Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Vor dem Hintergrund aktueller großräumiger Trends setzt sich die Autorin mit der Steuerung räumlicher Entwicklungsprozesse sowie den Chancen und Potenzialen von Netzwerken der Erwachsenenbildung für die regionale Entwicklung auseinander.
Zum Themenschwerpunkt »DIY – Do It Yourself« Ob Stricken, Fotografieren oder Brot backen: Selbermachen ist angesagt. Gelernt wird es nicht nur in der Erwachsenenbildung, sondern auch mithilfe von Ratgeberliteratur oder über Youtube. Dieses handwerkliche Lernen erfolgt bisher unbeachtet von der erwachsenenpädagogischen Diskussion – zu Unrecht. In diesem Heft gehen wir verschiedenen Fragen nach: Wer lernt was und an welchem Ort? Wie viel Anleitung benötigt und verträgt Selbermachen? Bestätigt od…
Seit Jahrzehnten wird Krisenvorsorge im Gesundheitssektor als technisch-institutionelle Aufgabe begriffen. Die Bevölkerung wird dabei meist übersehen – obwohl sie die Schlüsselressource in jeder Krise ist. Und diese Ressource lässt sich bilden. Wortwörtlich. Warum Information während der Pandemie nicht ausreichte, um Panik und Verharmlosung zu verhindern – und was Deutschland von Finnlands „Comprehensive Security“ lernen kann, wo Medienkompetenz offiziell als Verteidigungsinstrument gilt.
8.725 antisemitische Vorfälle registrierte RIAS (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) 2025 – nahezu unverändert zum Vorjahr, auf historischem Höchststand. Reuven Konnik liest Antisemitismus als Seismograph für den Zustand der Demokratie und sieht Potenzial darin, traditionellen jüdischen Diskurs als Übung für eine resiliente Gesellschaft auszulegen. Mit der Akademie für Jüdische Ethik und Demokratie in Rheinland-Pfalz stellt er eine neue Institution vor, die genau das umsetzt.
Forschungsleistungen der Erwachsenenbildung sind bislang nur unvollständig und über zahlreiche Datenquellen verteilt sichtbar. Der Bericht untersucht bestehende Informationsangebote und zeigt Grenzen hinsichtlich Vollständigkeit, Zugänglichkeit und technischer Anschlussfähigkeit auf. Um Forschung langfristig besser sichtbar und für Wissenschaftsforschung nutzbar zu machen, sollten vorhandene Infrastrukturen stärker verknüpft, persistente Identifikatoren wie ORCID systematisch genutzt und ein ko…
Die Frage, was aus der Geschichte für die Zukunft gelernt werden kann bzw. ob eine Beschäftigung mit ihr zukunftsfähige Lernprozesse anregt, wird kontrovers diskutiert. In ihrem Beitrag vertritt Christine Zeuner die Auffassung, dass die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen insbesondere zur Aneignung historischer Kompetenz (Negt, 2010) und zur Entwicklung einer kollektiven Erinnerungskultur (Assmann, 2016) führen kann und die Entfaltung einer kollektiven professionellen Identität bei …
In der Diskussion über Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft wird häufig eine Dis-tanz zwischen den beiden Bereichen festgestellt. Im Gespräch erläutert Prof. Dr. Dr. h. c. Rolf Arnold, Seniorprofessor für Pädagogik an der TU Kaiserslautern, inwiefern es je-doch nicht nur Distanz, sondern auch Involviertheit gibt – und warum es sinnvoll sein kann, auf den Transferbegriff zu verzichten. Das Gespräch führte Dr. Lars Kilian.
Im Interview mit weiter bilden spricht sich die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, für die Vernetzung bestehender digitaler Bildungsplattformen aus – und erteilt damit der aus dem MILLAKonzept stammenden Idee eines »Netflix für Bildung« eine Absage. Auch andere Vorhaben aus dem Feld der Bildungspolitik werden zurzeit unterschiedlich bewertet (s. die Beiträge zur Nationalen Weiterbildungsstrategie aus Sicht der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite). Und manche Folgen kürzl…
Nicht erst in den vergangenen drei Jahren ist die Arbeitsmarktintegration (neu-)zugewanderter Menschen ein politisches wie gesellschaftliches Kernziel. Die Angebote dazu sind vielfältig und gleichzeitig oft unübersichtlich. Nicht nur deshalb kommt der (Bildungs-)Beratung eine große Bedeutung zu. Die Vernetzung und Kooperation verschiedener lokaler Akteure, so zeigt der Autor anhand zweier Fallbeispiele, kann dazu beitragen, Synergien freizusetzen und erfolgreiche, niedrigschwellige Beratungsang…