Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Virtuelle Gemeinschaften werden gelobt als demokratische und egalitäre Zusammenschlüsse souveräner Individuen. Gegner halten sie für Pseudogemeinschaften, die sich der realen Welt und sozialen Verantwortung entziehen. Die Autorin beschreibt die Funktionsweise virtueller Gemeinschaften und kennzeichnet sie als Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Interessen. Sie unterscheidet dabei grundsätzlich vier Arten von Lerngemeinschaften und beschreibt deren Potenzial.
Welches sprachenpolitische Programm verbirgt sich hinter dem Europäischen Jahr der Sprachen? Raasch gibt Beispiele für positive und negative Folgen der Diskussion und betont den Beitrag, den Weiterbildung leisten kann. Offen ist, inwiefern Konsens besteht über das Konzept der Mehrsprachigkeit und wo Konflikte beginnen. Der Autor plädiert für eine Politik, die neben der englischen Sprache auch Mehrsprachigkeit fördert.
Bolder rekapituliert Ergebnisse der empirischen Weiterbildungsforschung in den letzten drei Jahrzehnten. Er stellt einige der wesentlichen Thesen dar und kommt zu dem Schluss, dass sie bis heute nicht an Aktualität verloren haben: Polarisierung geschieht durch berufliche Bildung zwischen nach ihrer Vorbildung und betrieblicher Position schon Privilegierten einerseits und Nichtprivilegierten andererseits. Fehlschlagende Versuche, den privilegierten Pool zu erreichen, werden als persönliches Sch…
Dr. Klaus Bednarz ist seit 1983 Moderator und Leiter der Redaktion des Fernsehmagazins „Monitor“. Zuvor war er lange Jahre Korrespondent des Deutschen Fernsehens z.B. in Warschau und Moskau. Für seine aufklärerischen Berichterstattungen erhielt er u.a. den Adolf-Grimme-Preis. Im DIE-Gespräch mit Herbert Bohn und Rüdiger Preißer spricht Bednarz über polarisierende Aufklärung und Information in Medien und Bildung, über soziale und kulturelle Polarisierungen zwischen Ost und West. Für ihn ist der …
Vier Konfliktfelder bestimmen zur Zeit das Verhältnis zwischen den Generationen: der Verteilungskonflikt um Einkommen, der kulturelle Konflikt (nicht zuletzt durch neue Medien), der Konflikt um Machtansprüche und der Generationenkonflikt in den Familien. Vor dem Hintergrund der Diskussion mit dem Schlagwort „Generationengerechtigkeit“ begründet Jürgen Wolf, warum und wie diese Konflikte positiv nutzbar gemacht werden können. Eine Aufgabe von Bildung und Weiterbildung ist es, den generationenübe…
Das Konzept „Supportstrukturen“ gewinnt für die Praxis an Bedeutung. Es reagiert auf die aktuelle staatliche Zurückhaltung in der Weiterbildungspolitik ebenso wie auf die Tatsache, dass ein sich selbst überlassener, rein ökonomischen Zwängen gehorchender Weitbildungsmarkt dem Entwurf einer „lernenden Gesellschaft“ entgegen stehen würde. Der Netzwerkansatz des Konzeptes wird zur Alternative zu Markt und Staat. An aktuellen Beispielen bestehender Netzwerke zeigen die Autoren, in welche Richtung…
Der Autor identifiziert Widerstände gegen Lernen als strukturelle Folge pädagogischer Intentionalität in der Erwachsenenbildung. Er analysiert Formen der Lernverweigerung, die als selbstbestimmtes Lernen gedeutet werden können, als legitime Antwort auf bevormundende Lernzumutungen. Die persönliche Entscheidung zwischen Lernen oder Nicht-lernen berührt eine metakognitive Ebene des Lernens, die ihrerseits der lernförderlichen Unterstützung bedarf.
Ekkhard Nuissl, Professor für Erwachsenenbildung an der Universität Marburg und Direktor des DIE, spricht mit Dr. Angela Franz-Balsen über die Notwendigkeit von Supportstrukturen und über die konkreten Supportleistungen, die das DIE erbringt. Er sieht die Weiterbildung insgesamt herausgefordert, gemeinsam und intensiv an weiteren Supportstrukturen zu arbeiten und nationale Kapazitäten auf europäischer Ebene zu vernetzen.
Ministerialdirigent Dr. Peter Krug ist Leiter der Abteilung Weiterbildung und pädagogische Dienste im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz und Vorsitzender des Ausschusses Fort- und Weiterbildung der Kultusministerkonferenz. Im Gespräch mit Ekkehard Nuissl diskutiert Peter Krug verschiedene Ansätze zu Finanzierung lebenslangen Lernens.
Dr. Walter Hollstein ist Professor für politische Soziologie in Berlin und einer der frühen (soziologisch orientierten) Begründer der Diskussion um die „Männerfrage“. Er spricht über den Veränderungsdruck auf Männer und die notwendigen Voraussetzungen für Geschlechterdemokratie. Für ihn hat die Forschung zu Männern in Deutschland noch gar nicht richtig begonnen.