Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Die Wiener Volkshochschulen haben ein Rahmencurriculum erstellt, das auf die acht europäischen Schlüsselkompetenzen des Lebenslangen Lernens ausgerichtet ist und nationale und europäische bildungspolitische Strategien wie den Europäischen Qualifikationsrahmen berücksichtigt. Im vorliegenden Beitrag werden die zentralen Elemente des Rahmencurriculums und seiner Nahtstellen zum Nationalen Qualifikationsrahmen am Beispiel des Programmbereichs Kunst und Kultur beschrieben. Kulturbewusstsein und kün…
Der Beitrag bietet für die Reflexion der ostdeutschen Transformationsprozesse nach der Wende zwei Interpretationsangebote aus der soziologischen Transformationsforschung. (1) Mit dem Konzept der Transformation als nachholender Modernisierung wird das Bild einer Gesellschaft gezeichnet, die zwangsläufige Modernisierungsprozesse zeitverzögert durchläuft. (2) In der Theorieperspektive der Kontextualisierung wird Transformation wird als ein zieloffener, komplexer und konflikthafter Prozess aufgefas…
Mit RUHR.2010 stellt Deutschland dieses Jahr die Kulturhauptstadt Europas. In diesem Ereignis gipfelt die über die letzten Jahre wachsende Popularität von Museen und Kulturveranstaltungen. Aber Kultur ist mehr als Kulturbetrieb. Unsere Gesellschaft produziert unter den Einflüssen der Digitalisierung, Individualisierung, Migration und Globalisierung stets neue kulturelle Codes. Beide Phänomene stellen Anforderungen an die Erwachsenenbildung. Unser Land braucht eine kulturell sensible Erwachsenen…
Einwanderungsländer wie Deutschland benötigen rechtliche, soziale und eben Bildungsmaßnahmen, um Migration zu gestalten. Bildungsaktivitäten haben sowohl die Migrations- als auch die aufnehmende Bevölkerung in den Blick zu nehmen. Dabei sind vor allem sprachliche, interkulturelle und politische Bildungsangebote von Bedeutung. Im REPORT zu „Weiterbildung und Migration“ geht es um empirische Forschungsergebnisse und realisierte Konzeptionen: Wo liegen heute die wesentlichen Probleme der Weiterbil…
»Alles was ist, ist Beziehung, und alles was nicht ist, ist ebenfalls Beziehung.« Mit dieser apo-diktischen Zuspitzung hat der Philosoph Julius Jakob Schaaf schon vor fünfzig Jahren umris-sen, was sich heute als relational turn in der Erkenntnistheorie immer deutlicher abzeichnet. Die vorliegende Studie würdigt Schaafs anspruchsvollen philosophischen Entwurf und entfal-tet dessen Programm: weg vom klassisch-abendländischen Substanz- und Identitätsdenken hin zu einer Epistemologie der Relational…
Neue Medien bringen Bewegung in die Grundbildung: Sie bedeuten neue Herausforderungen und sie eröffnen Chancen. Ein Erfolg versprechender Einsatz erfordert konzeptionell und didaktisch durchdachte Lehr-/Lernarrangements. Die Beiträge dieses Bandes beschreiben, welche Voraussetzungen beim Entwickeln passgenauer multimedialer Lernprogramme in und durch Weiterbildungseinrichtungen geschaffen werden müssen und welche Konsequenzen für die Einrichtungen, die Lehrenden und die Lernenden damit verbund…
In der erwachsenenpädagogischen Praxis wird das Spiel als Formgebungsprozess mit langer Tradition sehr geschätzt. Spielen eröffnet einen »Möglichkeitsraum« (Jakob L. Moreno), um die eigenen Fähigkeiten in einem ganzheitlichen Spektrum zu erfahren und zu entwickeln. Lernspiele, Planspiele, Rollenspiele, Spielen in Theaterformen, Warm-Up- und andere Spiele mehr sprechen eine deutliche Pro-Spiel-Sprache aus der Praxis der Erwachsenenbildung. Ganz anders stellt sich dies in der Theoriebildung bzw. …
Diese Ausgabe des REPORT blickt analytisch auf die sich wandelnden Bedingungen und Vorstellungen im Hinblick auf die Steuerung des Weiterbildungssystems. Vordergründig geht es dabei um bildungsökonomische Rahmungen, Berichterstattung, Qualitätssicherung und Monitoring. Die Planung und Durchführung der Weiterbildungsangebote sowie eine Vielzahl von Entscheidungsprozessen im Bildungsträger, aber auch die entsprechenden Prozesse auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene werden vom Zusammenspiel…
Die Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen ist schon lange Gegenstand einer Debatte, die stark von Impulsen europäischer Akteure lebt und in Deutschland besonders in der beruflichen Bildung aufgegriffen wurde. Das Heft fragt, ob und inwiefern Kompetenzvalidierung ein Thema der Erwachsenenbildung sein sollte. Wenn die Anerkennung von Kompetenzen als Empowerment erfolgt, können von Validierung auch und gerade Geflüchtete profitieren.
Die Weiterbildung befindet sich in ungewissen Zeiten in einem Umbruch. Aktuelle Stichworte sind die zu beobachtende Deinstitutionalisierung verbunden mit einem Bedeutungszuwachs selbstgesteuerter und non-formaler bzw. informeller Lernprozesse, der Ersatz des Bildungsbegriffs durch den Lernbegriff, die Betonung der Eigenverantwortung der Lernenden für die Gestaltung ihrer Lernbiografie sowie die Frage der Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen. Diese Erosion des Weiterbildungsfeldes kan…