Vorbereitung statt Reaktion

Pandemie-Preparedness als Aufgabe der Erwachsenenbildung

Pandemievorsorge ist mehr als Betten, Impfstoffe, Frühwarnsysteme. Krisen werden am Ende von den Menschen dahinter bewältigt. Warum Erwachsenenbildung Resilienz fördert und so zur Stärkung der Demokratie beiträgt.

Im Jahr 2019 belegt Deutschland im Global Health Security Index Platz 14 von 195 Ländern. Das Gesundheitssystem gilt als solide, das wissenschaftliche Know-how als hoch. Es gibt Pandemiepläne in der Schublade (die sich an einem Influenzavirus orientieren), Listen, Protokolle, Zuständigkeiten (Robert Koch-Institut, 2024). Deutschland ist vorbereitet. Wie es scheint. Und dann kommt die Realität.

COVID-19 sorgt dafür, dass zuerst die Intensivstationen unter Druck geraten und dann die ganze Gesellschaft. Die Medizin und mit ihr die Wissenschaftskommunikation erleben eine Art kollektiven Schock, vor Hilflosigkeit wird irgendwann am offenen Fenster geklatscht, nett gemeint, aber doch nur das Eingeständnis von Überforderung. Bald schwankt ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung zwischen Panik und Verharmlosung.

Die in einer Krise wichtigste Ressource war nicht wirklich Teil der Planung: Die Menschen.

Objekt oder Subjekt?

In öffentlichen Debatten geht es bei Pandemic Preparedness – bei der Vorbereitung auf Pandemien – um Krankenhausbetten, um Medikamente, um Frühwarnsysteme, um Impfstoffe. Wie auch für alle anderen Krisen gilt: Prävention ist eine staatliche Aufgabe, sie ist technisch, jemand kümmert sich.

Aber das ist ein Missverständnis. Krisen können nicht ohne die Bevölkerung bewältigt werden. Das Einzige, das im Krisenfall sicher ist? Die Unsicherheit. Das Einzige, das beständig ist? Die Veränderung. Dazu muss eine Gesellschaft handlungsfähig bleiben. Resilienz ist die Fähigkeit, mit sich verändernden Umständen umzugehen. Um zu handeln, müssen Menschen zum Handeln befähigt werden. Sie müssen als handelnde Subjekte vorkommen. So steigt die Chance, sich an sich verändernde Realitäten anpassen zu können. Bleiben sie hingegen Objekte staatlichen Kümmerns, ist die Wahrscheinlichkeit überfordert zu werden hoch.

Informationen und Wissenschaftskommunikation reichen nicht

Wissen über Viren und Impfstoffe kann nicht schaden, aber Kompetenzen entstehen nicht durch Information allein. Sie entstehen durch Erfahrung, Reflexion und Übung. Und genau das ist das Kerngeschäft der Erwachsenenbildung. Gesundheitsinformationen nutzen wenig, wenn sie niemand einordnen kann. Verstehen, Bewerten, Beurteilen, auf den individuellen Fall anwenden: Diese Fähigkeiten müssen erlernt werden, weil nur dann die Möglichkeit besteht, trotz unvollständigen Wissens handlungsfähig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Nur wenn große Teile der Bevölkerung gelernt haben mit Unsicherheiten und Desinformation umzugehen, kann eine Gesellschaft kollektiv so auf eine Krise reagieren, dass Schäden minimiert werden. Mündige Bürger*innen können sich dann als Akteure in einer Krise verstehen, ohne in einem Rabbit Hole der Desinformation zu verschwinden.

Der Gegenbeweis wurde während der Pandemie geführt: Gefühlt eine Million Podcasts erklärten alles, es gab Videos, Dokumentationen, Wissenschaftler*innen in Talkshows. Vermutlich war die Pandemie das größte Forum, das Wissenschaftskommunikation jemals hatte. Genutzt hat es wenig. Die midi-Langzeitstudie „Lebensgefühl Corona“ beobachtete bereits während der Pandemie ein „erodierendes Vertrauen in politisches Handeln und in wissenschaftliche Expertise […], welches disruptiv an vielen Stellen sichtbar wurde" (Lilie & Hörsch, 2021, S. 15). Das jährlich erhobene Wissenschaftsbarometer relativiert das allerdings: Bei verschiedenen gesellschaftlichen Akteur*innen zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Das Vertrauen in die Wissenschaft blieb während der gesamten Pandemie stabil hoch, bei rund 73 %. Deutlich eingebrochen ist dagegen das Vertrauen in die Politik (von 44 auf 18 %) und in den Journalismus (von 27 auf 21 %) (Wissenschaft im Dialog & Kantar, 2021). Es ist also vor allem nicht die Wissenschaft selbst, der die Menschen misstrauen – es ist die Übersetzung von Wissen in politisches Handeln und dessen mediale Vermittlung, die nicht gelingt. Die deutsche Gesellschaft erscheint gespalten wie nie zuvor: Laut der Studie „Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten“ nehmen 82 % der Befragten eine gespaltene Gesellschaft wahr (Hörsch, 2025, S. 16). Mit der praktischen Umsetzung der Demokratie in Deutschland sind aktuell nur 38 % zufrieden (ebd.). Besonders gering ist das Vertrauen in politische Institutionen: Nur 22 % vertrauen der Bundesregierung, 15 % den politischen Parteien (ebd., S. 28).

Nur wenn große Teile der Bevölkerung gelernt haben mit Unsicherheiten und Desinformation umzugehen, kann eine Gesellschaft kollektiv so auf eine Krise reagieren, dass Schäden minimiert werden.

Menschen sind keine Festplatten, die einfach nur beschrieben werden können. Sie filtern, kontextualisieren, haben eine Haltung. Sie verarbeiten Informationen durch Vorwissen und durch soziale Zugehörigkeit. Sie werden beeinflusst durch Emotionalität und durch Vertrauen – oder eben Misstrauen. Noch mehr Information macht die Sache nicht besser, im Gegenteil. Eine Studie mit dem eher umständlichen Namen „Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland vor und während der Corona Pandemie: Ergebnisse des HLS-GER 2“ untersuchte 2021 die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung (Schaeffer et al., 2021). Demnach habe sich die Gesundheitskompetenz der Deutschen in den letzten sieben Jahren verschlechtert, sodass 58,8 % eine geringe Gesundheitskompetenz besitzen. Am schwersten fiel den Befragten allerdings die Beurteilung von Informationen: knapp 80 % konnten sie weder einordnen noch sich daran orientieren.

Menschen brauchen oft keine weiteren Fakten, sie brauchen einen Anker. Während Wissenschaftskommunikation sagt was gilt, trainiert Erwachsenenbildung das wie. Wie geht man mit Informationen um? Wie ordnet man ein? Wie bleibt man stabil, auch wenn sich Informationen immer wieder ändern?

Erwachsenenbildung ist deshalb ebenso eine relevante Infrastruktur wie ein Krankenhaus. Und genau wie jede Infrastruktur entsteht sie nicht über Nacht. Sie muss gebaut, gepflegt und von Zeit zu Zeit repariert werden. Vor allem muss sie aber geplant werden, wenn sie noch nicht benötigt wird, damit sie da ist, wenn es darauf ankommt.

Do it like Finnland does

Wie Bildung Teil von staatlicher Krisenvorbeugung sein kann, zeigt Finnland. Das Land gilt in vielerlei Hinsicht international als Vorbild für gesellschaftliche Resilienz.

Tatsächlich waren während der Pandemie die Ansteckungsraten im europäischen Vergleich sehr niedrig. Die Impfquote war hoch. International betrachtet gab es vergleichsweise wenige Massendemonstrationen gegen die Corona-Politik, auch wenn es einzelne kritische Netzwerke und Informationskampagnen gegen die Maßnahmen gab (Värttö, 2025). Selbst während der Pandemie wurde Finnland mehrmals in Folge zum glücklichsten Land der Welt gewählt (World Happiness Report, 2020–2022).

Das finnische Modell nennt sich „Comprehensive Security“. Es baut eine Sicherheitsarchitektur, die alle einbindet: Staat, Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft. Die „Security Strategy for Society“, die die finnische Regierung regelmäßig herausgibt, definiert sieben gleichrangige strategische Herausforderungen (Sicherheitskomitee Finnland, 2017). Neben militärischer Verteidigung und der Sicherstellung von Versorgungsfähigkeit im Krisenfall zählt dazu auch die psychologische Resilienz, Unterpunkte davon sind wiederum „Communications“ und „Recovery“.

Im europäischen Medienkompetenzindex, der die Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinformation misst, landet Finnland immer weit vorne, normalerweise auf Platz 1 (2026 hatte allerdings Dänemark die Nase vorn. Zum Vergleich: Deutschland belegte den neunten Platz) (Open Society Institute – Sofia, 2026). Medienkompetenz ist aber kein Schulfach, in dem man Prüfungen schreibt mit Wissen, das man sofort danach vergisst. Es ist Staatsprinzip. In den sogenannten NDCs, den National Defense Courses, gilt Medienkompetenz als „Defence Tool“. Sie richten sich ausdrücklich an Zivilist*innen. „Everything starts with people“, sagte Janne Kuusela, Generaldirektor der Verteidigungspolitischen Abteilung, vor zwei Jahren auf dem Helsinki Security Forum (Kuusela, 2024). Und dann hob er das Bildungssystem hervor. „Its value for total defence and comprehensive security cannot be overemphasized.” (ebd.).

Finnland verfügt so nicht nur über gute Systeme, sondern zeigt, dass Menschen Teil des Gesamtsystems sein müssen. Und es zeigt, dass Preparedness erlernbar ist.

Die Verankerung von Pandemic Preparedness in den Curricula der Schulen könnte in Deutschland eine Lösung sein für den Anfang. Der nächste logische Schritt aber wäre die Integration in Angebote der Erwachsenenbildung.

Wie Erwachsenenbildung damit arbeiten kann

Erwachsenenbildung ist kein homogener Raum. Sie reicht von der Abendschule über betriebliche Weiterbildungen bis zu digitalen Selbstlernkursen, von Podcasts über Workshops bis zu mehrtägigen Szenarioübungen. Wie sonst auch gilt: Vielfalt ist eine Stärke. Unterschiedliche Formate erreichen unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Zeitbudgets. Dabei braucht es sowohl niedrigschwellige Zugänge als auch intensive Formate.

Volkshochschulen wären gute Orte für Preparedness-Weiterbildung. Ihre Angebote sind niedrigschwellig und günstig und die Schulen oft zentral gelegen. Bereits heute kooperieren die vhs mit Krankenkassen und Krankenhäusern und sind darüber hinaus Partner in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Es bietet sich an, sie als Akteure stärker in kommunalen Strategiekonzepten mitzudenken, sei es in pandemischem oder sonstigem Krisenzusammenhang. Dass der Deutsche Volkshochschul-Verband in der Resilienzstrategie der Bundesregierung als Teil der Lösung explizit benannt wird – Volkshochschulen sollen „Trainingsangebote und Schulungen im lokalen Sozialraum durchführen, um die Bevölkerung in krisenfreien Zeiten auf den Eintritt von Katastrophen vorbereiten zu können“ (BMI, 2022, S. 40) –, aber bisher keine belastbaren Strukturen dafür existieren, ist Teil des Problems.

Die Pandemie hat gezeigt, dass auch digitales Lernen massentauglich geworden ist. Das ist zwar in der Regel nicht besonders nachhaltig, aber besser als nichts. Immerhin sind digitale Angebote niedrigschwellig und haben so das Potenzial sehr viele Menschen zu erreichen. Damit sie sich aber von Wissenschaftskommunikation abheben, die sich ohnehin versendet (siehe oben), sollten sie in andere Angebote eingebettet sein. Etwa so: Wer einen Podcast gehört und dazu einen Test ausgefüllt hat, bekommt einen Extra-Workshop. Wer eine Dokumentation gesehen hat, findet im Volkshochschulangebot ein Vertiefungsmodul.

Pandemic Preparedness kann auch als Querschnittsthema in verschiedene Bildungsangebote integriert werden. Betriebliche Weiterbildung würde dann Notfallszenarien enthalten, Gesundheitsangebote an der Volkshochschule wären erst mit Preparedness-Simulation vollständig. Ansätze dazu gibt es bereits: im Herbst führt etwa die Bundeswehr das größte Manöver im Hamburger Hafen seit dem Kalten Krieg durch, Red Storm Charlie, zeitgleich übt die Handelskammer Hamburg mit interessierten Unternehmen, was in einer Krise im Betrieb getan werden muss, Red Storm Business. Ähnliches könnte man in diverse Ausbildungsprogramme integrieren: bei Pflegekräften oder Erzieher*innen, Lehrkräften oder Verwaltungsangestellten. Resilienzangebote in der Erwachsenenbildung existieren bereits, denn Stressbewältigungstraining und Achtsamkeitskurse sind nichts anderes.

Wie Red Storm Business zeigt, profitieren Arbeitgeber von der Erwachsenenbildung in ihrem Betrieb. Sie stärken einerseits die eigene organisatorische Resilienz, andererseits tragen sie zur gesellschaftlichen Vorsorge bei – was dazu führt, dass in einer Krise besser ausgebildete Mitarbeitende auf allen Positionen zur Verfügung stehen.

Das lässt sich auch relativ einfach auf die Zivilgesellschaft übertragen, indem man etwa Weiterbildungsangebote in Vereine, religiöse Gemeinschaften und Nachbarschaftsinitiativen einbindet. Das erfordert keine Revolution, sondern Programmplanung. Eine vhs, die ohnehin Erste-Hilfe-Kurse anbietet, kann dieses Angebot um Krisenorientierungswissen erweitern. Eine kirchliche Bildungseinrichtung, die ohnehin Seniorenarbeit macht, kann Einheiten zur persönlichen Notfallvorsorge integrieren.

Lernprozesse brauchen Zeit, Vertrauensaufbau braucht Kontinuität. Ist die Krise da, ist es zu spät. Förderstrukturen müssen dauerhaft in die Erwachsenenbildung integriert werden.

Die vermutlich wirksamste Methode ist diejenige, die auch in Finnland angewendet wird und die am militärischsten anmutet: Simulationen und Planspiele, Manöver sozusagen. Menschen lernen Handeln durch Handeln, nicht durch Zuhören. Wer eine Krise probeweise durchspielt, entwickelt nicht nur Wissen über Abläufe, sondern lernt, auch unter Druck zu agieren. Wer erlebt, dass trotz unklarer Informationslage gehandelt werden muss und vor allem auch gehandelt werden kann, wird bei einer echten Krise nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen. „Leben in der Lage“ heißt das beim Militär, die Lage kann sich ändern, du kommst schon klar. Auch bei Simulationen gibt es verschiedene Übungstypen: Planbesprechungen, Kommunikationsübungen, Stabsrahmenübungen mit realistischem Zeitdruck sowie Vollübungen, die alle relevanten Bereiche einbeziehen. Letztere sind bisher vor allem für Behörden oder Blaulicht-Organisationen konzipiert (oder eben die Armee). Sie könnten aber in adaptierter Form auch in Einrichtungen der Erwachsenenbildung Einzug halten oder in Unternehmen oder Vereinen.

Die didaktische Grundhaltung wäre jeweils die gleiche: Ungewissheit nicht als Bedrohung, sondern als normale Bedingung des Handelns zu verstehen.

Langfristige Förderung statt kurzfristiger Krisenreaktion

Das kann alles funktionieren, denn Strukturen gibt es bereits. Noch aber fehlt es an Konnektivität. Bisherige Bemühungen sind meistens reaktiv und kurzfristig, Insellösungen, entstanden in oder nach einer Krise. Was es braucht, sind Systematik und eine strategische Dimension, wie in Finnland: von individueller Resilienz hin zu kollektiver Krisenresilienz. Die Bausteine sind vorhanden. Man muss das als Gesellschaft allerdings auch bauen wollen, langfristig. Lernprozesse brauchen Zeit, Vertrauensaufbau braucht Kontinuität. Ist die Krise da, ist es zu spät. Förderstrukturen müssen dauerhaft in die Erwachsenenbildung integriert werden. Schaffen wir das als Gesellschaft, dann können wir erreichen, was Finnland seit Jahrzehnten hat: eine engagierte Bevölkerung, die Informationen einordnen kann und nicht hyperventiliert, wenn eine Krise kommt.

Die Forschung zu gesellschaftlicher Resilienz ist ohnehin eindeutig: Eine vorhandene Vorsorgeinfrastruktur zu pflegen, ist einfacher, als sie neu aufzubauen. Letztlich ist es wie beim Sport: Muskeln verschwinden, wenn man sie nicht nutzt. Wer bis zur nächsten Krise wartet, bevor man in Bildung investiert, kann sich das auch sparen.

Preparedness ist Demokratieförderung

Pandemic Preparedness stärkt nicht nur die Handlungsfähigkeit in einer Krise. Sie stärkt die Demokratie.

Denn Preparedness als gesellschaftliche Kompetenz profitiert genau von den gleichen Voraussetzungen wie die freiheitlich-demokratische Grundordnung: Vertrauen, Teilhabe und Handlungsfähigkeit. Alle drei bedingen sich gegenseitig.

Ohne Vertrauen werden keine Maßnahmen befolgt, egal, welche das sind. Aber Vertrauen entsteht nicht durch Kommunikation in der Krise, sondern dann, wenn keine Krise ist. Etwa durch Teilhabe. Vorbereitung ist nie eine Einbahnstraße. Nur wer sich als Teil der Lösung fühlt, arbeitet mit. Und ist auch nur dann wirklich handlungsfähig. Eine Bevölkerung, die Unsicherheit aushält, entlastet die staatlichen Organe nicht nur, sondern unterstützt aktiv – und hilft so, jede Krise zu bekämpfen. Das gilt für Naturkatastrophen, Pandemien und Kriege gleichermaßen.

Erwachsenenbildung ist die Infrastruktur, die diese drei Dimensionen verbindet. Sie schafft keine Impfstoffe und keine Intensivbetten, verteilt keine Lebensmittelpakete und baut auch keine Dämme. Aber sie schafft die Voraussetzungen dafür.

Damit entscheidet Erwachsenenbildung mit darüber, ob eine Gesellschaft in der Krise auseinanderfällt oder eben nicht. Ob Menschen einander helfen oder sich gegenseitig misstrauisch beäugen. Ob staatliche Empfehlungen in Handlung übersetzt werden. Ob eine Pandemie viele Tote fordert. Ob wir kopflos sind oder unseren Kopf benutzen.

Resilienz beginnt nicht im Krisenstab. Sie beginnt Jahre vorher. Mit den Menschen.

Das Leibniz-Lab Pandemic Preparedness

Im Leibniz-Lab „Pandemic Preparedness: One Health, One Future“ arbeiten 41 Leibniz-Institute daran, künftige Pandemien besser vorzubereiten, zu verhindern und zu bewältigen. Vier Schwerpunkte: Umwelt-Tier-Mensch-Schnittstelle, Krankheitslast, Pandemiemanagement und pandemiefeste Bildungssysteme. Die Ergebnisse fließen als Handlungsempfehlungen in die Politik.

BMI - Bundesministerium des Innern und für Heimat (2022). Deutsche Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen. Berlin. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/bevoelkerungsschutz/BMI22017-resilienz-katastrophen.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Hörsch, D. (2025). Verständigungsorte in polarisierenden Zeiten: Studie zur Stimmungslage der Gesellschaft. midi – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. https://www.mi-di.de/verstaendigungsorte

Lilie, U. & Hörsch, D. (Hrsg.) (2021). Lebensgefühl Corona. Erkundungen in einer Gesellschaft im Wandel. Eine qualitative Langzeitstudie. midi – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. https://www.mi-di.de/media/pages/corona-studie/7f492268a3-1637318721/midi_studie_lebensgefuhl_corona.pdf

Kuusela, J. (2024). „Finns understand that everyone has a role to play" – HSF Interview with Janne Kuusela on Finnish total defence. Helsinki Security Forum. https://helsinkisecurityforum.fi/news/finns-understand-that-everyone-has-a-role-to-play-hsf-interview-with-janne-kuusela-on-finnish-total-defence/

Open Society Institute – Sofia (2026). The Media Literacy Index 2026: Measuring Vulnerability of Societies to Disinformation. https://osis.bg/wp-content/uploads/2026/01/Media-Literacy-Index-2026.pdf

Robert Koch-Institut (2024). Nationale Pandemieplanung – Preparedness und Response. https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Preparedness-und-Response/Pandemieplanung/Pandemieplanung.html

Schaeffer, D., Berens, E.-M., Gille, S., Griese, L., Klinger, J., de Sombre, S., Vogt, D. & Hurrelmann, K. (2021). Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland vor und während der Corona Pandemie: Ergebnisse des HLS-GER 2. Universität Bielefeld, Interdisziplinäres Zentrum für Gesundheitskompetenzforschung. https://doi.org/10.4119/unibi/2950305

Sicherheitskomitee Finnland (Turvallisuuskomitea) (2017). Security Strategy for Society. https://turvallisuuskomitea.fi/wp-content/uploads/2018/04/YTS_2017_english.pdf

Värttö, K. (2025). Citizens in Distress: A Case Study on Public Participation During the Covid-19 Pandemic in Finland. Social Inclusion. https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/99846/ssoar-socialinclusion-2025-vartto-Citizens_in_Distress_A_Case.pdf

Wissenschaft im Dialog (WiD) & Kantar (2021). Wissenschaftsbarometer 2021. Robert Bosch Stiftung. https://wissenschaft-im-dialog.de/documents/5/WiD-Wissenschaftsbarometer2021_Broschuere_web.pdf

World Happiness Report / Wellbeing Research Centre, University of Oxford (jährlich 2020–2022). World Happiness Report. https://worldhappiness.report

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