Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Kompetenzbegriff hat bereits seit den 1970er Jahren durch den Deutschen Bildungsrat Eingang in die pädagogische Diskussion gefunden. Dennoch wurde er erst in jüngster Zeit zum Gegenstand einer intensiveren Auseinandersetzung. Immer geht es dabei um jenes Potenzial der Individuen, das über die in Zertifikaten dokumentierten Wissensbestände und Fertigkeiten hinausgeht. In diesem Beitrag werden drei methodologisch unterschiedliche Ansätze zur Kompetenzerfassung und -entwicklung aus dem deutsch…
Soll sich die Beratung als allgemein akzeptierte Dienstleistung zu Beginn des 21. Jahrhunderts durchsetzen, sind sowohl ein grundlegender Paradigmenwechsel, als auch die damit verbundene Entwicklung nachhaltiger Beratungsangebote notwendig. Die ständige Co-Evolution von Bedürfnissen der Ratsuchenden, der Wirtschaft und der Gesellschaft verlangt spezifische Kompetenzen zur Analyse und Bewältigung multipler subjektiver Realitäten, sozialer Kontexte, nicht-linearer Kausalitäten und dynamischer Mod…
Was motiviert Erwachsene zu lernen? Sind alle Menschen, die an Weiterbildung teilnehmen, lernmotiviert? Und umgekehrt: Sind diejenigen, die nicht teilnehmen automatisch nicht lernmotiviert? Horst Siebert befasst sich in diesem Studientext mit zwei zentralen Themen der Weiterbildung und zeigt auf, dass das Verhältnis von Lernmotivation und Bildungsbeteiligung äußerst komplex ist. Auf der Grundlage von umfangreichen statistischen Materialien vermittelt er zunächst einen Überblick über die Datenl…
Ausgehend von konstruktivistischen, neurophysiologischen und lernpsychologischen Überlegungen muss als eigentlicher Lernort der Mensch bezeichnet werden, denn nur in ihm findet Lernen statt. Zugleich aber erfolgt Lernen immer im Wechselspiel mit kontextuellen Faktoren. Die äußere Umgebung – und damit auch lokale Gegebenheiten – beeinflussen die Verarbeitung von Informationen. Hierzu werden drei Beispiele genannt: (1) Die Loci-Methode verknüpft Gedächtnisinhalte mit Orten. (2) Die Ähnlichkeit ei…
Eine Glosse über Podiumsdiskussionen als meist unerfreulichem Teil von Tagungen und Konferenzen. Wegen unprofessioneller Moderation, einem übergroßen Harmoniebedürfnis und mangelnder Sprachbegabung der Diskutanten bleibt das Format in der Wahrnehmung des Autors hinter seinen Ansprüchen zurück, die da lauten: ein »spannendes« Gespräch zu inszenieren, Gegner zusammenzubringen, Unterschiede sichtbar zu machen oder Konsens herzustellen.
Etymologisch betrachtet bezeichnet »Validierung« einen Prozess, durch den einer Sache Robustheit oder Wert verliehen wird. Im Bildungsbereich zielt das – hier in der Serie »Glossar« zur Diskussion stehende – Wort auf den Prozess der Anerkennung und des Verwertbar-Machens informell erworbener Kompetenzen. Der Begriff »Validierung« ist damit das Pendant im Bereich des informellen Lernens zur »Zertifizierung« in Zusamenhängen der formalen Bildung
„Die Bildungspraxis braucht theoretische Grundlagen mindestens ebenso wie staatliche Zuschüsse“, so Horst Siebert in diesem Band. Doch ist das Verhältnis von Theorie und Praxis nicht spannungsfrei. Aus Sicht der in der Erwachsenenbildung Tätigen erscheinen Theorien häufig unbrauchbar, weil sie viel zu abstrakt und praxisfern sind. Hier baut der Studientext eine Brücke. Der Autor zeigt verschiedene in der Erwachsenenbildung gängige Theorieansätze auf, verortet sie hinsichtlich Herkunft und Rei…
Obwohl jeder Lehrende der pädagogischen Atmosphäre eine zentrale Bedeutung für den Verlauf des Lerngeschehens einräumen würde, erstaunt die marginale theoretische Erfassung dieses Phänomens in der Erwachsenenpädagogik. Ein Blick über den Tellerrand verdeutlicht, dass die Allgemeine Pädagogik, die Philosophie und Psychologie bereits zu interessanten Erkenntnissen kommen. Ziel des Beitrags ist, vor diesem Hintergrund an die Bedeutung dieser Kategorie für die Erwachsenenpädagogik (wieder) zu erinn…