Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Von 2002 an wird das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung durch das Programm „Lernende Region – Förderung von Netzwerken“ 80 regionale Netzwerke fördern. Das Programm wird von mehreren deutschen Forschungsinstituten wissenschaftlich begleitet. Ekkehard Nuissl stellt die theoretischen, methodischen und praktischen Überlegungen für diese Begleitung vor und benennt fünf Felder, welche die Analyse inhaltlich strukturieren werden.
In zehn Thesen lotet der Autor das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung aus. Beide Bereiche sind an vielen Stellen eng miteinander verwoben, ihr Verhältnis aber ist komplex und nicht friktionsfrei. Gleichwohl bleibt es, so das Fazit des Autors, im Sinne einer gegenseitigen Perspektivenanreicherung gestaltbar.
Ein Drittel aller Familien in Deutschland gelten als Familien mit Migrationshintergrund – ein großes Bildungspotential auch für die Familienbildung. Die Autorin weist auf die erhöhten Risikolagen dieser heterogenen Gruppe hin, warnt aber vor einer Etikettierung als »Zielgruppe mit besonderen Lebenslagen«. Sie zeigt Beispiele erfolgreicher Angebote auf und plädiert für eine interkulturelle Öffnung von Bildungsinstitutionen.
Obwohl davon auszugehen ist, dass Lehrende in der betrieblichen Weiterbildung wichtig für den Trainingserfolg sind, ist die Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern in Deutschland nicht geregelt. Häufig dient eine so-genannte Trainerausbildung als pädagogischer Professionalitätsnachweis. Die Studie erfasst die Inhalte dieser Ausbildungen und deren Häufigkeiten. Hierfür wurden Programmbeschreibungen von 47 Anbietern mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Das induktiv entwickel…
In dem Beitrag wird am Beispiel des Fremdsprachenlernens der spannende, wissenschaftlich noch wenig bearbeitete Zusammenhang zwischen Identität(-sarbeit) und Lernen thematisiert. Annahme ist, dass trotz des bildungspolitischen Appells zum lebenslangen Lernen das Lernen im Lebenslauf nicht kontinuierlich, sondern wechselvoll, in diesem Sinne diskontinuierlich ist. Es wird die Frage gestellt, wie die Lernenden mit diesen unausweichlichen Diskontinuitäten umgehen. Die Wahrnehmung, Beschreibung und…
Der Beitrag lotet die Chancen der Nutzung des gerontologischen Datensatzes der Interdisziplinären Längsschnittstudie des Erwachsenenalters (ILSE) für bildungsbiografische Analysen aus. Das Altern selbst zu lernen erscheint dabei als zentrale Analysekategorie. Der Beitrag nimmt Stellung zu aktuellen Debatten um Bildung im Alter und problematisiert deren sozialpolitisch-aktivierende und programmatisch ausgerichtete Fokussierung. In einem zweiten Schritt wird erläutert, inwiefern für die offene Fr…
Der Beitrag beschreibt ein Strukturmodell von Gesundheitskompetenz bestehend aus Basisfertigkeiten und weiterentwickelten Fertigkeiten, die sich wiederum auf eine perzeptiv-motivationale und eine handlungsorientierte Ebene beziehen. Im Unterschied zur health literacy ist das Modell vom klinischen Kontext abgelöst und als Lebenskompetenz für Gesundheit angelegt. Der Beitrag wirdmet sich auch der empirischen Überprüfung des Modells sowie der Frage, wie die Kompetenz erworben werden kann.
In diesem Beitrag soll anhand der Dokumentarischen Methode nach Ralf Bohnsack gezeigt werden, wie Erinnerung in kommunikativen Prozessen entsteht. Dabei wurden im Rahmen einer Studie Amateurfotos aus dem Besitz von Senioren für Interviews herangezogen. Die Aussagen der Senioren wurden im Vergleich analysiert, ausgewertet und die Ergebnisse im Zusammenhang mit der einschlägigen Literatur diskutiert.
Interorganisationale Kooperationen werden als Möglichkeit verstanden, auf Bedarfslagen geringqualifizierter Erwachsener mit der Konzeption passgenauer Angebote zu reagieren zu können. Denn zur Konzeption und Umsetzung von Nachqualifizierungsangeboten bedarf es nicht nur Organisationen im Funktionssystem Bildung, sondern eines systemübergreifenden Leistungsaustausches mit weiteren Partnern. Um den Begriff der strukturellen Kopplung für eine theoretische Verortung funktionssystemübergreifender Ko…