Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
In den Bildungswerken der Landessportbünde findet offene Erwachsenenbildung statt, die den Zielen der Persönlichkeitsbildung, Aufklärung, Mündigkeit oder der Förderung von sozialen Kompetenzen dient und – wenn auch mit sinkenden Anteilen – öffentlich gefördert ist. Bei den Bildungswerken sind über 3.000 haupt- und nebenberufliche pädagogische Mitarbeiter/innen beschäftigt. Jährlich werden nahezu 15.000 Bildungsveranstaltungen für etwa 300.000 Teilnehmende angeboten. Doch dies ist nicht der einz…
Weiterbildung steht zunehmend im Fokus bildungspolitischer Steuerungsansprüche auf nationaler sowie supra- und internationaler Ebene. International-vergleichende Large-Scale-Assessments wie PIAAC haben die öffentliche Aufmerksamkeit für die Erwachsenen- und Weiterbildung weiter gesteigert und dabei auch die Geringqualifizierten fokussiert. Der Beitrag analysiert anhand von Mehrebenenmodellen die Relevanz nationaler Kontexte für die Weiterbildungsbeteiligung insgesamt und von Geringqualifizierte…
Der Beitrag gibt einen Überblick über die Bedeutungsgehalte des Begriffs Bildungsgerechtigkeit. Dabei nähert er sich dem Thema aus sozialethischer Sicht und nimmt aktuelle politische Debatten als Ausgangspunkt. Im komplexen Diskurs um Bildung und Gerechtigkeit zeichnen sich vor allem die Konzepte der Chancengerechtigkeit, Beteiligungsgerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit als relevant ab. Der Beitrag dient der begrifflichen Systematisierung, die für eine profunde Analyse der gerechtigkeitsrel…
Die Änderungen der SGB-III-geförderten Weiterbildung bedeuten eine Umsteuerung auf Nachfrageorientierung. Die Auswirkungen sind nach einem Jahr als dramatisch zu bezeichnen. Die Mittel sind von 2002 auf 2003 um 25 Prozent zurückgegangen. Teilnahme- und Eintrittszahlen in Maßnahmen haben drastisch verringert. Die Effekte sind keine Übergangsphänomene, sondern markieren einen Systemwechsel, auf den sich Träger einstellen müssen.
Während sich die politische Bildung national als Stiefkind öffentlicher Förderung fühlt, gelangt sie auf europäischer Ebene zu neuer Blüte. Die europäischen Bildungsminister entwickeln eine gemeinsame Bildungsplanung und suchen hierzu nach gemeinsamen Zielen politischer Bildung. Die einschlägigen Förderprogramme sind eine Fundgrube für gute Praxis. Bei Querschnittsaufgaben zeigt sich die Verschränkung von politischer Bildung und Politikentwicklung. Monika Oels übersieht nicht, dass es oft der K…
In dem Beitrag wird die Reaktorkatastrophe von Fukushima (März 2011) samt den ihr folgenden energiepolitischen Veränderungen zum Anlass genommen, nach den Reaktionen der naturwissenschaftlichen und technischen Didaktik zu fragen. Der empirische Befund ist, dass der Didaktikdiskurs davon wenig beeinflusst ist. Gründe dieser Nicht-Beachtung findet der Autor in den theoretischen Problemen der Fachdidaktik, hier: Technikdidaktik, sowie in einem zu engen Aufgabenverständnis für den Fachunterricht.
Die Europäische Union und – häufig vergessen – der Europarat spielen für die europäische Bildungspolitik eine wesentliche Rolle. Kirsten Mülheims untersucht in ihrer Magisterarbeit, welche Bildungskonzeptionen diese internationalen Organisationen vertreten. Mithilfe einer Analyse von Dokumenten der Ständigen Konferenz der europäischen Erziehungsminister im Rahmen des Europarats und des Rates der Europäischen Union (Bildung) aus dem Zeitraum 1994–2003 werden Orte der Bildung, Begründungen, Maßna…
Ausgehend von einer skeptischen Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Chancengleichheit im Weiterbildungsbereich plädiert der Autor in Anlehnung an einen Gedanken von Friedrich Edding aus dem Jahr 1988, einen Bundesrahmenordnung zur beruflichen Weiterbildung für eine Neuordnung der Lernchancen zu schaffen. Dafür werden die Themenfelder skizziert.
Die Policymetapher " Weiterbildung für alle" stellt eine Herausforderung an die Wissensbildungsprozesse in der Weiterbildung und der Sonderpädagogik dar. Sie führt Aspekte der Behinderung und Benachteiligung vom Rand ins Zentrum der Theorieprobleme. Die Frage ist, wie die Weiterbildung und die Sonderpädagogik mit dem veränderten öffentlichen Problemhorizont umgehen (können). Es wird untersucht, wie die beiden erziehungswissenschaftlichen Teilgebiete ihren je spezifischen Problemzuschnitt wählen…
Der Autor sondiert zunächst das begriffliche Feld des Nutzens von Bildungsberatung und entwickelt ein Bündel von Nutzendimensionen, die er in einem Netz darstellt. Anschließend verschafft er der deutschen Diskussion Anregungen methodischer und inhaltlicher Art aus der britischen Nutzenforschung im Feld der Beratung. Die herangezogenen Studien belegen positive Effekte von Bildungsberatung. Abschließend mündet der Beitrag in eine Agenda für Nutzenforschung im Bereich der Weiterbildungsberatung.