Seit den 90er Jahren bestimmen „Organisation“ und „Entwicklung“ als Leitkategorien den Erwachsenenbildungsdiskurs. Neu ist, daß diese hier in ihrem Verweisungszusammenhang diskutiert werden. Die Frage nach der lernförderlichen Organisation von Weiterbildung kommt nicht ohne Rekurs auf die Entwicklungsrichtung von Bildungsprozessen aus: Welche individuellen Entwicklungsbedingungen ermöglichen selbstorganisiertes Lernen, und welche Organisationsformen fördern die lernende Organisation? Die Au…
Selbstorganisiertes Lernen ist in aller Munde. Schon wird es in den Stand eines Schlüsselbegriffs erhoben, mit dem sich Türen sowohl zu theoretischen Fachdiskussionen und bildungspolitischen Debatten als auch zu individuellem Lernalltag und institutioneller Weiterbildungspraxis zu öffnen scheinen. Am Beispiel ausgesuchter autobiographischer Lernerfahrungen haben sich die AutorInnen, die alle in irgendeiner Form mit dem Bereich Weiterbildung verbunden sind, darauf eingelassen, über die Kraft …
Professionelles Handeln von KursleiterInnen in der Gesundheitsbildung, das bedeutet, sich über die eigenen Ziele klar zu werden und die eigene Arbeit kontinuierlich zu reflektieren. Was Gesundheitswissenschaften und Erwachsenenbildung aus einer systemisch-konstruktivistischen Sicht dazu beitragen können, ist Gegenstand dieses Buches. Gesundheit wird als Erklärung für nicht weiter störende Verhaltensweisen des Organismus verstanden. Wenn körperliche, seelische, soziale und ökologische Anforderun…
Mit den pluralen Formen des Lehrens und Lernens hat sich Johannes Weinberg, dem diese Buch gewidmet ist, immer wieder in Forschung, Praxis und Politik der Erwachsenenbildung beschäftigt. Seinen weitgespannten Interessen folgend geht es in den Beiträgen dieses Buches um aktuelle Fragen der Hochschuldidaktik, der Erwachsenenbildungsforschung, der bildungspolitischen Zukunft von Erwachsenenbildung. Dabei spielt das Einbeziehen von Bezugswissenschaften wie der Psychologie, der Soziologie, der Philo…
Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zur Professionalisierungsdebatte in der Erwachsenenbildung. Sie bringt auf der Basis einer empirischen Untersuchung im Bereich Kulturelle Bildung an der Volkshochschule neue Aspekte in die Betrachtung der freiberuflichen MitarbeiterInnen ein. In bewußter Abkehr von der vorherrschenden normativen Perspektive ist der Ausgangspunkt hier die zunächst grundsätzliche Anerkennung der unterrichtlichen Handlungskompetenz von KursleiterInnen. Diese Kompete…
The perspective of administrational staff in educational organizations is barely in focus in adult education research. This paper reacts on this desideratum of research and tries to answer the following question: How does the administrational staff of Adult education organizations perceive the collaboration with the pedagogical staff? This question is answered within a qualitative research design. Therefore, the existing data of a qualitative study concerning cultures of teaching in adult educa…
Geld kann es für Bildung nie genug geben. Darüber sind sich alle Akteure – von den Betrieben über die Einrichtungen und Anbieter der Weiterbildung bis hin zu den Teilnehmenden – einig. Dennoch bestimmen Rationalisierung, Effizienzsteigerung und die Abwägung von Kosten-Nutzen-Relationen auch die Diskussion um die Finanzierung von Weiterbildung. Die Bildungspolitik versucht ihrerseits, die Kosten der Erwachsenenbildung auf verschiedene „Schultern“ zu verteilen und Förderungen gezielter einzuset…
Der Beitrag ist eine erweiterte Fassung des Vortrags, den Gerhard Reutter anlässlich der Jahrestagung zur Biographiearbeit im Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg im Juni 2008 im gehalten hat. Thema der Tagung war „Identitätsentwicklung unter flexiblen Arbeitszeitverhältnissen“ G. Reutter zeichnet aktuelle Entwicklungen in der Erwerbsarbeit auf der Folie gesellschaftlicher Veränderungen nach und analysiert – in Anlehnung an Legnaro – neue Narrationen zur Erwerbsarbeit. Am Beispiel von Selb…