Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
„Gilgamesch“ heißt ein Projekt mit einem neuartigen Konzept zur Alphabetisierung und Förderung von Jugendlichen ohne Schulabschluss. Als Kooperation zwischen der Universität und der Volkshochschule München angelegt, verbindet es theoretisches Grundlagenwissen zum Schriftspracherwerb mit Fragen der praktischen Durchführung. Die Autorin beschreibt Ausgangspunkt, Konzept und Erfahrungen. Nach einer zweiten Durchlaufphase sollen die Erkenntnisse des Projektes zu einer wissenschaftlich fundierten D…
Lernprozesse mit lernungewohnten Erwachsenen können nur erfolgreich sein, wenn Lehren und Lernen als Dialog begriffen wird. Die Autorin beschreibt ihre Erfahrungen im Umgang mit Lernhindernissen und der Gestaltung eines veränderten Lehr-/Lernverständnisses. Sie entwickelt einen Leitfaden für Beratungsgespräche, der auf drei Fragenkomplexen aufbaut. Ziel des Prozesses ist die Entwicklung der Fähigkeit, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Der Autor identifiziert Widerstände gegen Lernen als strukturelle Folge pädagogischer Intentionalität in der Erwachsenenbildung. Er analysiert Formen der Lernverweigerung, die als selbstbestimmtes Lernen gedeutet werden können, als legitime Antwort auf bevormundende Lernzumutungen. Die persönliche Entscheidung zwischen Lernen oder Nicht-lernen berührt eine metakognitive Ebene des Lernens, die ihrerseits der lernförderlichen Unterstützung bedarf.
Am Beispiel der beruflichen Weiterbildung zeigen die Autorinnen auf, dass organisiertes Lernen die Bedarfe der Individuen vielfach nicht berücksichtigt und somit Lernwiderstände in Form von passiver Verweigerung und Nichtbeteiligung erzeugt. Um diese Widerstände produktiv nutzen zu können, ergibt sich die Notwendigkeit einer reflexiven und subjetbezogenen Lernberatung.
Peter Faulstich und Hans Josef Tymister setzen sich in dem Vorwort zu ihrem 2002 erschienenen Buch „Lernfälle Erwachsener“ mit den Mythen vom Lernen Erwachsener auseinander und benennen die Probleme, die hinter den sog. „Instruktionsprinzipien“ stehen. Sie erläutern schließlich, dass menschliches Lernen, insbesondere das Lernen Erwachsener immer abhängig ist von der Biographie des Einzelnen, dem Kontext, der Wahrnehmung der Lernsituation durch den Lernenden, aber auch von Lernanstößen.
Die Frage nach dem Zusammenhang von Bildung und Gerechtigkeit war stets wichtig, auch schon, als sich Bildung noch nicht als eigenständiges Teilsystem in der Gesellschaft etabliert hatte; dies gilt in gleicher Weise für den Teilbereich "Weiterbildung". In diesem REPORT finden sich unterschiedliche Annäherungen an das schwierige Gerechtigkeitsthema und die dabei notwendige Verbindung normenorientierter Diskurse mit (viel zu wenig belastbaren) empirischen Daten. Die Beiträge weisen vor allem auf …
Die bundesdeutsche Debatte um das Zuwanderungsgesetz betrifft die Erwachsenenbildung in mehreren Hinsichten. Ganz konkret bedeuten die Gesetzentwürfe Handlungsbedarf bei der Konzeption und Durchführung von Integrationskursen für Zugewanderte. Lale Akgün formuliert im Gespräch die Forderung, Kurse müssten neben Sprache auch den „Code der Gesellschaft“ erlernbar machen. Zudem ist im Heft der Umgang mit dem Anderen sehr grundsätzlich im Blick: Alheit beschreibt „Fremdheitskonstruktionen“ in den …
Das Gutachten dient dem im Jahr 2004 vom DIE ins Leben gerufenen „Expertenkreis Lehre in der Weiterbildung“ (http://www.die-bonn.de/projekte/laufend/projekte.asp?projekteid=93) als Arbeitsgrundlage. Es stellt die aktuellen Ansätze und Befunde im Bereich des Lehrens und Lernens mit Schwerpunkt auf der Erwachsenenbildung dar. Neuere Ansätze zum Lehren und Lernen aus der Empirischen Pädagogik und Pädagogischen Psychologie werden vorgestellt und auf spezifische Aspekte der Weiterbildung wie Communi…