Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Autor entlarvt »Bildung für nachhaltige Entwicklung« als Worthülse, die als Marke in der Öffentlichkeitsarbeit versagt. Nicht einmal die Lehrenden wüssten, was sich genau inhaltlich dahinter verberge. Per Dekret werde hier ein orientierendes Konzept von Politik und Verwaltung verordnet, dem Praktiker mit großer Reserviertheit begegnen. Letztlich sei BNE nichts anderes als zeitgemäße Bildung schlechthin.
Hier wird gezeigt, wie nachhaltigkeitsrelevantes Verhalten und Wissen erlernt wird, wie die Praxis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aussieht. Die von der DIE Redaktion gesichteten und vorgestellten Projekte verstehen sich nicht notwendig als BNE-Projekte, nur eines von ihnen ist offizielles Dekade-Projekt. Oft vollzieht sich Bildung für nachhaltige Entwicklung eben doch unter anderen Vorzeichen. Und das muss nicht einmal ein Problem sein.
"Bildung für nachhaltige Entwicklung" - eine schwieriger Markenname für ein wichtiges Bildungsprodukt. Aber Nachhaltigkeit kann nicht nur theoretisch vermittelt werden, sondern muss im Alltag gelebt werden; damit kommen informellen Lernprozessen eine besondere Bedeutung zu.
Mit fünf Kurzbeiträgen zu Projekten im Themenbereich "Lernen in Weiterbildungseinrichtungen" stellt sich der Projektverbund OKRA vor. OKRA steht für "Professionalisierung begleitender Lernberatung in unterschiedlichen Handlungskontexten". Die vorgestellten Gestaltungsprojekte kommen aus den Bereichen Altenhilfe, Schulen des Gesundheitswesens, aus der Beratungspraxis für kleine Wirtschaftsunternehmen und der Lernberatung für Migrant/inn/en.
Die Europäische Union hat nur einen subsidiären Bildungsauftrag. Von daher verwundert es nicht, wenn es im gemeinschaftlichen Primärrecht keine Verordnungen und Richtlinien für den Bildungsbereich gibt. Allerdings gibt es aus anderen Politikfeldern heraus die Bildung tangierendes Primärrecht. Im wesentlichen bedient sich die Europäische Union weicher Rechtsvorschriften wie Beschlüssen zu Förderprogrammen, Empfehlungen, Stellungnahmen oder Verlautbarungen. Im Rahmen der Methode der »Offenen Koor…
Die Idee der Schulpflicht ist älter als das Paradigma des lebenslangen Lernens. Wäre es nicht konsequent, heute an eine lebenslange Bildungspflicht zu denken? Der Direktor des DIE, Prof. Ekkehard Nuissl von Rein, hat den Bildungsrechtler Prof. Hermann Avenarius vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) nach Chancen, Risiken und Nebenwirkungen gefragt.
Der Autor bescheinigt den zu Jahresbeginn eingeführten Integrationskursen für Zuwanderer einen Fehlstart. Das zuständige Bundesamt operiere mit irreführenden Zahlen über gestartete Kurse; die Zulassungsverfahren seien zu langwierig und die Durchführung für Sprachkursträger unrentabel. Dies gelte verschärft für die 30 Stunden Orientierungskurs, bei denen kaum Selbstzahler erwartet werden können. Insbesondere führe die Kalkulationsgrundlage, auf der die Träger agierten, zu einer Absenkung der Kur…