Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Beitrag klärt darüber auf, welche Wege Erwachsene einschlagen können, um ein reflexives Verhältnis zur Zeit zu erlernen und es dabei nicht bei einer zweckrationalen Verbesserung ihres Zeitmanagements zu belassen. Zunächst beschreibt sie in Anlehnung an Holzkamp, welcher Art ein solches »Lernen der Zeit« sein müsste, bevor sie aus österreichischer Perspektive geeignete Lernmöglichkeiten benennt, die sie v.a. in Büchern, aber auch in Vortragsveranstaltungen und Aktivitäten einschlägiger Verei…
Erfahrungen brauchen Zeit. Dieser Aspekt rückt ins Zentrum der Betrachtung, wenn Bildungszeit nicht unter dem Gesichtspunkt ihrer Ausnutzung, sondern ihrer Ermöglichung thematisiert wird. Der Beitrag fasst die Bildungszeit Erwachsener als eine qualitative Größe, die inhaltlich gestaltet werden muss. Die Struktur von Bildungszeit wird dabei als Moment der Verzögerung gefasst. Verzögerung wird nicht verstanden als passives Untätigsein, sondern als angestrengtes Tätigsein gegen den Druck der Zeit.…
Dieser Beitrag untersucht die Lernfeldorientierung der Berufsbildung vor dem Hintergrund des Themenschwerpunkts „Beruf und Bildung“. Ausgangs- und Bezugspunkt dabei ist die Frage, ob und in welcher Hinsicht das Lernfeldkonzept zu einer konstruktiven Wendung der Dialektik von Bildung und Beruf beitragen kann. Dazu wird zunächst das Verhältnis von Bildung und Beruf beleuchtet. Im zweiten Schritt wird der aktuelle erwachsenenpädagogische Didaktikdiskurs im Hinblick auf das vorab konstatierte Spann…
Schicht, Klasse, Milieu. Bezugskonzepte der Weiterbildungsforschung 1957–2007 Der Autor liefert einen Längsschnitt durch 50 Jahre der Erforschung von Weiterbildungsteilnahme. Ausgehend von wichtigen Veröffentlichungen des Jahres 1957 (Schelsky, Dahrendorf) stellt er die soziologischen Bezugskonzepte vor, die in den jeweiligen Epochen für die Erklärung der Sozialstruktur herangezogen wurden: zunächst Schicht und Klasse, später – und dem Einfluss Bourdieus – das soziale Milieu. Für beide Phasen …
Anlass dieses Interviews ist das 30-jährige Bestehen des REPORT. In dieser langen Geschichte gab es Ereignisse und Erfahrungen, an die hier noch einmal erinnert werden soll. Im Jahr 1978 erschien der „Literatur- und Forschungsreport Weiterbildung“ zum ersten Mal und war im Kern eine Rezensionszeitschrift, die einen Überblick über die noch verstreute und sich entwickelnde Disziplin der Erwachsenen- und Weiterbildung geben sollte. Über die Ursprünge und Entwicklungen des REPORT, über die Bedeutun…
Die hier in Augenschein genommenen Texte von Horst Siebert und Johannes Weinberg zu didaktischen Fragen der Erwachsenenbildung umfassen nahezu den gesamten Erscheinungszeitraum des REPORT. Vor diesem Hintergrund geht der Autor der Frage nach, welchen Beitrag die ausgewählten Texte und damit die Zeitschrift zur Entwicklung der Erwachsenenbildungswissenschaft liefern und welche Auseinandersetzungen der Disziplin sich darin wiederfinden. Aufgezeigt werden der erreichte Stand und künftige Perspekti…
Prozessverläufe von Beratungen sind bislang ein nicht erforschtes Untersuchungsfeld in der Erwachsenenbildung. Es ist erforderlich, diese Forschungslücke für eine Professionalisierung der Beratung durch eine empirische Grundlagenarbeit zu schließen, da die Beratungsanforderungen wachsen. In diesem Aufsatz wird ein Forschungsdesign erläutert. Die methodische Anlage wird entwickelt und begründet.