Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
"Sprache, Sprache und nochmals Sprache" lautet das Motto niederländischer Integrationspolitik seit den 1990er Jahren. Das vorher praktizierte "Minderheitenmodell" hatte ausgedient, weil es die Kassen leerte und die Eigeninitiative der Minderheiten erlahmen ließ. Seit 1998 nun regelt das "Gesetz über Einbürgerung von Neuankömmlingen", mit welchem erwachsenenbildnerischen Programm Zuwandernde empfangen werden: Sprach- und Orientierungskurse, wie sie nun auch in Deutschland eingeführt werden. Aber…
Der Bund hat innerhalb verfassungsrechtlicher Grenzen inhaltlich bildungspolitische Kompetenzen. Dies äußert sich in vielfältigen Programmen und Initiativen, auch im Bereich der Weiterbildung. Veronika Pahl ist zuständige Abteilungsleiterin im BMBF. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen und skizziert die dahinter stehenden politischen Leitlinien. Sie systematisiert Qualitätsfragen nach Input-, Output- und Prozessqualität. Aufgrund der pluralen Verfassung der Weiterbildungsszen…
Weiterbildungstests zielen darauf ab, die Transparenz über Angebotsqualität zu verbessern und qualitätsverbessernde Prozesse bei Weiterbildungsanbietern zu initiieren. Aber welche Wirkungen haben Weiterbildungstests bisher erzielt? Die Autoren stellen ausgewählte Ergebnisse einer Evaluationsstudie vor. Aus Nachfragersicht ist das Weiterbildungsgeschehen in Deutschland auch nach der Einführung von Bildungstests 2002 intransparent. 54% der Bevölkerung und 59% der getesteten Weiterbildungsanbieter…
Berufsbezogenen Weiterbildungen kommt ein immer größerer Stellenwert in heutigen Erwerbsbiographien zu. Ein wachsendes Angebot an berufsbegleitenden Studiengängen und die jüngsten Öffnungstendenzen der Hochschulen für beruflich Qualifizierte rücken diese als Weiterbildungsanbieter in den Blickpunkt. Dennoch spielen akademische Formate auf dem Weiterbildungsmarkt eine vergleichsweise geringe Rolle. Der Beitrag ergründet warum akademische Weiterbildung nur wenig angenommen wird. Hierzu wurden 72 …
Der Beitrag behandelt Ansätze für die Untersuchung und Modellierung einer Sozialraumorientierung von Bildungsorten im Zusammenwirken mit raum- und lebensweltorientierten Bildungssuchbewegungen von Adressat/inn/en. Die Reflektion orientiert sich an vier aus Sicht der Autorin zentralen Kategorien: Lebenswelten, Lernorte, Themenportale und Lernkulturen. Analysen sozialräumlicher Bildungspartizipation aus einer solchen meso- und makrodidaktischen, bildungstheoretisch rückgebundenen Perspektive könn…
Das Buch bietet Bildungsträgern und Aktiven in der Arbeit mit Geflüchteten zeitlich überdauerndes, praxisrelevantes Wissen, zusammengestellt von Expertinnen und Experten aus der Praxis: fundierte Erkenntnisse, didaktische und methodische Empfehlungen und nützliche Orientierung für die Bildungsarbeit für und mit Menschen mit Fluchthintergrund. Es wird die komplexe Lebenslage Geflüchteter, vor allem in Bezug auf deren gesellschaftliche Teilhabe im Ankunftsland beeinflussende Umstände, anhand …
Die Beitrag verfolgt am Beispiel des Projekts KOSMOS die Fragen, welche Bedeutung Qualität in der wissen¬schaftlichen Weiterbildung, hat wel¬chen Anforderungen sich das Quali-tätsmanagement gegenüber sieht und welche Optionen für die Weiterentwick¬lung im Projekt bestehen. Der Fokus liegt dabei auf neuen Angeboten für »nicht-traditionale« Zielgruppen.
Der Jahresbericht des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) erscheint jährlich im Frühjahr und dokumentiert Leistungen, Aufgaben und Ansprüche des DIE.
ReSuDi ist ein innovatives, betriebliches Präventionskonzept für un- und angelernte Beschäftigte, die in Deutschland zunehmend Migrant/inn/en sind. Der Zugang zu dieser schwierig zu erreichenden Zielgruppe erfolgt in ReSuDi über Multiplikatoren, die im alltäglichen Arbeitsumfeld auf die Beschäftigten einwirken und so Lernprozesse initiieren und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen erwirken können. ReSuDi ist ein organisationsumfassendes Programm, d.h. alle Hierarchieebenen sind einbezogen u…
Weiterbildungseinrichtungen haben das Problem, ihr Angebot zwischen pädagogischem Anspruch und wirtschaftlichem Druck positionieren zu müssen. Diese qualitativ-empirische Untersuchung zeigt, welche Faktoren diese Entscheidung leiten und an welchen Wertmaßstäben sie sich orientiert. Dabei unterscheidet die Autorin drei "Planungskulturen" nach ihrem Maß an Dominanz des Wirtschaftlichen bzw. des Pädagogischen. Der Autorin gelingt es, auch eher verdeckte Motive des Planungshandelns an die Oberfläch…