Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Beitrag von Peter Faulstich und Gernot Graeßner basiert auf einem Text, der für die Veröffentlichung im „Datenreport Erziehungswissenschaft 2006“ (Reihe „Schriften der DGfE“, VS Verlag für Sozialwissenschaften) vorgesehen ist. Die Autoren analysieren die Ergebnisse einer Erhebung zum aktuellen Stand der Hauptfach-Studiengänge Erziehungs- und Bildungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Sie zeigen, dass die europaweite Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse (Bologna-…
Die Erwachsenenpädagogik ist durch lineare Legenden geprägt. Zu diesen zählen die ihr impliziten Lebenslaufmodelle. Sie sind – wie in einem ersten Schritt der vorliegenden Betrachtungen gezeigt werden soll – Beschreibungen der aufbrechenden Biografie, ihnen entgeht der Aspekt des zuende gehenden Lebens. Aus diesem Grunde transportieren ihre Begründungen häufig ein nur halbiertes Bild vom Erwachsenen. Erwachsene erscheinen als zeitlose und prinzipiell entwicklungsoffene Wesen, deren „Unbelehrbar…
In der Erwachsenenbildung - aber nicht nur in dieser Profession - werden humanistische Psychologie, Chaostheorie, Konstruktivismus, Modernisierungstheorie u. a. vielfach normativ aufgeladen. Dadurch aber sind sie nicht mehr Theorien zur Erklärung sondern Anleitungen zur Gestaltung sozialer Wirklichkeit, nämlich der Weiterbildung. Im Gegensatz dazu geht es mir hier um das System der Relationen, in das Subjekte verflochten sind, wenn sie in einen formalisierten Lernprozess eintreten. Ich gehe von…
Auf der empirischen Basis von Interviews lotet der Beitrag aus, wie Individualreisende Widerfahrnisse ‚bildender Erfahrung‘ thematisieren. Während Reisende, die das Volk der Dogon in Mali besucht haben, die Erfahrung einer unzugänglichen Fremdheit machen, ist für Reisende nach Ladakh eher die Andersheit des Erlebten irritierend, die sie über ihr eigenes Erleben reflektieren lässt. Beiden Formen der Erfahrung lässt sich eine bildende Qualität zuschreiben.
Diese Ausgabe des REPORT enthält Beiträge zum Verhältnis von Medien und Erwachsenenbildung, zu biographischen und generationsspezifischen Aspekten von Mediennutzung sowie zur Mediennutzung innerhalb und außerhalb von Bildungswelten. Fragen zur Veränderung der gesellschaftlichen Funktion von Bildung durch das Aufkommen der neuen Medien werden näher beleuchtet wie auch Fragen zu neu zu entwickelnden didaktischen Verfahren und zu Veränderungen der Wahrnehmungs-, Lern- und Motivationsstrukturen der…
Ehrenamtliches Engagement ist fest und notwendig in unseren gesellschaftlichen Strukturen integrativ verankert. Es zu fördern, setzt ein Verständnis davon voraus, wer sich engagiert und warum. Dieser Artikel zeigt anhand der PIAAC- und CiLL-Daten, dass nicht das Alter Engagement bestimmt. Ein bedeutender Faktor für die Aufnahme von ehrenamtliche Tätigkeiten ist Bildung, auch im Erwachsenenalter in Form von non-formalen Lernaktivitäten.
PIAAC zeigt die Defizite in den Grundkompetenzen der erwachsenen Bevölkerung auf. Um dieses Problem, das auch den Arbeitsmarkt betrifft, zu bewältigen, plädiert die Autorin für die Einrichtung eines Bundesamts zur Grundbildungssicherung. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Arbeitssuchende sowie prekär Beschäftigte erhalten dort die Chance, vom Bund finanzierte Weiterbildungskurse zu besuchen.