Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Handeln und Forschen werden oftmals getrennt gedacht, doch sind sie in vielen Tätigkeitsfeldern der Erwachsenenbildung miteinander verbunden. Professionelles erwachsenenpädagogisches Handeln basiert nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern erfordert auch eigene Forschungstätigkeit. In diesem Lehrbuch erläutern die Autorinnen den Zusammenhang von Handeln und Forschen. Dabei wird das Potenzial von Forschen und Forschung für die erwachsenenpädagogische Praxis wie auch für die individuelle Profe…
Welche strategischen Möglichkeiten bieten sich Weiterbildungseinrichtungen, die auf dem hart umkämpften Drittmittelmarkt erfolgreich akquirieren wollen? Aus einer organisationstheoretischen Perspektive unterscheidet der vorliegende Beitrag vier Konzeptionen, die in der Praxis bereits verbreitet sind und teilweise auch kombiniert werden: (a) flexible Spezialisierung: Ziel ist es, im Umgang mit inhaltlichen Aufgaben die Reaktionsgeschwindigkeit auf sich verändernde Auftragslagen zu steigern; (b) …
Freiwilliges Engagement im Bereich von Flucht und Migration stellt einen potenziellen Lernraum dar, in dem vielfältige Kompetenzen erworben werden. Der auf einer empirischen, in Österreich durchgeführten Vorstudie basierende Beitrag analysiert die politischen Lern- und Bildungsprozesse der Unterstützenden unter Berücksichtigung relevanter Einflussfaktoren auf das Engagement, wie z.?B. des politischen und medialen Diskurses über Geflüchtete. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Bedeutung von Le…
Mit der DIY-Ratgeberliteratur scheint sich ein weites Feld der Autodidaktik zu eröffnen, doch spielen explizite Bezüge auf »Lernen« kaum eine Rolle. Vor dem Hintergrund einer komplexen Konstellation der zeittypischen Produktion von Wissen und Werten ist das Repertoire der Erwachsenenbildung dabei geeignet, die postulierte Leistung der DIY-Ratgeber kritisch in den Blick zu nehmen, aber auch Dimensionen wie Handlungsbezug, Leiblichkeit oder Emotion beim lernenden Selbst (wieder) zu entdecken.
Der Autor präsentiert eine übersetzte Kurzfassung des Berichts »The social and personal benefits of learning: A summary of key research findings« des »Centre for Research on the Wider Benefits of Learning (WBL)«. Dabei werden die „wider benefits« der frühkindlichen Bildung sowie der Schul-, Hochschul- und Erwachsenenbildung beleuchtet. Die Spannweite positiver Bildungseffekte reicht von Verbrechensprävention bis hin zum verringerten Nikotinkonsum oder mehr Toleranz.
Was kann die Weiterbildungspraxis mit empirischen Daten über den Bereich der Weiterbildung praktisch anfangen? Der Autor, kaufmännischer Leiter eines Volkshochschul-Zweckverbandes, zeigt im Betrag das praktische Potenzial empirischer Bildungsforschung auf. Die erhobenen Daten dienen als Vergleichsgrößen für lokale Kennzahlen und können helfen, Entwicklungsfelder zu identifizieren und zu untermauern. Er erläutert dies an den Beispielen des Milieumarketings und der Kursleiterqualifizierungen.
Das Thema wird sich um ein kompliziertes Verhältnis winden, wenn es darum geht, die Etablierung psychotherapeutischer und damit medizinischer "Elemente" innerhalb der Praxis der Weiterbildung zu benennen und diesbezüglich gleichzeitige Entwicklungen zu kommentieren, wenn esoterische Komponenten hinzukommen. Diese Verquickung soll knapp systemtheoretisch erörtert werden. Am Ende wird sich der Frage nach regulierenden Möglichkeiten gestellt.
Institutionen der organisierten Weiterbildung müssen einen Ausgleich schaffen zwischen den individuellen Nachfragen ihrer Kunden, den Herausforderungen durch neue Medien und Technologien sowie den Interessen von Auftraggebern und Kooperationspartnern. Heinrich Schneider betrachtet die notwendigen Maßnahmen in diesem Prozess: Veränderungen im Angebot, in der Programmentwicklung, im Selbstverständnis und in der Rolle der Lehrenden und in der institutionellen Entwicklung hin zu einem Dienstleistun…
Lernwiderstände sind das Ergebnis pädagogischen und didaktischen Handeln. Der Artikel referiert die Ergebnisse zweier Forschungsvorhaben an der Universität Kaiserslautern, die identitätsbezogene und emotionale Aspekte von Lernwiderständen untersuchen. Beide Aspekte wurden in der Lernwiderstandsforschung bisher zu wenig betrachtet. Sie sind wesentlich für das Einordnen von Lernwiderständen und für die Überprüfung des eigenen pädagogischen Handelns.
Die veränderten Anforderungen der Betriebe an ihre Arbeitnehmer bringen neue Muster der Erwerbsverläufe mit sich. Hans Pongratz macht mit seiner These vom Arbeitskraftunternehmer deutlich, dass zunehmend Fähigkeiten wie Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung gefragt sind. Damit einher gehen Fragmentarisierungs- und Biografisierungstendenzen von Erwerbsverläufen. Erwachsenenbildung muss daher Konzepte entwickeln, die dabei unterstützen, den eigenen Lebensverlauf deut…