Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Sowohl die Frauenbewegungen um 1900 als auch die feministischen Aufbrüche seit Ende der 1960er Jahre waren eng mit Bildungsfragen verbunden. Dieser Beitrag markiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bewegungen in Bezug auf Bildung. Für beide Bewegungen ist Bildung, so die Autorin, ein Politikum. Bildungsprozesse in frauenbewegten Kontexten kennzeichnet sie als »spezifische Grenz-Erfahrungen«, und die Auseinandersetzung mit diesen Grenzen dauere auch heute noch an.
Ausgehend von einigen zeitgenössischen internationalen Einflussnahmen auf nationale Bildungspolitiken diskutiert der Beitrag die Wechselwirkung von Steuerungspraxis und Bildungsforschung, hier insbesondere der indikatorengestützten Bildungsberichterstattung. Zunächst tastet der Autor Relevanz und Angriffspunkte internationaler Interventionen ab. Vor dem Hintergrund der nationalen Selbstbestimmung in Fragen der Bildung betont er die Bedeutung nationaler Bildungsberichterstattung und der Berücksi…
Die Dokumentation beinhaltet Zusammenfassungen der Beiträge und Diskussionen der Veranstaltung „Mehr Vergleichbarkeit in der institutionellen Weiterbildungsstatistik“ des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) im April 2008. Eingeladen waren v. a. Vertreter/innen der Länder und der Weiterbildungspraxis, um Bedingungen und Ansätze der Harmonisierung von Merkmalen zur Erhebung institutioneller Strukturen, der Personal- und Finanzsituation sowie der Leistungen von Weiterbildungseinrichtu…
Das Planungshandeln in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren stark ausdifferenziert. Planungsvorgänge bewegen sich heute in hybriden, intermediären Strukturen. Sie haben sich einerseits an Qualitätsmanagementsystemen und erweiterten Marketingkonzepten, andererseits an den Erfordernissen eines bildungsbereichsübergreifenden lebenslangen Lernens zu orientieren. Angebotsplanung verlangt also differenziertes Können und begründetes Handeln mit theoretischer und empirisc…
Die zentrale These von Rosemarie Kleins Impulsreferat im Rahmen des DIE-Forums „Die unvollendete Professionalisierung der Lehrenden in der Weiterbildung“ (Bonn, 10. bis 11. Oktober 2006) lautet: „Die Veränderungen in den Aufgaben- und Kompetenzspektren der Lehrenden in der Weiterbildung sind unterschiedlich, vielfältig und von zwei grundlegenden Tendenzen geprägt: von De-Professionalisierung und Professionalisierung.“ In ihren Ausführungen bezieht sie sich auf das Feld der beruflichen Weiter…
Welche Implikationen hat die laufende GATS-Verhandlungsrunde für den Bildungsbereich?. Wenngleich die WTO-Ministerkonferenz in Hongkong im Dezember 2005 keine Entscheidungen für den Dienstleistungsbereich ergeben hat, so sind doch Positionierungen der Teilnehmerstaaten – darunter die EU – im Vorfeld und Nachhall der Tagung interessant. Wenn die »Doha-Runde« 2007 ausläuft, müssen neue Angebote zur Liberalisierung vorliegen. Der Autor beobachtet die Verhandlungen im Auftrag des Bundesrates und or…
Im vorliegenden Beitrag wird der Schlussbericht der Expertenkommission Finanzierung Lebenslangen Lernens mit einem Feuerwerk verglichen: Er hat für kurzfristige Begeisterung und Aufmerksamkeit gesorgt. Was ist zu tun, damit die Ideen nicht verpuffen sondern Chancen auf deren Umsetzung erhalten bleiben? Der Autor fordert die Weiterbildungsakteure auf, sich der Argumente des Berichts („öffentliches Interesse“, „mehr Investitionen nötig“, „Nachfragesouveränität erhöhen“) offensiv zu bedienen und i…
Der Autor entlarvt »Bildung für nachhaltige Entwicklung« als Worthülse, die als Marke in der Öffentlichkeitsarbeit versagt. Nicht einmal die Lehrenden wüssten, was sich genau inhaltlich dahinter verberge. Per Dekret werde hier ein orientierendes Konzept von Politik und Verwaltung verordnet, dem Praktiker mit großer Reserviertheit begegnen. Letztlich sei BNE nichts anderes als zeitgemäße Bildung schlechthin.