Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Im Kontext internationaler Vergleichsstudien und der Debatten um selbstorganisiertes und selbstgesteuertes Lernen sind biografische Aspekte zunehmend in das Blickfeld der Lehr-Lern- und Bildungsforschung geraten. Zur Erhellung der wechselseitigen Beziehung von Bildung und Biografie werden in diesem Heft unterschiedliche theoretische Zugänge gewählt und aktuelle empirische Erkenntnisse der Biografieforschung vorgestellt.
Seit zwanzig Jahre gibt es Männerforschung und zu Beginn der 1990er Jahre galt sie sogar als „hot topic“. Was ist daraus geworden? Es gibt genug Gründe, ein Heft zu diesem Thema zu machen. Denn hartnäckig hält sich die Vorstellung einer Norm von Männlichkeit, während sie sich in der gesellschaftlichen Realität offensichtlich längst überlebt hat. Für die Erwachsenenbildung öffnen sich daraus vielfältige Aufgaben und Fragestellungen. Das Heft versammelt Aufsätze zu den Themen: Geschlechterdemokra…
Die Weiterbildung befindet sich in ungewissen Zeiten in einem Umbruch. Aktuelle Stichworte sind die zu beobachtende Deinstitutionalisierung verbunden mit einem Bedeutungszuwachs selbstgesteuerter und non-formaler bzw. informeller Lernprozesse, der Ersatz des Bildungsbegriffs durch den Lernbegriff, die Betonung der Eigenverantwortung der Lernenden für die Gestaltung ihrer Lernbiografie sowie die Frage der Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen. Diese Erosion des Weiterbildungsfeldes kan…
Die öffentliche Finanzierung für Erwachsenenbildung verlagert sich immer mehr von institutioneller Förderung zu projektförmiger Drittmittelförderung. Das Heft informiert nicht nur über neue Töpfe (neue europäische Fördergeneration!), sondern fragt kritisch nach den organisationalen Wirkungen dieser Umsteuerung. Im Produktionsbereich wurde vor Jahren das Bild der atmenden Fabrik als innovatives Organisationsmodell diskutiert, das auf wechselnde Auftragslagen adäquat reagieren kann. U. Witthaus …
Die Neuausrichtung der beruflichen Weiterbildung durch die Hartz-Gesetze mit der Einführung von Bildungsgutscheinen, der drastischen Kürzung der Ausgaben für berufliche Bildung und ergänzenden geschäftspolitische Weisungen durch die Bundesanstalt für Arbeit tragen zu einer Ausweitung der Arbeitslosigkeit bei: Weiterbildungsträger müssen Kurse streichen, schließen Niederlassungen und entlassen Beschäftigte, Besitzer von Bildungsgutscheinen bleiben ohne Weiterbildungsmöglichkeiten. Die arbeitsamt…
Der Beitrag untersucht aus bildungspolitischer Sicht, wie die Bewältigung von Übergängen zwischen Bildungsbereichen begleitet werden kann. Hierzu erinnert die Autorin, Bildungsministerin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, an die Maßnahmen, die im Zuge ihrer Präsidentschaft in der bundesdeutschen Kultusministerkonferenz 2004 beschlossen worden sind. Danach wurde die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung verbessert und der Überstieg zur Hochschule für Frühstudierende erleichtert. Schließlic…
Heino Apel vertritt drei Thesen: „1. Es gibt eine Tendenz zur ‚Multimediatisierung’ von Wissensrepräsentationen. 2. Die Konstruktion von Wissenspräsentationen ist wesentlicher Bestandteil in Lernprozessen. 3. Es liegt eine Chance reicherer, zeitadäquaterer Ausdrucksmöglichkeiten in multimedial aufbereiteten Informationen.“ Demzufolge sollten multimediale Präsentationen in Unterrichtskonzepte einbezogen werden. Apel unterscheidet dabei drei Phasen: Wahrnehmung, Implementation und Gestaltung. Anh…
Lebenslanges Lernen als bildungspolitisches Primat setzt eine Flexibilisierung von Lernorten und Lernwegen im Sinne bedarfsorientierter Arrangements voraus. Die in Zukunft prognostizierbaren steigenden Qualifikationsanforderungen im Beschäftigungssystem rücken die Hochschulen als Lernort in den Mittelpunkt, wobei sich akademische Lernangebote angesichts des drohenden Bevölkerungsrückgangs neuen Zielgruppen öffnen sollten. Dieser Beitrag widmet sich der wissenschaftlichen Weiterbildung und nimmt…
H.-J. Lenz stellt eine negative Diagnose für den Zustand der geschlechtssensibilisierenden Männerbildung: Eingezwängt zwischen herrschender Männlichkeit, marginalisierter, sich selbst zersplitternder Männerbewegung und den nach gesellschaftlich-politischer Teilhabe strebenden Frauen. Er definiert Männerbildung als herrschaftskritischen Bewusstwerdungsprozess, gegen den sich starke Widerstände bilden. Im Gender-Mainstreaming-Prozess gibt es aber auch Chancen auf neue Impulse für die Männerbildu…