Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
H.-J. Lenz stellt eine negative Diagnose für den Zustand der geschlechtssensibilisierenden Männerbildung: Eingezwängt zwischen herrschender Männlichkeit, marginalisierter, sich selbst zersplitternder Männerbewegung und den nach gesellschaftlich-politischer Teilhabe strebenden Frauen. Er definiert Männerbildung als herrschaftskritischen Bewusstwerdungsprozess, gegen den sich starke Widerstände bilden. Im Gender-Mainstreaming-Prozess gibt es aber auch Chancen auf neue Impulse für die Männerbildu…
Dieser Aufsatz geht der Frage nach, welchen Beitrag eine Hochschule zur Gestaltung der lokalen Bildungslandschaft leisten kann. Am Beispiel der Bildungslandschaft Biberach und der dort ansässigen Hochschule zeigt er auf, wie die regionale Bildungslandschaft gemeinsam mit öffentlichen und industriellen Partnern gestaltet werden kann.
Seit Jahrzehnten ergeht der Auftrag an die Weiterbildungspraxis, mehr zu kooperieren. Diese Rhetorik ist durch Förderstrukturen immer relevanter geworden. Wer nicht kooperiert, hat Nachteile im Wettbewerb um öffentliche Mittel. Doch wie können Kooperationen als echte strategische Option aufgefasst werden, und wie können Erfolgschancen erhöht werden? Claus Leggewie sagt im Interview: indem die Strategie nicht im Vordergrund steht.
Wie bei einem Eisberg ist auch von den Leistungen der Weiterbildung ein beträchtlicher Teil recht unsichtbar für die öffentliche Wahrnehmung. Hierzu zählen die Aktivitäten zur Ermöglichung von Übergängen im Bildungssystem. Der Autor hat im Rahmen einer Dissertation die Anzahl von Zertifikaten und Abschlüssen abgeschätzt, die die bundesdeutsche Weiterbildung jährlich erbringt. Das Volumen ist mit 720.000 beträchtlich. Weiterbildung hat sowohl kompensatorische als auch komplementäre Funktionen ge…
Das Thema Ökonomische (Grund-)Bildung hat in den letzten Jahren zunehmend Auftrieb erhalten und ist auch in der Erwachsenen- und Weiterbildung angekommen: Mit der Integration ökonomischer Bildung in Literacy-Diskurse ist sie weiterbildungspolitisch in den Erwartungshorizont an öffentliche Daseinsvorsorge eingezogen. Das Heft führt in die Debatte um ökonomische Erwachsenenbildung ein und gibt einen Überblick über bereits bestehende Praxis in diesem Bereich.
Vor dem Hintergrund allgegenwärtiger Bekenntnisse zur Bedeutung des lebenslangen Lernens beleuchtet der Beitrag den Rückgang der öffentlichen Weiterbildungsfinanzierung in den letzten 20 Jahren um 41 Prozent. Die niedrigen Teilnahmequoten von Geringqualifizierten und atypisch Beschäftigten an Weiterbildung geben Anlass, wieder mehr öffentliche Investitionen zu tätigen. Diese sollten für Bildungsberatung, Qualifikation und Professionalität des Personals und ein Anerkennungssystem für Kompetenzen…
Das BMBF-Programm „Lernende Region – Förderung von Netzwerken“ soll die Kräfte in den Regionen bündeln helfen und zu mehr Innovation, Flexibilität und nachhaltigen Kooperationen zwischen regionalen Akteuren führen. Der Leiter des zuständigen Referats beim BMBF Klaus Luther betont im Interview, dass der regionale Fokus vor allem eine stärkere Orientierung an Nutzergruppen bewirken soll. Das Heft beleuchtet die Rolle der Erwachsenenbildung in diesem Prozess: Fürst betont z.B. die funktionale Str…
Wissenschaftliche Weiterbildung steht vor der Herausforderung, auf heterogene Zielgruppen reagieren und sich im konkurrierenden Weiterbildungsmarkt positionieren zu müssen. Um nachfrageorientiert Weiterbildungsprogramme planen zu können, benötigt sie Wissen über den Bildungsbedarf ihrer Adressaten. Produktkliniken als eine innovative Methode der Marktabklärung bieten die Möglichkeit, Adressaten in die Programmgestaltung mit einzubeziehen, ihren Bildungsbedarf zu erheben und Positionierungschanc…
Bildung ist eine Qualität – Geld eine Quantität. Manchmal scheint es, als stände sich die Erwachsenenbildung selbst im Weg, wenn sie Geldfragen als Widerspruch zum humanistischen Bildungsgedanken betrachtet und die Debatte Finanzexperten überlässt. Das Heft diskutiert Finanzmodelle lebenslangen Lernens unter bildungspolitischen und erziehungswissenschaftlichen Aspekten (Timmermann, Paape und Grünwald/Moraal) und beleuchtet die Praxis von EU geförderten Programmen (Theessen). Im Gespräch be…
Bildungsberatung gilt seit Langem als Eckpfeiler eines funktionierenden Systems lebenslangen Lernens. Die Frage nach den Wirkungen von Beratung ist indes noch nicht gut erforscht. So rücken Fragen der Nutzenstiftung von Beratung in den Mittelpunkt: Welche Wirkungen hat Weiterbildungsberatung auf die Weiterbildungsbeteiligung? Nutzen Bildungsanbieter Erkenntnisse aus der Beratung zur Entwicklung ihrer Programmplanung? Welche Zufriedenheit generieren Beratungsstellen bei den Ratsuchenden?