Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Staatliche Steuerung erfolgt im kaum regulierten Weiterbildungsbereich überwiegend indirekt über Förderprogramme und Bildungsinitiativen. Geld als Medium spielt also eine zentrale Rolle und wird auch zur Verbreitung von Qualitätsmanagementsystemen eingesetzt. Qualitätsmanagement selbst entfaltet ebenso seine steuernde Funktion im Weiterbildungssystem, wobei unterschiedliche Modelle unterschiedliche Ansatzpunkte zur Qualitätsentwicklung betonen. Der Beitrag geht auf Basis einer Expertenbefragung…
Die Autoren nehmen das von Josef Schrader zur Systematisierung des Weiterbildungssektors entwickelte Modell der Reproduktionskontexte zum Ausgangspunkt, um einen Beitrag zu seiner empirischen Übertragung zu leisten. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk vor allem auf die konkrete Operationalisierung der beiden übergeordneten Modelldimensionen. Anhand einer entsprechenden Re-Analyse von Anbieterdaten werden die Schwierigkeiten der operationalen Umsetzung eines theoretisch hergeleiteten Modells a…
In heutigen Gesellschaftsformen wird Literalität als Voraussetzung für die Teilnahme sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich des täglichen Lebens betrachtet. Sie gilt als Menschenrecht, als Instrument der persönlichen Partizipation (empowerment). Auf internationaler Ebene besteht Konsens darüber, dass Literalität über Chancen entscheidet und den Zugang zu den heutigen Informationsgesellschaften eröffnet. Dennoch sind viele Erwachsene in Industrie- und Entwicklungsländern aufgrund ihr…
In Anlehnung an den gegenwärtig zu beobachtenden »Generationenwechsel« in Weiterbildungsorganisationen thematisiert der Beitrag Konflikte zwischen unterschiedlichen Generationen und Altersgruppen, die in dieser besonderen Übergangssituation entstehen und hervortreten können. Entlang ausgewählter Befunde aus Studien der betriebswirtschaftlichen und der erwachsenenpädagogischen Organisationsforschung lassen sich vielfältige Konfliktfelder und Spannungsverhältnisse nachzeichnen. Vor allem werden W…
Wissenschaftliche Begleitung als selbstverständlicher Bestandteil von Erwachsenenbildung steht im Spannungsfeld von empirischer Forschung und Beratung. Dieses Spannungsverhältnis lässt sich auflösen, wenn man wissenschaftliche Begleitung in zwei Phasen, eine Erhebungsphase und eine Beratungsphase auflöst, die dann als unterschiedliche Situationen von Erwachsenenbildung definiert sind.
In der international-vergleichenden Bildungs- und Erwachsenenbildungsforschung finden Fragen der Bildungspolitik und insbesondere der Politik zur Erwachsenenbildung derzeit mehr und mehr Beachtung. In der vergleichenden Politikwissenschaft ist Bildungspolitik ein bereits gut etabliertes, wenngleich ebenfalls noch junges Forschungsfeld. Daher zielt dieser Literatur-Review darauf, in der vergleichenden Politikwissenschaft verwendete Ansätze und Theorien auf ihren Anregungsgehalt für die internati…
Seit Jahrzehnten wird Krisenvorsorge im Gesundheitssektor als technisch-institutionelle Aufgabe begriffen. Die Bevölkerung wird dabei meist übersehen – obwohl sie die Schlüsselressource in jeder Krise ist. Und diese Ressource lässt sich bilden. Wortwörtlich. Warum Information während der Pandemie nicht ausreichte, um Panik und Verharmlosung zu verhindern – und was Deutschland von Finnlands „Comprehensive Security“ lernen kann, wo Medienkompetenz offiziell als Verteidigungsinstrument gilt.
Forschungsleistungen der Erwachsenenbildung sind bislang nur unvollständig und über zahlreiche Datenquellen verteilt sichtbar. Der Bericht untersucht bestehende Informationsangebote und zeigt Grenzen hinsichtlich Vollständigkeit, Zugänglichkeit und technischer Anschlussfähigkeit auf. Um Forschung langfristig besser sichtbar und für Wissenschaftsforschung nutzbar zu machen, sollten vorhandene Infrastrukturen stärker verknüpft, persistente Identifikatoren wie ORCID systematisch genutzt und ein ko…
Die Frage, was aus der Geschichte für die Zukunft gelernt werden kann bzw. ob eine Beschäftigung mit ihr zukunftsfähige Lernprozesse anregt, wird kontrovers diskutiert. In ihrem Beitrag vertritt Christine Zeuner die Auffassung, dass die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen insbesondere zur Aneignung historischer Kompetenz (Negt, 2010) und zur Entwicklung einer kollektiven Erinnerungskultur (Assmann, 2016) führen kann und die Entfaltung einer kollektiven professionellen Identität bei …
In der Diskussion über Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft wird häufig eine Dis-tanz zwischen den beiden Bereichen festgestellt. Im Gespräch erläutert Prof. Dr. Dr. h. c. Rolf Arnold, Seniorprofessor für Pädagogik an der TU Kaiserslautern, inwiefern es je-doch nicht nur Distanz, sondern auch Involviertheit gibt – und warum es sinnvoll sein kann, auf den Transferbegriff zu verzichten. Das Gespräch führte Dr. Lars Kilian.