Der Beitrag schildert die schlechten Rahmenbedingungen für eine an aufklärerischen Zielen, wie Solidarität und Empathie, festhaltende politische Erwachsenenbildung. Ausser der Entwertung in der Politik ist sie demnach zunehmend von¤den Bezugswissenschaften - Politikdidaktik und Erwachsenenbildungswissenschaft - isoliert. Hinzukommt, dass selbst innerhalb der politischen Erwachsenenbildung kein einheitliches Selbstverständnis mehr herrscht.
Untersucht werden die didaktischen Konzepte politischer Bildungsarbeiten in Fachseminaren der Gewerkschaften - am Beispiel IGM und ver.di. Im Zentrum steht die Bedeutung der subjektiven Sinnhorizonte der Lernenden - ihre subjektiven Lerninteressen und ihr politischer Eigensinn. Aus dieser Perspektive werden verschiedene Vermittlungsprinzipien wie das Negtsche Konzept des exemplarischen Lernens, Leitideen vernünftigen Handelns, Beratungsgespräche über geplante Bildungsprozesse und der Lehr-…
In drei Thesen werden Aufgabenstellungen und Kritikpunkte der aktuellen politischen Erwachsenenbildung in Deutschland vorgestellt. Zugespitzt sind sie auf die Fragestellungen: Marginalität oder Relevanz; Integration oder Autonomie¤und Normativität oder Beliebigkeit.