Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Freude ist, so Wiltrud Gieseke im »Stichwort«, eine Emotion, die öffnet – und damit das Lernen unterstützen kann. Sie ist wirkmächtiger als kurzfristiger Spaß (Zirfas) und kann bestenfalls einen Kreislauf positiver Verstärkung in Gang setzen, bei dem Freude beim Lernen entsteht und neue Lernprozesse anstößt (Traub & Konrad). Doch wann und wie entsteht Freude beim Lernen und Lehren (Gespräch, Schüßler)? Können Spiele dabei unterstützen, Freude in Lernprozessen auszulösen (Rachow)? Ist Freude gar…
Der vorliegende Beitrag befasst sich aus erwachsenenpädagogischer Sicht mit der Debatte um organisationales Lernen. In den Ansätzen zum organisationalen Lernen werden die Organisationsmitglieder meist als Träger organisationaler Lernprozesse angesehen, lerntheoretische Grundlagen und Ausführungen sind hingegen nur rudimentär verankert. Dabei bietet die Ausarbeitung eines lerntheoretisch fundierten Ansatzes einiges an Potential zur Reflexion und Entwicklung erwachsenenpädagogischen Handelns in O…
Das Cover der Ausgabe ziert ein Rechtschreibfehler: „lebenslang“ wurde in die Teile „Leben“ und „Slang“ getrennt. Ein kleiner Seitenhieb auf all jene, die aus der PISA-Diskussion den Stoff für ein ganzes Leben von Bildungsprofis gemacht haben und hierzu gleich den Jargon des Bedauerns institutionalisiert haben. Dennoch: Für Weiterbildung und lebenslanges Lernen bietet die PISA-Studie wichtige Anknüpfungspunkte. Sie betreffen die im Heft zusammengeführten Felder: Lehrerfortbildung und Elternbild…
Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, wie der Begriff „Grundbildung“ vor dem Hintergrund von Interessen und Machtverhältnissen in der öffentlichen Bildungsverwaltung der Länder definiert wird. Mit Blick auf die New Literacy Studies werden empirisch-qualitative Ergebnisse zum Verständnis von Grundbildung und darauf bezogene Begründungslinien dargestellt. Diese wurden mittels leitfadengestützter Interviews erfasst und unter Rückbezug auf Neo-Institutionalismus und Bourdieus Ansatz zum Staat …
Beschäftigte sind heutzutage in einem sehr dynamischen Arbeitsumfeld tätig, welches maßgeblich von einer zunehmenden Digitalisierung geprägt ist. Dadurch verändern sich sowohl die Qualifikations- und Kompetenzanforderungen als auch die Tätigkeitsinhalte am Arbeitsplatz. Ergebnisse des BIBB-Qualifizierungspanels zeigen, dass ein höherer Digitalisierungsgrad von Betrieben mit höheren Tätigkeitsanforderungen an die Beschäftigten einhergeht. Die stärker digitalisierten Betriebe weisen zudem eine de…
Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage ob und wie Lernwirkungen in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung erfasst werden können. Ausgehend von den Forderungen einer evidenzbasierten Praxis und Bildungspolitik, die den Druck auf die Forschung nach validen Daten über die Wirkungen pädagogischen Handeln erhöht, zeigt der Beitrag die Schwierigkeiten empirisch-analytischer Wirkungsuntersuchungen auf und sensibilisiert für einen differenzierten Zugang erwachsenenpädagogischer Forschung…
Für jedes gesellschaftliche Handlungsfeld gibt es ein Bildgedächtnis, das einen emotional-affektiven, also nicht-rationalen Zugang zu eben diesem Feld bietet. Wie steht es um das Bildgedächtnis der Erwachsenenbildung? Gibt es vielleicht, wenn nicht Bilder, dann bestimmte Motive, die repräsentativ für die Erwachsenenbildung sind?
Der Beitrag geht der Frage nach, welches Bild des Erwachsenen hinter dem Konzept des Lebenslangen Lernens steht. Hierzu untersucht er bildungspolitische Dokumente, mit denen auf globaler, europäischer und nationaler Ebene Strategien Lebenslangen Lernens begründet werden. In den Papieren von UNESCO, OECD, EU-Kommission und BLK kommt der Erwachsene nur selten explizit vor. Er wird – wenn überhaupt – als Berufstätiger, als Bürger und Verantwortungsträger konturiert. Die Grenzen zum Kind und Jugend…
Erwachsene sind unbelehrbar, aber lernfähig, so Horst Siebert. Sie lernen anders als Kinder und Jugendliche und bedürfen daher anderer Formen der Aneignung von Wissen, der Unterweisung und Kenntnisvermittlung. Wie gerechtfertigt ist dieses Paradigma der Erwachsenenbildung und welche Rolle spielen Inhalte? Inwiefern sind Lehrpläne und fachliche Analysen, darüber hinaus fachdidaktische Wissensbestände hilfreich? Ist eine gesonderte Didaktik für Erwachsene überhaupt gerechtfertigt? Diesen Fragen g…