Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Nach den Ergebnissen der leo. – Level-One Studie sind 7,5 Millionen Menschen in Deutschland vom Funktionalen Analphabetismus betroffen. Dies entspricht 14,5 Prozent der Deutsch sprechenden erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren. Im Anschluss an eine kurze Einführung in die Methode und Anlage der Studie wird erläutert, welche Entscheidungen im Forschungsprozess getroffen werden mussten, um die Größen¬ordnung des Funktionalen Analphabetismus zu bestimmen. Die Entscheidungen können a…
Der Beitrag fasst die Ergebnisse einer Fallstudie zusammen, in der zwei Weiterbildungsstudiengänge an Universitäten vergleichend analysiert werden. Dabei wird untersucht, inwieweit die Wissensvermittlung in der Lehre mit der Steuerung der Studiengänge zusammenhängt. Es wird herausgestellt, dass in dem einen Studiengang ein instrumenteller Umgang mit Wissen und eine marktförmige Steuerung des Studiengangs zusammenkommen, während Wissen in dem anderen Studiengang reflexiv vermittelt wird und es s…
Die Bedeutung von Alphabetisierung und Grundbildung in nationalen wie internationalen Bildungsdebatten ist unbestritten. Eine Vielzahl der in Deutschland laufenden Projekte wird im Jahr 2010 Arbeitsergebnisse präsentieren und erste Nachweise für deren erfolgreiche Implementierung in die gesellschaftliche Praxis erbringen. Dieses Heft versammelt sowohl Beiträge zur Theorieentwicklung als auch Grundlagen für deren praktische Umsetzung. Gastherausgeberin: Monika Tröster
Der Beitrag stellt Ergebnisse einer bundesweiten medizinischen Wirkungsanalyse von Entspannungs- und Stressbewältigungskursen vor. Untersucht wurden Gesundheitswirkungen in 132 an 40 Volkshochschulen (VHS) zu Kursbeginn und -ende sowie drei Monate danach. Die Kurse erzielten hohe Zufriedenheit unter den Teilnehmer/innen und verbesserten Gesundheitsbezogene Lebensqualität, psychische und körperliche Beschwerden deutlich und signifikant, und diese Wirkung blieb auch drei Monate nach Kursende erha…
Ausgehend vom bildungspolitischen Ziel einer erhöhten Weiterbildungsteilnahme stellt der Beitrag ein Instrumentarium vor, mit dem das Lern- und Bildungsverhalten erwachsener Menschen statistisch erfassbar wird. Am Beispiel ausgewählter Daten aus dem Berichtssystem Weiterbildung (BSW) und dem Adult Education Survey (AES) werden Analysepotenzial und Erkenntnisgewinn der Weiterbildungsstatistik ausgeleuchtet. Hierzu werden Daten zum Weiterbildungsvolumen, zur Anzahl und Dauer von Lernaktivitäten u…
Lernorte werden im vorliegenden Beitrag als Angebot zur Aneignung des entsprechenden Ortes unter der pädagogischen Prämisse von Vermittlung und Aneignung verstanden. Grundlage hierfür ist ein Verständnis des sozialen Raums, der sich in den Prozessen der Platzierung und Wahrnehmung der beiden Elemente Lebewesen und soziale Güter konstituiert. Die Spezifizierung des pädagogischen Raums erweitert die zentralen Elemente des sozialen Raums um Wissen(srepräsentationen) und pädagogische Medien. Der Um…
Die theoretische Diskussion zur Alphabetisierungsarbeit ist im deutschsprachigen Raum weit mehr von einer Defizitorientierung geprägt als die angelsächsische Debatte. Mit dem vorliegenden Beitrag wird dieses Theoriedefizit verkleinert, in dem der ethnographische Forschungsansatz von Barton/Hamilton zu Local Literacies für eine Erhebung empirischer Literalitätspraxen rezipiert wird. Das vorgestellte Projekt untersucht anhand eines Hamburger Stadtteils, wie und wofür Lesen und Schreiben genutzt w…
Im »neuen Ehrenamt« spielen mehr als früher eigene Lern- und Entwicklungsmotive eine wichtige Rolle. Der vorliegende Beitrag erhebt Einschätzungen Ehrenamtlicher zu lernhaltigen Motiven ihres Engagements und bezieht sie unter professionstheoretischer Perspektive auf ein Konzept hauptamtlicher Begleitung Ehrenamtlicher, die als Lern- und Entwicklungsbegleitung für das »Lernen im Engagement« beschrieben wird. Die Ausgestaltung dieser Rolle hängt davon ab, ob es sich dabei um aufgaben-, personen- …
Der Beitrag stellt Ergebnisse eines empirischen Forschungsvorhabens dar, bei dem Weiterbildungsteilnehmende und Beschäftigte nach ihren Lernzeiten befragt wurden. Dabei zeigt sich: (1) Weiterbildung ist in großem Umfang aus privaten Zeitanteilen co-finanziert. (2) Die Individuen zeigen Flexibilität und Engagement in der Realisierung eigene Lern- und Weiterbildungszeiten. (3) Zuordnungen von Zeiten zu »Lernen« und »Arbeiten« sind selbst aus subjektiver Sicht nicht mehr eindeutig vorzunehmen. (4)…
Im Rahmen eines empirischen Längsschnittforschungsprojekts werden die Prozesse und Wendepunkte der Weiterbildungspraxen im geschlechtstypischen Lebenszusammenhang dokumentiert und diskutiert. Die Erhebung belegt eine geschlechtstypische Änderung des (Weiter-) Bildungsverhaltens von Männern und Frauen, wenn sie Väter und Mütter werden: Die Weiterbildungsbeteiligung von Vätern nimmt enorm zu, die der Mütter reduziert sich erheblich. Angesichts der Tatsache, dass Frauen mit der Sollbruchstelle Mut…