Die Bände der Studienbibliothek bieten den MitarbeiterInnen, Lehrenden und Studierenden der Erwachsenenbildung in den neuen Bundesländern einen ersten Überblick, wie in den letzten beiden Jahrzehnten Grundprobleme der Erwachsenenbildung in den alten Bundesländern diskutiert worden sind. Sie können darüber hinaus der Selbstvergewisserung dienen, wie es mit der Grundlagendiskussion zur Erwachsenenbildung bestellt ist. Auswahlkriterium für die begrenzten Beiträge aus Sammelbänden oder Zeitschrifte…
Mit PIAAC liegen repräsentative Daten zu den Kompetenzen der 16- bis 65-Jährigen vor. Dabei sind die Kompetenzbereiche „Lesekompetenz“, „Mathematische Kompetenz“ sowie „technologiebasiertes Problemlösen“ unabhängig voneinander zu betrachten. In diesem Themenheft sollen einerseits die in PIAAC erhobenen Mediennutzungskompetenzen in die deutsche und internationale Diskussion um Medienkompetenz und media literacy eingebettet werden. Andererseits kann und muss die Problemlösekompetenz Erwachsener a…
Das Handeln und Entscheiden von Praktiker/innen/n der Erwachsenenbildung kann (und muss) nicht nur im Blick auf die Qualität ihrer Dienstleistungen, sondern auch unter ethischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Folgt man John Erpenbeck (2010), so sind ethische Fragen in mehrfacher Hinsicht bedeutsam für die Erwachsenenbildung. Sie betreffen u.a. den moralischen Gehalt des in der Erwachsenenbildung vermittelten und erworbenen Wissens und Könnens, das moralische Verhalten der Lehrenden und Lern…
Die Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen ist schon lange Gegenstand einer Debatte, die stark von Impulsen europäischer Akteure lebt und in Deutschland besonders in der beruflichen Bildung aufgegriffen wurde. Das Heft fragt, ob und inwiefern Kompetenzvalidierung ein Thema der Erwachsenenbildung sein sollte. Wenn die Anerkennung von Kompetenzen als Empowerment erfolgt, können von Validierung auch und gerade Geflüchtete profitieren.
Lehr-Lern-Forschung hat in den Erziehungswissenschaften in den letzten Jahren wieder eine stärkere Aufmerksamkeit gefunden. Ursächlich erkennbar ist dabei vor allem zweierlei: einerseits die heftige Debatte über die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems anlässlich der Ergebnisse der PISA-Studie, andererseits die neuen technischen Möglichkeiten der Neurowissenschaften, anhand Bild gebender Verfahren intrahumane Vorgänge bei Lernprozessen beobachten und nach-weisen zu können. Verbunden damit sin…
Biografie und Lebenslauf stehen sich nicht mehr antonymisch gegenüber, sondern treten ins Verhältnis zueinander. Auf der theoretischen Grundlage des erweiterten kategorialen Rahmens ist ein breites Forschungsfeld entstanden, das Lehr-Lern-Prozesse aus der Perspektive der Biografie- und Lebenslaufforschung untersucht. Diese Ausgabe referiert auf diese Forschungslage. Sie knüpft damit an die Themenhefte des REPORT „Biografieforschung und biografisches Lernen“ und „Biografie und Bildung“ an, legt …
Debatten sind das »Lebenselixier der Demokratie« – so überschreibt Benedikt Widmaier sein »Stichwort«. Damit Debatten und gesellschaftliche Diskurse einlösen können, was ihnen an Demokratie stärkender, fördernder, gar schaffender Wirkung nachgesagt wird, reicht es nicht aus, die eigene Meinung kundzutun, zu posten oder zu tweeten. Dies gilt besonders in den sozialen Medien, so dass Caja Thimm eine »digitale Werteordnung« fordert. Dass wir Räume für konstruktiven Streit benötigen (Thomas Krüge…