Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Qualität der Weiterbildung soll nicht der lehrenden Organisation (dem „Innen“), sondern den Lernenden und damit dem „Außen“ der Organisation dienen. Deshalb hat dieses auch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, wenn Qualität entwickelt oder bewertet werden soll. Die Autoren verdeutlichen, warum die Fremdbeurteilung, die Perspektive der Lerner, erforderlich ist, wie sie funktionieren kann und welche Qualifizierungsbedarfe sich aus den Rollen externer Beratung und Begutachtung ergeben.
Die Wissenschaft von der Weiterbildung sieht sich in zweierlei Hinsicht durch die Qualitätsdebatte gefordert: Sie muss Kriterien entwickeln, die Qualitätsmodelle vergleichbar und aufeinander beziehbar machen. Zweitens muss sie nachdrücklich fragen, was das Spezifikum pädagogischer Qualität sein könnte. Christiane Schiersmann fordert ein stärkeres Engagement der Wissenschaft in diesen Fragen.
Marion Seevers ist Leiterin der Referatsgruppe Weiterbildung und außerschulische Berufsbildung beim Senator für Wissenschaft und Bildung in Bremen. Das Gespräch mit ihr und dem stellvertretende Direktor des DIE Klaus Meisel moderiert Dr. Peter Brandt. Marion Seevers sieht eine Mitverantwortung der öffentlichen Hand, wenn es darum geht, Qualität in der Weiterbildung zu sichern, und plädiert für länderübergreifende Qualitätsstandards.
Geht es nach Jens Matthes, brauchen Menschen, die Garten- und Landschaftsbauer werden wollen, nicht mehr unbedingt eine einschlägige Ausbildung oder Berufserfahrung vorzuweisen, wenn sie zur Prüfung zugelassen werden wollen. Es reicht, wenn sie in Nachbarberufen brauchbare Erfahrungen gesammelt haben und eine modularisierte Vorbereitungsmaßnahme durchlaufen. Für DIE stellt er sein Konzept für die Anerkennung von Vorleistungen vor, das von einem Expertenforum im November 2001 zur Erprobung empfo…
Dr. Lale Akgün leitet das Landeszentrum für Zuwanderung Nordrhein-Westfalen und war Jurymitglied beim Integrationswettbewerb des Bundespräsidenten. Im Gespräch mit Dr. Peter Brandt spricht sie über das neue Zuwanderungsgesetz und die Frage, was die Ziele von Integration sein sollten. Was kann von Erwachsenenbildung erwartet werden, welche Möglichkeiten professioneller pädagogischer Arbeit gibt es und wo sind ihre Grenzen?
Das Zuwanderungsgesetz macht eine Restrukturierung und Koordination bestehender Maßnahmen der Migrationssozialarbeit erforderlich. Wolfgang Bosswick trägt hierzu ein ganzes Maßnahmenbündel zusammen, in das Erkenntnisse zweier Gutachten eingeflossen sind, die er für die Zuwanderungskommission und das hessische Sozialministerium erstellt hat. Er empfiehlt eine ständige interministerielle Arbeitsgruppe Integration des Bundes und der Länder. Bestehende Segmentierungen sollen aufgehoben, Verfahren v…
In welcher Beziehung stehen die Wissenschaften und ihre Öffentlichkeiten? Welche Bedeutung kommt wissenschaftlicher Bildung in der Wissensgesellschaft zu? Wissenschaft ist durch die Schaffung institutioneller Freiräume effektiver geworden. Gleichzeitig aber entzieht sie sich dadurch dem Blick der Öffentlichkeit und verliert an Glaubwürdigkeit und gesellschaftlicher Unterstützung. Während die Wissenschaft zur Lösungsinstanz für Probleme wurde, hat zunehmendes Wissen in der Öffentlichkeit zu eine…
Die neuere Netzwerkdiskussion hat zu einer Renaissance des Begriffes „Region“ geführt und bringt gleichzeitig einen Bedeutungswandel mit sich. Ein regionaler Bezug wird für Netzwerke immer wichtiger und die Region selbst wird zum handlungsfähigen Kollektiv. Kennzeichen einer innovativen Region ist heute ein funktionales Netzwerk basierend auf sozio-kulturellen Bezügen, die sich aus den territorialen Bindungen innerhalb der Regionen ergeben. Das so entstehende Vertrauensverhältnis ermöglicht ei…
Matthias Pfüller beschreibt die historische Entwicklung von Zentren und peripheren Regionen in der ehemaligen DDR und der ehemaligen Bundesrepublik. Er fixiert erfolgreiche Versuche, Zentren und periphere Regionen näher zusammenzubringen, wie die sogenannte Bildungsoffensive im Westen und vergleichbare Versuche in der DDR. Seit der Wiedervereinigung aber hat sich das bestehende Nord-Süd-Gefälle sowohl innerhalb der westdeutschen als auch innerhalb der ostdeutschen Länder selbst verfestigt. Hin…
Der Autor setzt sich kritisch mit Shepherds These auseinander, gute Forscher seien auch qualifizierte Experten in der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse gegenüber einer breiten Öffentlichkeit. Er unterscheidet (Natur-)wissenschaftliches Wissen von Expertenwissen. Der ideale wissenschaftliche Experte besitzt neben seiner Fachkompetenz weitere Fähigkeiten wie Kommunikationskompetenz, Urteilsfähigkeit, entscheidungsanalytische Fähigkeiten und Empathie mit dem Publikum. Nur so kann es geli…