Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Kann der Einsatz von Neuen Medien das Lernen Erwachsener in Grundbildung und Alphabetisierung positiv beeinflussen? Acht Erfahrungsberichte aus der Praxis geben wichtige Hinweise wie Einsatzmöglichkeiten ausgelotet, Schwierigkeiten überwunden und Chancen eines computergestützten Lernprozesses genutzt werden können. Die Rolle des Lehrenden verändert sich ebenso wie sich das Lernen der Teilnehmenden durch mehr Selbstständigkeit verändert. Auch an die Lernsoftware sind besondere Anforderungen zu …
Die Autoren bündeln aktuelle Diskussionsergebnisse über Bedarfe und Perspektiven der Erwachsenenbildungsforschung. Bezogen auf die Bereiche Erwachsenenlernen, Wissensstrukturen, professionelles Handeln, Institutionalisierung sowie System und Politik formulieren sie Arbeitsschwerpunkte für die nächste Zukunft. Basis ihrer Überlegungen sind das Forschungsmemorandum für die Erwachsenen- und Weiterbildung, diesbezügliche Beratungen der DGfE-Sektion Erwachsenenbildung und Ergebnisse eines interdiszi…
Der Beitrag beleuchtet zunächst die Forderung nach einer ökonomischen Grundbildung für Erwachsene und deren Ziele. Ihre Intensivierung lässt sich über vorhandene Bedarfe begründen. Die Bedarfe wiederum lassen sich aus dem Verhalten von Bildungsnachfragern und -anbietern, viel mehr aber noch aus den gesellschaftlichen Erwartungen, wie sie von allen relevanten Gruppen geäußert werden, ableiten. Der Text endet mit Hinweisen auf die besondere Verantwortung der öffentlichen Hand für die Bereitstellu…
In heutigen Gesellschaftsformen wird Literalität als Voraussetzung für die Teilnahme sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich des täglichen Lebens betrachtet. Sie gilt als Menschenrecht, als Instrument der persönlichen Partizipation (empowerment). Auf internationaler Ebene besteht Konsens darüber, dass Literalität über Chancen entscheidet und den Zugang zu den heutigen Informationsgesellschaften eröffnet. Dennoch sind viele Erwachsene in Industrie- und Entwicklungsländern aufgrund ihr…
„Geringqualifizierte“ gelten in der Wissensgesellschaft zunehmend als Residualkategorie. Anhand sechs qualitativer Interviews ergründet Eva Maaß in ihrer Magisterarbeit die Bewältigungsstrategien und Lebensentwürfe junger Erwachsener, die über keinen formalen beruflichen Abschluss verfügen. Dabei liegt die Annahme zugrunde, dass sich das Scheitern in der Bildungsbiografie aus einer langfristigen Entwicklung heraus ergibt. Prekäre familiale Hintergründe sowie negative Erfahrungen im Bildungswese…
Was motiviert Erwachsene zu lernen? Sind alle Menschen, die an Weiterbildung teilnehmen, lernmotiviert? Und umgekehrt: Sind diejenigen, die nicht teilnehmen automatisch nicht lernmotiviert? Horst Siebert befasst sich in diesem Studientext mit zwei zentralen Themen der Weiterbildung und zeigt auf, dass das Verhältnis von Lernmotivation und Bildungsbeteiligung äußerst komplex ist. Auf der Grundlage von umfangreichen statistischen Materialien vermittelt er zunächst einen Überblick über die Datenl…
Diese Arbeit liefert einen Abriss eines allgemeinen Rahmenwerks zur Beurteilung von Kompetenzen der Problemlösung von Erwachsenen unter spezieller Berücksichtigung der Anforderungen an Beurteilungen in großem Maßstab. Dieses Rahmenwerk kann als Input bei den aktuellen Diskussionen zu internationalen Vergleichsstudien zu Kompetenzen Erwachsener dienen wie beispielsweise das“Programme for an International Assessment of Adults’ Competencies” (PIAAC), das derzeit von der OECD vorbereitet wird. Das …
Gesundheit ist nicht nur dann ein Thema, wenn es an ihr mangelt. Erwachsene hegen und pflegen sich (und ihre Kinder) mehr denn je, um ihre Gesundheit zu erhalten. Auf der anderen Seite haben psychische Störungen und stressbedingte Belastungen in den letzten Jahren stark zugenommen. Welche Fähigkeiten und Kenntnisse erfordert eine Lebensweise, die Gesundheit fördert? Wer vermittelt die? Welche Leitkategorien eignen sich für eine theoretische Begründung von Gesundheitsbildung? Sondierungen vom au…
Am Beispiel zweier Arbeitnehmerinnen mit Migrationshintergrund zeigt die Autorin, wie sehr Lernmotivation und Lernentscheidungen Erwachsener von persönlichen, zutiefst inneren Beweggründen bestimmt sind, auch wenn Lernzumutungen extern erfolgen, wie im Betrieb oft üblich. Das Lernverständnis des Dänen Illeris ist dabei die theoretische Folie, auf der die Autorin die Fallbeispiele auf »intimacy of lifelong learning« hin auslegt. Die Beispiele entstammen dem DIE-Projekt »Deutsch am Arbeitsplatz«.
Im Rahmen eines EU-Projekts, das sich mit digitaler, numerischer Literalität (digital numerical literacy) beschäftigte, wurden didaktische Materialien zur computergestützten Ergänzung des Mathematikunterrichts für Erwachsene entwickelt. Schüler, Lehrpersonal und Softwareproduzenten schätzten die Anwendung unterschiedlich ein. In Verbindung damit wurde die Frage nach objektiven (Qualitäts-)Kriterien zur Entwicklung von computergestütztem Lehr-/Lernmaterial aufgeworfen, zu der weiterer Forschungs…