Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Im Rahmen eines empirischen Längsschnittforschungsprojekts werden die Prozesse und Wendepunkte der Weiterbildungspraxen im geschlechtstypischen Lebenszusammenhang dokumentiert und diskutiert. Die Erhebung belegt eine geschlechtstypische Änderung des (Weiter-) Bildungsverhaltens von Männern und Frauen, wenn sie Väter und Mütter werden: Die Weiterbildungsbeteiligung von Vätern nimmt enorm zu, die der Mütter reduziert sich erheblich. Angesichts der Tatsache, dass Frauen mit der Sollbruchstelle Mut…
Der Beitrag fragt nach der Beziehung neuer BA/MA-Graduierungen zum System traditioneller Universitäten, das in Deutschland mit dem Namen Wilhelm von Humbodts verbunden wird. Weil die Universität schon immer auch Ausbildungsfunktionen übernommen hätte, könnte die heutige Reform durchaus durch die klassische Universitätsidee legitimiert werden. Nach einem Kurzabriss des Bologna-Prozesses und unter Berücksichtigung disziplinärer Fragestellungen der Erwachsenenbildung resümmiert der Autor die erfol…
Der Beitrag sichtet Erfahrungen in Bezug auf Absolvent/inn/en erziehungswissenschaftlicher BA- und MA-Studiengänge in Bochum. Zum Bachelor: Die Absolventenquote liegt mit 60 Prozent weit oberhalb der früheren Quoten – etwa im Magisterstudiengang. Während etwa die Hälfte der Absolventen das Studium in Bochum fortsetzt, münden andere unmittelbar in den Arbeitsmarkt ein. Sie finden Anstellungen im weiteren Umfeld der Erwachsenenbildung. Für die Aufnahme des Master-Studiums ist oft das Motiv leiten…
Die Polemik gegen die Studienreform beginnt bei ihrem Absolutheitsanspruch und der Ableitung eines »Diplom-Verbots« aus dem Bologna-Prozess. Der Bildungspolitik wird unterstellt, aus finanziellen Gründen Bachelor und Master eingeführt zu haben. Der Autor hält 15 Thesen zum Schaden fest, den die Studienreform anrichtet, u.a.: 1. BA und MA sind studienzeitverlängernd. 2. Der BA vernichtet Studienplätze. 3. Der BA ist nicht berufsqualifizierend. 4. Die Verschulung verhindert die Ausbildung von Sch…
Welche strategischen Möglichkeiten bieten sich Weiterbildungseinrichtungen, die auf dem hart umkämpften Drittmittelmarkt erfolgreich akquirieren wollen? Aus einer organisationstheoretischen Perspektive unterscheidet der vorliegende Beitrag vier Konzeptionen, die in der Praxis bereits verbreitet sind und teilweise auch kombiniert werden: (a) flexible Spezialisierung: Ziel ist es, im Umgang mit inhaltlichen Aufgaben die Reaktionsgeschwindigkeit auf sich verändernde Auftragslagen zu steigern; (b) …
In Nordrhein-Westfalen sind die Landesmittel für Weiterbildung von Regierungen unterschiedlicher Couleur zwischen 2000 und 2007 von 120 Mio auf 88 Mio € gesenkt worden. Das jüngste Kürzungsvorhaben wurde mit der Zusage garniert, statt der gekürzten Mittel jährlich zwölf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bereitzustellen. Diese Umsteuerung von institutioneller Sockel- auf projektbezogene Förderung ist für die Weiterbildung eine große Herausforderung. Der vorliegende Beitrag ei…