Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Bildung ist eine Qualität – Geld eine Quantität. Manchmal scheint es, als stände sich die Erwachsenenbildung selbst im Weg, wenn sie Geldfragen als Widerspruch zum humanistischen Bildungsgedanken betrachtet und die Debatte Finanzexperten überlässt. Das Heft diskutiert Finanzmodelle lebenslangen Lernens unter bildungspolitischen und erziehungswissenschaftlichen Aspekten (Timmermann, Paape und Grünwald/Moraal) und beleuchtet die Praxis von EU geförderten Programmen (Theessen). Im Gespräch be…
Die öffentliche Finanzierung für Erwachsenenbildung verlagert sich immer mehr von institutioneller Förderung zu projektförmiger Drittmittelförderung. Das Heft informiert nicht nur über neue Töpfe (neue europäische Fördergeneration!), sondern fragt kritisch nach den organisationalen Wirkungen dieser Umsteuerung. Im Produktionsbereich wurde vor Jahren das Bild der atmenden Fabrik als innovatives Organisationsmodell diskutiert, das auf wechselnde Auftragslagen adäquat reagieren kann. U. Witthaus …
Der Beitrag interpretiert das Erscheinen eines in methodischer Hinsicht originellen Jubiläumsbandes zur einhundertjährigen Geschichte der Volkshochschulen in Deutschland als Impuls für eine mögliche Innovation der Geschichtsschreibung zur Erwachsenenbildung. Zunächst werden die methodologischen Konstruktionsprinzipien einer mit Empirie gesättigten narrativen Geschichtsschreibung und der sie strukturierenden theoretischen Begriffe beschrieben. Ausgehend von dem praktisch-moralischen Interesse de…
Im vorliegenden Aufsatz werden Grundlagen dargestellt, die Lernen nicht nur auf einer kognitiven Ebene beschreiben, sondern neurophysiologische Voraussetzungen des Lernens (Nervensystem als neuronales Netzwerk, Prozesse der neuronalen Koppelungen, neuronale Vorausetzungen des Gehirns, Körperwahrnehmung und -bewegung als Praxie) skizzieren. Darüberhinaus wird die Frage gestellt, inwieweit eine erziehungswissenschaftliche Auseinandersetzung einer „Neurophysiologie des Lernens“ für Allgemeine Päda…
Das Schwerpunktthema des vorliegenden REPORT greift sowohl die bildungspolitische als auch die forschungspolitische und forschungsmethodische Seite des Themas PISA und Weiterbildung auf. Die Beiträge reichen von der Einschätzung der Weiterbildungs-relevanz von PISA bis hin zur methodenkritischen Diskussion eines zu konzipierenden PISA für Erwachsene.
Obwohl davon auszugehen ist, dass Lehrende in der betrieblichen Weiterbildung wichtig für den Trainingserfolg sind, ist die Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern in Deutschland nicht geregelt. Häufig dient eine so-genannte Trainerausbildung als pädagogischer Professionalitätsnachweis. Die Studie erfasst die Inhalte dieser Ausbildungen und deren Häufigkeiten. Hierfür wurden Programmbeschreibungen von 47 Anbietern mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Das induktiv entwickel…
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bund-Länder-Kommission fördern die Entwicklung, Bekanntmachung und Etablierung von Qualitätskonzepten, die sich vom Ansatz her an den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Weiterbildungseinrichtungen orientieren. Eines dieser Konzepte ist das im Rahmen des BLK-Verbundprojekts „Qualitätstestierung in der Weiterbildung“ entwickelte und bis zur Marktreife geförderte Konzept der „Lernerorientierten Qualitätstestierung in der Weiterbildung, Versio…
Das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study – NEPS) betrachtet das Lernen im Erwachsenenalter aus der Perspektive der lebenslaufbezogenen Längsschnittforschung. Der Beitrag beschreibt die Anlage und methodische Herangehensweise des NEPS unter besonderer Berücksichtigung der Erwachsenenkohorte. Hier werden Bildungs- und Erwerbsverläufe sowie die damit einhergehende Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf von Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter untersucht. Insgesamt werden i…
Im vorliegenden Heft werden in gebotener Kürze einige neuere Ansätze und Ergebnisse der Teilnahme- und Motivationsforschung in der Weiterbildung vorgestellt. Die Zahl der Forschungsarbeiten zum Thema ist insgesamt begrenzt, auch wenn es noch einige weitere Arbeiten außer den hier präsentierten gibt: Teilnahme-, Beteiligungs- und Motivationsforschung sind in der Regel empirisch aufwändige und teure Verfahren. Umso wichtiger ist es, dass hier durchaus neuere, interessante Ergebnisse vorliegen.
Lehr-Lern-Forschung hat in den Erziehungswissenschaften in den letzten Jahren wieder eine stärkere Aufmerksamkeit gefunden. Ursächlich erkennbar ist dabei vor allem zweierlei: einerseits die heftige Debatte über die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems anlässlich der Ergebnisse der PISA-Studie, andererseits die neuen technischen Möglichkeiten der Neurowissenschaften, anhand Bild gebender Verfahren intrahumane Vorgänge bei Lernprozessen beobachten und nach-weisen zu können. Verbunden damit sin…