigung von Transformationsherausforderungen in Dienst genommen wird, seien es Digitalisierung, KI, Fachkräftemangel, Klimawandel oder Migration. Wie erleben die Akteure in der Praxis und auf Seiten der Bildungsadministration diesen Rahmen in Deutschland? Ist er grundsätzlich funktional? Was muss sich ändern? Darüber sprach Herausgeb…
Kompetenzorientierte Bildung wird, so Sabine Schwarz und Peter Brandt im »Stichwort«, »von den Potenzialen und Handlungsmöglichkeiten der Lernenden her gedacht«. Obwohl es »nach wie vor ungelöste Definitionsprobleme« mit dem »Konstrukt« Kompetenz gibt (Matthias Vonken), wird die Orientierung an Kompetenzen besonders auf der europäischen Ebene verfolgt (Noack). Der starke Handlungsbezug wird im Heft immer wieder betont – sei es im »Gespräch« oder beim Blick auf verschiedene Inhaltsbereiche der E…
An idyll of inclusion and exclusion? The article brings into question the ongoing debate about inclusion/exclusion. For this purpose it draws attention to the circularity of the used arguments being composed of democracy – social inclusion – education. Hence, the paper is aimed at discussing the interdependence of these components, focussing in particular on the ambivalent position of adult/further education in this dynamic. The reference to the work of Jacques Rancière, an influential Frenc…
Marie Jean Antoine de Condorcet (1743-1794) hat in seiner für die französische Nationalversammlung verfassten Schrift „Bericht und Entwurf einer Verordnung über die allgemeine Organisation des öffentlichen Unterrichtswesens“ (1792)) ein Konzept vorgelegt, nach dem organisierte Bildungsveranstaltungen jeden Menschen ein Leben lang begleiten sollten. Nach seiner Auffassung hatte Erwachsenenbildung eine kompensatorische Funktion für jene, bei denen Bildung kein Teil ihrer Jugend war.
In der Berufsbildung ist die Diskussion über europäische und nationale Qualifikationsrahmen in vollem Gange. Die Erwachsenenbildung fühlt sich nicht recht »gemeint« – außer, was die Qualifikation ihrer eigenen Profession angeht – aber das ist dann ja wieder Berufsbildung, gewissermaßen. Das Heft hat weitere Verbindungen zwischen Qualifikationsrahmen und Erwachsenenbildung herstellen wollen, es wird ja immerhin ein ganzes Bildungssystem auf outcome umgestellt. Neue Bezüge zeigen sich indes in de…
The author describes the education and development of men as a hot topic in social offside between dominant masculinity, marginalised movement of man and aspiring women’s education and development. The historical and political starting points for men’s education are different to those of women’s education: Men have to become conscious of the need of giving up private and public privileges while women are profiting of their grandmothers’ successful fights for equality. Various resistances agains…
Emil Adolph Roßmäßler kann als erster freier Dozent der Erwachsenenbildung gelten. Anfang der 1860er Jahre war er Mitgründer des Leipziger Arbeiterbildungsvereins und ein entschiedener Kritiker Ferdinand Lassalles. Für ihn war die Natur der Schlüssel von Emanzipation. Politisch-kulturell vermisste E. A. Roßmäßler insbesondere einen in der Selbstachtung begründeten Freiheitsbegriff in Deutschland.