Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Dieser Vortragstext entstand im Rahmen der Konferenz: "Eine Zukunft für Frauen und Männer", im November 1997. Er thematisiert die gesellschaftliche Zuweisung privat/weiblich und öffentlich/männlich und das Potential politischer Bildung dieses Schema zugunsten einer anderen Öffentlichkeit zu verändern.
Wieviel Markt verträgt die politische Erwachsenenbildung? Droht der Ausverkauf ihrer Prinzipien, wenn sie Kooperationen mit Unternehmen eingeht? Karsten Rudolf und Melanie Zeller-Rudolf haben die Markt- und Kooperationsfähigkeit außerschulischer politischer Bildung empirisch untersucht und leiten im vorliegenden Buch weitreichende Konsequenzen ab: Politische Bildung muss einen Perspektivwechsel vornehmen und zur Dienstleisterin werden - des Bürgers selbstverständlich (Marktforschungsmodell, K. …
Die Weiterbildungsbeteiligung befindet sich in Deutschland seit dem Jahr 2012 auf hohem Niveau. Im Jahr 2016 waren 50 Prozent der Erwachsenen weiterbildungsaktiv. Ausgehend von diesem Befund liefert der Adult Education Survey (AES) 2016 zahlreiche Detailergebnisse, die hier in einem abschließenden Ergebnisbericht vorgestellt werden. Die Autorinnen und Autoren des Berichts analysieren und kommentieren die repräsentativen Daten unter Berücksichtigung zentraler Fragestellungen, wie etwa: Wer nimmt…
Mit dem Konzept des lebenslangen Lernens ist eine bessere Verschränkung der Bildungsbereiche intendiert. Wie die Bildungspolitik die Rolle des lebenslangen Lernens an Übergängen strategisch fasst und welche Praxis sie dabei faktisch unterstützt hat, untersucht der Beitrag an zentralen Quellen: an einem Strategiepapier von Bund und Ländern zum lebenslangen Lernen sowie anhand von Abschlussberichten über geförderte Modellversuche lebenslangen Lernens und Lernender Regionen. Indem zum Schluss der …
Die Qualität von Lehr-Lernprozessen beeinflusst die Ergebnisse von Bildungssystemen in entscheidender Weise. Mit dem Programm evidenzbasierter Bildungsreform wurde auch der Anspruch erhoben, auf der Grundlage empirischer Forschung zu einer Verbesserung der Qualität von Lehr-Lernprozessen beizutragen. Damit wurden neue Anforderungen an die Evidenz von Bildungsforschung sowie an den beschleunigten Transfer von Forschungsbefunden an Politik und Praxis formuliert. Dieses Programm wird derzeit sowoh…
Das »Lernzeitkonto« verknüpft Arbeitszeitpolitik mit beruflicher Weiterbildung. Als Derivat aus dem »Arbeitszeitkonto« stellt es ein Instrument dar, bei dem erarbeitete Zeitansprüche des Arbeitnehmers statt in Geld in Weiterbildung gewandelt werden. Je nachdem, ob die Weiterbildung betrieblichen oder privaten Belangen dient, werden die Ressourcen vom Arbeitgeber oder dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt (Zeit und Geld). In die Diskussion um das lebenslange Lernen ist das Instrument deutliche…
"Nachhaltigkeit" ist zu einem Containerwort verkommen und bezeichnet inzwischen alles, was Bestand hat oder bleibende Wirkungen entfaltet. Wenn sich die DIE Zeitschrift der "Nachhaltigkeit" widmet, dann in dem sehr viel engeren Begriffsverständnis von "nachhaltiger Entwicklung". Wobei die Verknüpfung mit Bildung ("Bildung für nachhaltige Entwicklung") dann wiederum erheblich mehr thematische Breite verspricht: Hierunter werden alle Bemühungen verstanden, Bildungsprozesse auf das gemeinsame Ziel…
Rechtspopulismus polarisiert in Politik, Bildung und Wissenschaft. Anstatt sich an dieser Polarisierung zu beteiligen und eine Abgrenzung zwischen Wissenschaft und Bildung auf der einen Seite und Rechtspopulismus auf der anderen Seite vorschnell zu markieren, fokussieren wir zunächst auf Kontinuitäten. Zugleich geht es uns darum, eine kritische Distanz zum Rechtspopulismus zu finden. Deshalb analysieren wir einen Fall rechtspopulistischer Bildungsarbeit und Bemühungen um Wissenschaftlichkeit mi…
Jüngste Wahlerfolge für die Ränder des politischen Spektrums lassen eine stärker werdende Polarisierung der Gesellschaft vermuten. Viele Menschen halten dies für eine Krise der Demokratie. Dr. Linus Westheuser, Mitautor der »Triggerpunkte«-Studie, plädiert dafür, den Blick auf die Mitte der Gesellschaft zu richten. Redakteur Jan Rohwerder sprach mit ihm über politische (Selbst-)Exklusion und warum Streit für eine Demokratie wichtig ist.