Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Die vom DIE bearbeitete Volkshochschul-Statistik gilt in der Weiterbildungslandschaft seit vielen Jahren als besonders detaillierte bundesweite Trägerleistungsstatistik. Nichtsdestotrotz bezeichnen Experten die Datenlage zur Weiterbildung insgesamt als äußerst lückenhaft. Es zeichnen sich neuerdings besonders in den Regionen und Kommunen Bedarfe ab, die eine Verbesserung notwendiger denn je machen. Langfristige Anforderungen werden in dem Beitrag benannt und zentrale Voraussetzungen für die Akz…
Die Autorin beschäftigt sich mit den Tendenzen der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung, insbesondere zu Differenzierung und Kooperationsformen der beiden Weiterbildungsbereiche.
Die Beteiligung Erwachsener am Lebenslangen Lernen entspricht bei Weitem nicht den Erwartungen, die mit dem Programm verbunden sind. Gründe dafür sind vielfältig und unterschiedlich. Unsere These ist, dass sich Erwachsene in ihren Lernaktivitäten an Lebensphasen orientieren. Die Beteiligung an institutionalisierten Lernarrangements von Weiterbildung ist demnach weniger eine Sache der Akzeptanz Lebenslangen Lernens, sondern vielmehr eine, die in Bezug auf soziokulturelle Erwartungsmuster lebensp…
Die Gestaltung von Angeboten stellt die zentrale Aufgabe der Programmplanenden in der Erwachsenenbildung dar. Im Bereich Finanzielle Grundbildung gibt es bisher kaum Angebote und didaktische Grundlagen. Daher wird gefordert, Kompetenzanforderungen für Finanzielle Grundbildung zu ermitteln sowie entsprechende Lernangebote zu entwickeln. Kompetenzmodelle, welche die Handlungsanforderungen in bestimmten Situationen strukturieren, können als Grundlage für die Entwicklung von Programmen und Angebote…
Bildungsveranstaltungen sollen Wert schaffen, nachhaltig wirksam sein in der Zeit „danach“. Auch wenn „Wert“ höchst Unterschiedliches meinen kann, immer geht es in der Bildungsarbeit um „Wertschöpfung“. Hinterher muss etwas besser sein als vorher. Dieser Artikel will zeigen, dass für eine wertschöpfende Bildungsarbeit eine Kette von didaktischen Entscheidungen reflektiert und gestaltet werden muss. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der „Nach-Kurs-Phase“, die auf der didaktischen Landkarte der …
Öffentlich finanzierte Erwachsenenbildung hat nur selten zur Mehrung von Bildungsgerechtigkeit beigetragen. Oft genug profitierten jene, die ohnehin schon breit an Bildung und Beruf teilhatten. Dies zeigt der Autor in einem Durchgriff durch die deutsche Nachkriegsgeschichte der Weiterbildung, innerhalb derer er mehrere Konjunkturen der Mittelverteilung identifiziert. Zunächst adressierte die Erwachsenenbildung Bildungsbeflissene, bevor im Zuge der »realistischen Wende« sozialpolitisch motiviert…
Der Beitrag fokussiert Herausforderungen, die das Inklusionsparadigma an Angebotsplanung und –realisierung richtet. Es werden vier strategische Herangehensweisen vorgestellt, die den Einstieg in eine inklusive Erwachsenenbildung erleichtern können. (1) Vorhandene Angebote sind für Menschen mit Behinderungen grundsätzlich besser zugänglich zu machen. (2) Der Bereich kultureller Bildung kann als besonders prädestiniert fokussiert werden. (3) In Angebotsformen für Lerngruppen mit großer Heterogeni…
Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben – mit weitreichenden Folgen für Alltag, Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Teilhabe. Diese Menschen sind einem erhöhten Risiko sozialer Exklusion ausgesetzt und haben deutlich geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das 2024 gestartete Kompetenzzentrum GrundbildungsPFADE möchte dazu beitragen, diese Situation zu ändern: Es begleitet zehn Modellprojekte dabei, regionale Netzwerke zu entwickeln, die statt …
An Fallbeispielen zeigt der Autor auf, wie Wissenschaft die Praxis von Lehrkräften der Erwachsenen- und Weiterbildung unterstützen kann. Wissenschaft für Praxis zu nutzen, ist kein Wert an sich, sondern Ausdruck der Verantwortung von Lehrenden für das Lernen der Teilnehmenden.
Debatten sind das »Lebenselixier der Demokratie« – so überschreibt Benedikt Widmaier sein »Stichwort«. Damit Debatten und gesellschaftliche Diskurse einlösen können, was ihnen an Demokratie stärkender, fördernder, gar schaffender Wirkung nachgesagt wird, reicht es nicht aus, die eigene Meinung kundzutun, zu posten oder zu tweeten. Dies gilt besonders in den sozialen Medien, so dass Caja Thimm eine »digitale Werteordnung« fordert. Dass wir Räume für konstruktiven Streit benötigen (Thomas Krüge…