Petra Grell und Peter Faulstich werfen ein Schlaglicht auf das Phänomen „Lernwiderstand“. Der Beschreibung von Erscheinungsformen von Lernwiderständen folgen grundsätzliche Überlegungen zu Lerntheorien und die Unterscheidung von expansivem und defensivem Lernen. Die zentralen Perspektiven zur Analyse von Lernwiderständen liegen in den Fragen nach den Gründen für das Lernen, nach Hemmnissen (milieuspezifisch) und Schranken (Institutionen). Diese Fragen bilden gleichzeitig eine Systematik zur the…
Der Bericht erläutert die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Trainern und Trainerinnen für Frauen in Weiterbildungskursen im Bereich IT und E-Learning sowie einer Befragung von Frauen, die an solchen Kursen in der Tschechischen Republik, in der Slowakischen Republik, in Finnland, Frankreich, Spanien und in Deutschland teilgenommen haben. Er ist im Rahmen des LEONARDO-Projekts „E-Chance for women“ entstanden. Die Befragung hatte sich zum Ziel gesetzt, die Erfahrungen der Trainer und Tr…
Peter Faulstich greift (1.) zunächst die Scheinkontroverse um „Selbstbestimmtheit“ versus Institution auf. Dies löst sich auf, wenn (2.) ein umfassenderer Begriff von „expansivem Lernen“ expliziert wird, in dem (3.) die verschiedenen Formen des Lernens verortet werden können. Aus der Kritik „kontaminierter Lernverhältnisse“ (4.) lassen sich Anforderungen an Strategien formulieren, die „expansives Lernen“ unterstützen. Dabei zeigt sich (5.), dass die dichotomen Gegensätze in der Diskussion Schei…
In seinem Vortrag auf der Fachtagung "Zukunft der Weiterbildung?" der Arbeitnehmerkammer Bremen am 2. April 2003 analysiert Prof. Dr. Peter Faulstich die Folgen der Hartz’schen Gesetze für den Arbeitsmarkt und die Weiterbildungslandschaft. In einem kurzen Rückblick umreißt er die Förderungspolitik und ihre Ergebnisse in den vorangegangenen Jahrzehnten. Dann lenkt er das Augenmerk auf die zentralen Instrumente „Bildungsgutschein“ und „Qualitätsentwicklung“ und beleuchtet die daraus resultierende…
Das Teilforschungsvorhaben „Lernberatung“ (Lehrstuhl für Erwachsenenpädagogik an der Universität Leipzig) des DIE-Projektes „SELBER“ stellt erste Ergebnisse seiner Untersuchungen vor. Es wird die Vorgehensweise durch Gruppendiskussion und biographische Interviews näher beschrieben. Sie erbringt Hinweise z. B. auf die Bedeutung von „Anreizsituationen“ im Lebensumfeld, von Unterschieden in den Lebenssituationen, aber auch für Bildungseinrichtungen im Umgang mit selbstorganisiertem Lernen. Im Ansc…
Monika Herr und Stephan Dietrich nehmen eine Konkretisierung des Begriffs der „Neuen Lehr- und Lernkultur“ vor und zeigen Perspektiven für die Veränderung der Lernkultur auf. Im ersten Teil wird die Diskussion begründet, im zweiten Teil werden Charakteristika neuer Lehr- und Lernkulturen herausgearbeitet und im dritten Teil Grundlagen und Voraussetzungen für eine Veränderung der Lehr- und Lernkultur benannt.
Peter Faulstich erörtert die Folgen des "Selbstorganisierten, -gesteuerten, -bestimmten Lernens" für das lehrende Personal in der Erwachsenenbildung. Fachliche und soziale Kompetenzen sowie ein vielfältiges Methodenrepertoire sind die grundlegenden Anforderungen an Lehrende. Faulstich konzentriert sich in seiner Diskussion auf die Aspekte Rollenverständnis, Expertise, Attribute von Professionalität, Aufgaben erwachsenenbildnerischen Handelns, Lehraufgaben und Kompetenzen der Lehrenden.
Peter Faulstich und Hans Josef Tymister setzen sich in dem Vorwort zu ihrem 2002 erschienenen Buch „Lernfälle Erwachsener“ mit den Mythen vom Lernen Erwachsener auseinander und benennen die Probleme, die hinter den sog. „Instruktionsprinzipien“ stehen. Sie erläutern schließlich, dass menschliches Lernen, insbesondere das Lernen Erwachsener immer abhängig ist von der Biographie des Einzelnen, dem Kontext, der Wahrnehmung der Lernsituation durch den Lernenden, aber auch von Lernanstößen.
Die Direktoren dreier Leibniz-Institute im interdisziplinären Gespräch über die Frage, was Erwachsenenbildung von der Konzept-Orientierung der PISA-Studie lernen kann: Prof. Dr. Prenzel vom Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel und zugleich Mitglied des deutschen PISA-Konsortiums 2000, Prof. Dr. Scheich vom Institut für Neurobiologie in Magdeburg und Prof. Dr. Ekkehard Nuissl von Rein vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn.
Dr. Peter Radtke ist Schauspieler, Schriftsteller, Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e.V.“ und Mitglied des Nationalen Ethikrates. Von 1977 bis 1984 war er Fachgebietsleiter für das „Behindertenprogramm“ der Münchener Volkshochschule. Da er selbst glasknochenkrank ist, verbinden sich bei Peter Radtke berufliche mit persönlichen Erfahrungen zum Thema Behinderungen in besonderer Weise. Er spricht über notwendige Überlegungen bei der Konzeption von Bildungsangeboten…