Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Die Autoren nehmen das von Josef Schrader zur Systematisierung des Weiterbildungssektors entwickelte Modell der Reproduktionskontexte zum Ausgangspunkt, um einen Beitrag zu seiner empirischen Übertragung zu leisten. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk vor allem auf die konkrete Operationalisierung der beiden übergeordneten Modelldimensionen. Anhand einer entsprechenden Re-Analyse von Anbieterdaten werden die Schwierigkeiten der operationalen Umsetzung eines theoretisch hergeleiteten Modells a…
Vorgestellt werden Teilergebnisse einer aktuellen deutschlandweiten empirisch qualitativen Untersuchung, in der soziale und regionale Differenzierung von Weiterbildungsinteressen und -verhalten in der Tradition der Milieuforschung erhoben und interpretiert wurden. Anband von drei Sozialmilieuss werden die Entwicklung von Persönlichkeitskompetenz und typische Weiterbildungs barrieren vorgestellt.
Aus Anlass der Verabschiedung des nordrhein-westfälischen Haushalts für 2004/2005 nimmt der Autor die Landesförderung der Erwachsenenbildung unter die Lupe. Aus Sicht eines katholischen Verbandes zeichnet er ein düsteres Bild kontinuierlich abnehmender finanzieller Mittel, die den Eindruck entstehen lassen, dass es sich bei der verfassungsmäßig garantierten Förderung der Erwachsenenbildung um ein Auslaufmodell handelt.
Die Fähigkeit, sich in der jeweiligen Landessprache mündlich und schriftlich zu verständigen, gilt als eine unverzichtbare Voraussetzung für Teilhabe am öffentlichen und beruflichen Leben. Die Erwachsenenbildung sieht sich vor diesem Hintergrund auch in Deutschland nicht erst aktuell mit großen Herausforderungen konfrontiert. Denn neben der Vermittlung von Sprachkenntnissen an Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete und Vertriebene, die Deutsch als Erst- oder Zweitsprache erlernen, wurde u…
Bildung und Spiel – das ist mehr als die mutmaßlich gewürfelte Schulnote, die eine Bildungsbiografie ausbremst. Spiele, das ist die These dieses Heftes, sind anders als das Leben, aber weil sie uns in Distanz zur Wirklichkeit setzen, ermöglichen die Bildung. Ihr Lern- und Bildungspotenzial entfalten sie als Computerspiel ebenso wie als Gruppen- oder Strategiespiel. Der Einsatzbereich, das zeigen die Beiträge dieses Heftes, reichen von der Alphabetisierungsarbeit bis in die betriebliche Weiterbi…
Der Beitrag fasst Anlass, Auftrag, Gegenstand, Verfahren und Ergebnisse der Evaluierung des nordrhein-westfälischen Weiterbildungsgesetzes zusammen. Dabei bezieht er auch anschließende Stellungnahmen von Auftraggeber und Verbänden mit ein. Hiervon ausgehend werden Antworten auf allgemeinere Fragen zur Evaluierung von Weiterbildungsgesetzen versucht. Für die Frage nach der Objektivität von Analyse und Ergebnissen sind die Offenlegung der Ziele und die Unabhängigkeit des Forscherteams entscheiden…
Auf Initiative der Europäischen Union sollen bis zum Jahr 2018 kohärente Verfahren zur Anerkennung von Kompetenzen entwickelt werden. In der Erwachsenen- und Weiterbildung konzentriert sich hier die Diskussion auf nicht zertifizierte Kompetenzen, die non-formal und informell erworben wurden. Konventionelle Instrumente aus Psychologie und Testtheorie stoßen bei deren Erfassung schnell an ihre Grenzen. In dieser Ausgabe stellen wir die Frage, wie Anerkennung und Validierung in erwachsenen-p…
Ist »Haltung« ein Thema in der Erwachsenenbildung? Sie sollte es sein, argumentiert der Autor – denn Erwachsenenbildung hat einen normativen Auftrag, der sich in der Haltung der Lehrenden spiegeln muss. Die aktuelle Gefährdung von Demokratie und offener Gesellschaft macht es gerade heute notwendig, Haltung zu haben und zu zeigen.
An Fallbeispielen zeigt der Autor auf, wie Wissenschaft die Praxis von Lehrkräften der Erwachsenen- und Weiterbildung unterstützen kann. Wissenschaft für Praxis zu nutzen, ist kein Wert an sich, sondern Ausdruck der Verantwortung von Lehrenden für das Lernen der Teilnehmenden.
Welche Fähigkeiten brauchen Menschen, um in Krisen und Katastrophen handlungsfähig zu bleiben? Disaster Preparedness umfasst nicht nur die organisatorische Vorbereitung auf kritische Ereignisse, sondern auch die Förderung psychischer Resilienz als zentralen Bestandteil wirksamer Vorsorge. Der Beitrag beschreibt Resilienz als Bündel adaptiver Kompetenzen, erläutert ihre Bedeutung für Bevölkerung und Einsatzkräfte und diskutiert, wie diese durch Bildungs- und Trainingsangebote gezielt gefördert w…