Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Die in diesem Beitrag vorgestellte subjektwissenschaftliche Theorieperspektive thematisiert Lernhandlungen vom Standpunkt des Lernsubjekts. Lernen wird dabei nicht als eine abhängige Variable von Lehre gefasst, sondern als subjektiv begründetes Handeln, das auf Interessen, Bedürfnissen und Befindlichkeiten basiert, die Lernende vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Bedeutungskonstellationen entwickeln. Diese Sichtweise auf Lernen impliziert einen Perspektivwechsel: Lernhandeln ist weder herste…
Fachdidaktik ist die fachbezogene Schwester der allgemeinen Didaktik. Als Lehre von der Vermittlung einer bestimmten Sache legitimiert sie sich über deren Eigenwert. Mathematik lehrt man anders als Religion. Aber wie wichtig ist die »Sache« in der heutigen Erwachsenenbildung? Wer benötigt Fachdidaktik, wenn es nicht mehr um die Sache, sondern um Kompetenzen geht? Ist es dann überhaupt ein Problem, dass das Erwachsenenpädagogische Personal immer querschnittskompetenter wird? Ja, denn es droht d…
Welche Kompetenzen sind in der Praxis der politischen Bildung relevant? Dies diskutieren die Autorin und der Autor mit Blick auf die Lernenden und die Lehrenden und analysieren dabei aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die die Kompetenzfrage beeinflussen.
Lehrkräfte bilden die zahlenmäßig größte Gruppe der Praktiker in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Sie firmieren je nach Handlungsfeld als Trainerinnen, Dozenten, Teamerinnen, Lernbegleiter oder Kursleitende. Ungeachtet ihrer Bedeutung für die Qualität der Lehr-Lernprozesse und ihrer Funktion als Repräsentanten der Einrichtungen gegenüber den Teilnehmenden standen sie lange nicht im Fokus der Bemühungen um Professionalisierung und Professionalitätsentwicklung. Im Zuge aktueller Projekte rücke…
Gegenwärtig wird an vielen Orten eine stärker evidenzbasierte pädagogische Praxis eingefordert. Zentral ist dabei, wie pädagogische PraktikerInnen von sich aus mit wissenschaftlicher Evidenz umgehen. Bisherige Befunde verweisen auf vielfältige ‚Implementationsbrüche‘. Noch weitestgehend unklar ist insbesondere, wie evidenzbasierte Implementationsangebote von pädagogischen PraktikerInnen überhaupt wahrgenommen und anhand welcher Begründungszusammenhänge sie rezipiert werden, wenn PraktikerInnen …
Deutschland und die Schweiz haben unterschiedliche Strukturen der Aus- und Weiterbildung des Personals in der Erwachsenen-/Weiterbildung. Wahrend sich in Deutschland hauptsachlich eine akademische Professionalisierung etabliert hat, die auf disponierende, konzeptionelle und leitende Aufgaben ausgerichtet ist, sind die Abschlüsse in der Schweiz im Bereich der höheren Berufsbildung angesiedelt (Tertiär B): Eine methodisch- didaktische Grundqualifikation (SVEB-Zertifikat) wurde für nebenberuflich …
In heutigen Gesellschaftsformen wird Literalität als Voraussetzung für die Teilnahme sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich des täglichen Lebens betrachtet. Sie gilt als Menschenrecht, als Instrument der persönlichen Partizipation (empowerment). Auf internationaler Ebene besteht Konsens darüber, dass Literalität über Chancen entscheidet und den Zugang zu den heutigen Informationsgesellschaften eröffnet. Dennoch sind viele Erwachsene in Industrie- und Entwicklungsländern aufgrund ihr…
Bildungstechnologie, so Isabell Grundschober im Stichwort, sollte didaktisch so ausgerichtet und eingesetzt werden, »dass Lernprozesse unterstützt werden und die Lernenden ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen in konkreten Situationen besser einsetzen können.« Neben Beiträgen zur Qualitätsfrage von digitalen Technologien (Schmidt-Hertha), zur Situation der EdTech-Branche (Schmid), zur Professionalisierung der Bildungstechnologie (Weinberger & Niegemann) und zur Zukunftstechnologie Blockc…