Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
In Deutschland wird die berufliche Weiterbildung strikt in drei Teilbereiche getrennt: betriebliche Weiterbildung, individuelle berufliche Weiterbildung und Weiterbildung für Arbeitslose. Nach Analyse der Autoren verhindert dies die Implementierung einer integrierten Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspolitik für Beschäftigte und Arbeitslose. Eine effektive und effiziente Nutzung der finanziellen Ressourcen (eine Kombination der Finanzierung der drei Bereiche) wird verhindert.
Soll sich die Beratung als allgemein akzeptierte Dienstleistung zu Beginn des 21. Jahrhunderts durchsetzen, sind sowohl ein grundlegender Paradigmenwechsel, als auch die damit verbundene Entwicklung nachhaltiger Beratungsangebote notwendig. Die ständige Co-Evolution von Bedürfnissen der Ratsuchenden, der Wirtschaft und der Gesellschaft verlangt spezifische Kompetenzen zur Analyse und Bewältigung multipler subjektiver Realitäten, sozialer Kontexte, nicht-linearer Kausalitäten und dynamischer Mod…
Obwohl die erwachsenenpädagogische Forschung sich ethischen Fragen nur schwerlich verschließen kann, ist bisher kaum empirisch erforscht, welche Akteursgruppen berufsethische Fragen behandeln und welche konkreten ethischen Probleme sich in der Erwachsenenbildung stellen. Die Autoren gliedern das Feld der Erwachsenenbildung in drei Bereiche von Verbänden und Organisationen und untersuchen diese auf die Frage hin, welche ethischen Standards bereits vorhanden sind und wie diese implementiert wurde…
Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer qualitativen Dissertation. Die Autorin erforschte die Akzeptanz erwachsenenpädagogischer Fortbildungen bei neben- und freiberuflich Lehrenden am Beispiel der erwachsenenpädagogischen Grundqualifikation des VHS-Landesverbandes NRW. Das eigene berufliche Selbstverständnis, das mit einem hohen Maße an Selbstreflexivität einhergeht, ist für die Frage nach der Aneignung von erwachsenenpädagogischer Lehrkompetenz weit wichtiger als z.B. die fachliche Qualifika…
Die jüngst veröffentlichte Nummer des »Berichtssystems Weiterbildung« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung markiert eine Trendumkehr: War in den vergangenen Berichtszeiträumen ein Anstieg der Weiterbildungsbeteiligung zu beobachten, so ist sie aktuell um fünf Prozentpunkte rückläufig – besonders in der allgemeinen Weiterbildung. Gründe hierfür vermutet der Autor in einem zunehmend gesellschaftlich akzeptierten Arbeitsmarktfokus von Bildung, einer Resignation gegenüber Heilsversprech…
Eine Vielzahl von Publikationen zur Netzwerkthematik beschäftigt sich mit Bedingungen der Initiierung sowie dem Management von Netzwerken. Ein bisher in der Forschung vernachlässigtes Thema stellt hingegen die Frage der Verstetigung von Netzwerkarbeit dar. Die Initiierung von Netzwerken, zumal von solchen in der Weiterbildung, erfolgt vielfach durch die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen im Rahmen von Initiativen oder Projekten. Diese Ressourcen stehen in der Regel nur für eine begrenzte Ze…
Die Wissenschaft von der Weiterbildung sieht sich in zweierlei Hinsicht durch die Qualitätsdebatte gefordert: Sie muss Kriterien entwickeln, die Qualitätsmodelle vergleichbar und aufeinander beziehbar machen. Zweitens muss sie nachdrücklich fragen, was das Spezifikum pädagogischer Qualität sein könnte. Christiane Schiersmann fordert ein stärkeres Engagement der Wissenschaft in diesen Fragen.
Der Wechsel und die Nachfolge von Leitungskräften stellen eine besondere Übergangssituation in Organisationen dar, die vielfältige Herausforderungen mit sich bringt. Wie kann das Erfahrungswissen der Ausscheidenden gesichert werden? Wie können Mitarbeitende auf die Übernahme einer Leitungsposition vorbereitet werden? Wie kann neues Personal gefunden und an die Einrichtung gebunden werden? Wie können Übergabe und Einarbeitungsprozesse organisiert werden? Um die vielfältigen Herausforderungen im …
Das Forschungsmemorandum für die Erwachsenen- und Weiterbildung (2000) stellt mit seiner Systematik der zentralen Forschungsfelder und -schwerpunkte einen wichtigen Beitrag dar, die Forschungslandschaft zu systematisieren, mögliche Kooperationen zu fördern und eine Übersicht über die Forschungsleistungen der Disziplin für Forschungsförderer wie für die Öffentlichkeit zu geben. Seit dem Jahr 2007 können sich erwachsenenpädagogische Forschungsprojekte nach der Systematik des Memorandums in eine D…
Auf der Basis eines biographischen Beispiels diskutiert dieser Beitrag das Konzept „Lernweltforschung“ für das Sample von Volkshochschulleiterinnen. Methodisches Vorgehen und theoretische Überlegungen zum Erlernen von Leitungsfunktionen werden mit der Frage nach den Erfolgsfaktoren in diesem Berufsfeld verknüpft. Lernfaktoren für bestimmte biographische Lebensphasen werden extrahiert. Lernherausforderungen basieren auf Veränderungen in der Wahrnehmung der Lernwelt in der Regel an einem anderen …