Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
In der Studie zu „Kulturen des Lehrens“ wird die Frage verfolgt, inwiefern Orientierungen zum Lehren in der Praxis der Erwachsenenbildung strukturell verankert sind. Dabei wird insbesondere in den Blick genommen, in welchem Zusammenhang Orientierungen zur Praxis des Lehrens und erwachsenenpädagogische Organisationen stehen. Diese Frage wird im Rahmen einer qualitativ-rekonstruktiven Studie bearbeitet, bei der insgesamt neun erwachsenenpädagogische Organisationen untersucht wurden. In diesen Org…
Die Ergebnisse der PISA-Studie haben deutlich gemacht, wie dringend die Einzelnen ebenso wie die Gesellschaft insgesamt darauf angewiesen sind, dass es ein gesichertes System nachschulischen und lebensbegleitenden Lernens gibt. In dem Beitrag werden mit Blick auf Globalisierungstendenzen Perspektiven der Entwicklung der Qualifikationsnachfrage seitens des Beschäftigungssystems skizziert. Vor diesem Hintergrund gilt es jene Ergebnisse der PISA-Studie herauszufiltern, die für die Zukunft der allg…
Die Autoren nehmen das von Josef Schrader zur Systematisierung des Weiterbildungssektors entwickelte Modell der Reproduktionskontexte zum Ausgangspunkt, um einen Beitrag zu seiner empirischen Übertragung zu leisten. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk vor allem auf die konkrete Operationalisierung der beiden übergeordneten Modelldimensionen. Anhand einer entsprechenden Re-Analyse von Anbieterdaten werden die Schwierigkeiten der operationalen Umsetzung eines theoretisch hergeleiteten Modells a…
n diesem Beitrag werden didaktische Zugänge zur finanziellen Grundbildung anhand des Projekts „Schuldnerberatung als Ausgangspunkt für Grundbildung – Curriculare Vernet zung und Übergänge“ (CurVe) vorgestellt. CurVe wurde im März 2013 am Deutschen Insti tut für Erwachsenenbildung (DIE) gestartet und analysiert den Zusammenhang zwischen Überschuldung und Grundbildungsbedarf. Der Fokus wird im Projekt auf eine Partizipation der Beteiligten an der Entwicklung der Didaktik gelegt. Ziele sind…
Der Umgang mit Störungen ist eine zentrale Herausforderung didaktischen Handelns. Der Beitrag nimmt verletzende, zurücksetzende oder anklagende Einlassungen von Teilnehmenden zum Anlass, Facetten eines professionellen Umgangs mit negativen Emotionen herauszuarbeiten. Frustrations- und Ambiguitätstoleranz werden theoretisch entfaltet, als Bestandteil eines umfassenden Gefühlsmanagements begriffen und als Kernkompetenz von Weiterbildnern profiliert. Der Beitrag schließt mit praktischen Anregungen…
Für den Autor sind „Globalisierung“ und „lebenslanges Lernen“ die Entgrenzungsformeln des Ökonomischen bzw. des Pädagogischen schlechthin. Im Genre der Meditation entwickelt er den Entgrenzungsbegriff anhand von Katastrophen, Märkten, Lernzumutungen, der Macht des Ökonomischen, den Zuständigkeiten für Bildung. Mit Rekursen auf Comenius und Ralf Dahrendorf möchte der Autor den »amoklaufenden Ökonomismus zur Besinnung kommen lassen« und entdeckt die entgrenzende Kraft der weltbürgerlichen Bildung.
Der demografische Wandel wirft Fragen auf, die auch für die Weiterbildung von Bedeutung sind. Führende Alternsforscher stellen in diesem Buch Ergebnisse ihrer Forschung vor, die multidisziplinär mit Methoden der Psychologie, Soziologie und Erziehungswissenschaft arbeitet. Das Buch präsentiert den internationalen Forschungsstand und diskutiert Möglichkeiten, den Alterungsprozess gesellschaftlich und persönlich zu bewältigen.
Das Wissen über Lehr-Lernmethoden und -konzepte gilt als ein wichtiger Aspekt des pädagogisch-psychologischen Wissens von Lehrkräften in der Erwachsenen- und Weiterbildung (EB/WB) für die Gestaltung von Lehr-Lernsituationen. Der Beitrag untersucht, ob und inwiefern dieses Wissen mit der Vorbildung und der Erfahrung von N?=?212 Lehrkräften aus der EB/WB zusammenhängt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Umfang an Fort- und Weiterbildungen zum Thema Lehren und Lernen/Methodik/Didaktik in e…
Der Beitrag stellt Ergebnisse eines empirischen Forschungsvorhabens dar, bei dem Weiterbildungsteilnehmende und Beschäftigte nach ihren Lernzeiten befragt wurden. Dabei zeigt sich: (1) Weiterbildung ist in großem Umfang aus privaten Zeitanteilen co-finanziert. (2) Die Individuen zeigen Flexibilität und Engagement in der Realisierung eigene Lern- und Weiterbildungszeiten. (3) Zuordnungen von Zeiten zu »Lernen« und »Arbeiten« sind selbst aus subjektiver Sicht nicht mehr eindeutig vorzunehmen. (4)…
Der Beitrag präsentiert einen bereichsspezifischen Qualifikationsrahmen für die Weiterbildung, der aus einem zweistufigen Modell (Grund- und einem Fortbildungszertifikat) besteht. Damit wird die Diskussion um EQF und DQR als Anlass und Chance für die Professionalisierung der Weiterbildung begriffen. Das Modell knüpft an Vorbilder aus Österreich und der Schweiz an und orientiert sich an deutschen Vorarbeiten.