Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
In diesem Beitrag offenbart sich Howard Gardners Five Minds for the Future als ein Buch, das sich über drei verschiedene Lesarten erschließen lässt, die jeweils Anknüpfungspunkte für die Erwachsenenbildung bieten. Als populärwissenschaftlicher Beitrag zu Psychologie und Bildung im Sinne einer allgemeinen pädagogischen Debatte weist „Five Minds“ darauf hin, dass die Idee einer eigenständigen Erwachsenenbildung nicht überall Verbreitung gefunden hat. Gelesen als Bildungstheorie erweist es sich al…
Jyri Manninen stellt empirische Daten zu »wider benefits of lifelong learning« vor, die er in Einrichtungen der freien Erwachsenenbildung (Zentren für Erwachsenenbildung, Volkshochschulen, Sommerkurse an Universitäten, Studien- und Sportzentren) in Finnland 2007 erhob. Zur Darstellung der Ergebnisse wurde ein »Modellkonzept zu den wider benefits of learning« entwickelt, welches eine fünffache Feineinteilung des Begriffs »benefits« vorsieht: 1. »Den Lernprozess betreffende Benefits«, 2. »Direkte…
In zehn Thesen lotet der Autor das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung aus. Beide Bereiche sind an vielen Stellen eng miteinander verwoben, ihr Verhältnis aber ist komplex und nicht friktionsfrei. Gleichwohl bleibt es, so das Fazit des Autors, im Sinne einer gegenseitigen Perspektivenanreicherung gestaltbar.
Grundlage des Buches ist eine Bestandsaufnahme der professionstheoretischen Diskussion der letzten 35 Jahre, fokussiert auf die Begriffe 'Profession', 'Professionalisierung' und 'Professionalität'. Es werden Ansätze und Schulen integriert, die weder in der deutschen Soziologie noch in den deutschen Erziehungswissenschaften bisher angemessen gewürdigt wurden. Neben der Theorie liefert der Band aber auch eine realistische Einschätzung der Verberuflichungschancen und deckt Begrenzungen der Profess…
Die Beteiligung Erwachsener am Lebenslangen Lernen entspricht bei Weitem nicht den Erwartungen, die mit dem Programm verbunden sind. Gründe dafür sind vielfältig und unterschiedlich. Unsere These ist, dass sich Erwachsene in ihren Lernaktivitäten an Lebensphasen orientieren. Die Beteiligung an institutionalisierten Lernarrangements von Weiterbildung ist demnach weniger eine Sache der Akzeptanz Lebenslangen Lernens, sondern vielmehr eine, die in Bezug auf soziokulturelle Erwartungsmuster lebensp…
Die Gestaltung von Angeboten stellt die zentrale Aufgabe der Programmplanenden in der Erwachsenenbildung dar. Im Bereich Finanzielle Grundbildung gibt es bisher kaum Angebote und didaktische Grundlagen. Daher wird gefordert, Kompetenzanforderungen für Finanzielle Grundbildung zu ermitteln sowie entsprechende Lernangebote zu entwickeln. Kompetenzmodelle, welche die Handlungsanforderungen in bestimmten Situationen strukturieren, können als Grundlage für die Entwicklung von Programmen und Angebote…
Grundlegend für die Argumentation ist ein Begriffsverständnis, das unter Werten »große Prinzipien« versteht. Die Arbeit von Bildungseinrichtungen beruht auf Werten in diesem Sinne, kann sie aber nicht selbst garantieren. Deshalb kommt es darauf an, Werte sowohl im internen Diskurs der Weiterbildung bewusst zu machen, als auch sie in Bildungsveranstaltungen ausdrücklich zu thematisieren. Diese beiden Strategien werden für sinnvoller gehalten als das Herausarbeiten einer berufsspezifischen »Ethik…
In heutigen Gesellschaftsformen wird Literalität als Voraussetzung für die Teilnahme sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich des täglichen Lebens betrachtet. Sie gilt als Menschenrecht, als Instrument der persönlichen Partizipation (empowerment). Auf internationaler Ebene besteht Konsens darüber, dass Literalität über Chancen entscheidet und den Zugang zu den heutigen Informationsgesellschaften eröffnet. Dennoch sind viele Erwachsene in Industrie- und Entwicklungsländern aufgrund ihr…