Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Beitrag geht von einer dialektischen Wechselbeziehung zwischen Biographie und Gesellschaft aus. Die Autoren entwickeln eine analytische Kategorie, um die Prägung bildungspolitischer Rahmenbedingungen durch die beruflichen Leistungen einzelner Akteure begrifflich besser erfassen zu können. Im Zentrum stehen die Lebensgeschichten von zwei zentrale Figuren in der Entwicklung der hessischen – wenn nicht sogar der deutschen – Geschichte der Erwachsenenbildung: Walter Korn und Rudi Rohlmann.
Rassismus ist als gesellschaftliches Phänomen und Problem wieder verstärkt in den Blick geraten. Auch in der Erwachsenen- und Weiterbildung kann und sollte genauer hingeschaut werden – zum einen, ob und wie sie selbst von Rassismus und rassistischen Strukturen betroffen ist; zum anderen, wie sie helfen kann, eine fundierte Haltung gegen Rassismus und Ausgrenzung zu entwickeln. Darüber sprach Redakteur Jan Rohwerder mit Prof. Dr. Alisha M.B. Heinemann, Professorin für Bildungsverläufe und Divers…
Die Trendanalyse des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung ist eine Bestandsaufnahme zum Status quo der Weiterbildung. Sie trägt – nun zum zweiten Mal – die empirischen Daten aus den verschiedenen verfügbaren Quellen und Statistiken zusammen, um Entwicklungslinien in der Weiterbildung zu identifizieren und zu interpretieren. Ausgewertet wurden die aktuellen Trends in den Bereichen Angebots- und Teilnahmestrukturen, Einrichtungen, Personal, Finanzierung. Neu sind vor allem die Darstellunge…
Wie können Weiterbildungseinrichtungen gezielt Teilnehmende aus bestimmten sozialen Milieus gewinnen? Wie können zielgruppenspezifische Angebote erfolgreich konzipiert und durchgeführt werden? Was kann dieser Ansatz dazu beitragen, Weiterbildungsteilnahme insgesamt zu erhöhen? Auf diese Fragen antworten die Forschergruppen von Rudolf Tippelt und Heiner Barz mit der Strategie des "Milieumarketings". In diesem Band widmen sie sich speziell der Frage, wie milieu- und zielgruppenspezifische Ange…
Individualisierungstendenzen haben zu einer Pluralisierung von Lebenslagen, Lebensphasen und Lebensstilen geführt. Entgrenzung im Blick auf die Teilnehmerschaft zeigt sich in der Diversifizierung der Teilnehmerschaft in Bezug auf Lebenslagen (vertikale Entgrenzung), auf Lebensphasen (zeitliche Entgrenzung) und Lebensstile (horizontale Entgrenzung). Das Konzept der sozialen Milieus als integrativer Ansatz vermag Entgrenzungstendenzen abzubilden und gleichzeitig mit seinen Instrumentarien auf ein…
Die Policymetapher " Weiterbildung für alle" stellt eine Herausforderung an die Wissensbildungsprozesse in der Weiterbildung und der Sonderpädagogik dar. Sie führt Aspekte der Behinderung und Benachteiligung vom Rand ins Zentrum der Theorieprobleme. Die Frage ist, wie die Weiterbildung und die Sonderpädagogik mit dem veränderten öffentlichen Problemhorizont umgehen (können). Es wird untersucht, wie die beiden erziehungswissenschaftlichen Teilgebiete ihren je spezifischen Problemzuschnitt wählen…
Aufgrund empirischer Ergebnisse, die derzeit auf subjektwissenschaftlicher Basis zum E-Learning vorliegen, möchte ich Fragen an medien- und erwachsenendidaktische Anordnungen aufwerfen. Zugespitzt stelle ich diese Fragen anhand der "Brennglas-These" zur Diskussion. Dabei ist zu klären, welche Charakteristika eine spezifisch mediendidaktische Diskussion rechtfertigen. Da diese spezifischen Gründe die empirisch aufgeworfenen Probleme nicht lösen, soll eine gesonderte Mediendidaktik dann zurückges…
In den vergangenen 15 Jahren sind in (erwachsenen-)pädagogischen Kontexten vielfältige Verfahren entwickelt worden, um formal, non-formal und informell erworbene Kompetenzen zu validieren und somit im Sinne des Lebenslangen Lernens nutzbar machen zu können. Trotz der Entwicklung, Erprobung und Evaluation entsprechender Verfahren sowie prozessbegleitender Forschungsarbeiten und prozeduraler Klärungsprozesse, ist eine flächendeckende Implementierung nicht zu beobachten. Aus diesen Erkenntnissen k…
Die Netzwerkanalyse als eine empirische Untersuchungsmethode zur Erfassung sozialer Beziehungen erfährt gegenwärtig eine zunehmende Verbreitung in verschiedenen Disziplinen und Feldern. In dem Beitrag werden netzwerkanalytische Ansätze als Bezugs- und Analyserahmen für Forschungsarbeiten im Feld der Weiterbildung beleuchtet. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die Entwicklung angemessener Untersuchungskonzepte gelegt. Abschließend wird auf die spezifischen Rezeptionsbarrieren netzwerkanalytisch…