Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Netzwerke erfahren als Organisations- und Kooperationsform gegenwärtig in der Weiterbildung eine hohe bildungspolitische Aufmerksamkeit. Wolfgang Jütte legt seiner Forschungsarbeit einen analytischen Netzwerkbegriff zu Grunde. Seine empirische Netzwerkanalyse, die erste dieser Art für die Weiterbildung überhaupt, verdeutlicht das dichte Geflecht von Kommunikations- und Interaktionsbeziehungen und ihre Funktions- und Wirkungsweisen in einer lokal-regionalen Institutionenlandschaft. Der Autor erm…
Konzeption und Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen basieren immer auch auf bestimmten, meist impliziten Annahmen und subjektiven Theorien. Neben dem professionellen Selbstverständnis der Lehrenden, der Sicht auf die Teilnehmenden und auf die Prozesse des Lehrens und Lernens spielen dabei auch die Vorstellungen über das Wissen, das vermittelt werden soll, eine bedeutende Rolle. Auf der Basis einer Interviewstudie arbeitet die Autorin diese Grundlagen des Unterrichtens heraus und en…
Für Studierende der Erwachsenenbildung wurde das Werk binnen zehn Jahren zum Klassiker. In die überarbeitete Neuauflage wurden nicht nur Entwicklungen der neunziger Jahre aufgenommen, sie strukturiert die Bereiche und Facetten der Weiterbildung (Theorien, Methoden, Werte und Normen, Geschichte, Internationalität, Politik, Institutionen und Management) noch klarer als zuvor und bietet in zwei Kapiteln Hilfen für Studium und Praxis. Das Buch empfiehlt sich als Studientext durch ein lesefreundlich…
Die Erwachsenenbildung der vergangenen vierzig Jahre ist wesentlich von Hans Tietgens, dem ehemaligen Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, geprägt. Er hat in diesem Zeitraum in zahllosen Veröffentlichungen die grundlegenden und jeweils aktuellen Fragen der Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung reflektiert. Dabei hat er seine Auffassung von Erwachsenenbildung und die Sache des von ihm geleiteten Instituts immer wieder auch in Auseinandersetzung mit d…
Im Kontext Lebenslangen Lernens werden Erwachsene zunehmend in einer biografischen Perspektive betrachtet. Der Artikel arbeitet heraus, wie unterschiedlich und zum Teil widersprüchlich Erwachsene als biografische Subjekte in der Bildungspolitik, in der Bildungspraxis und in der Erwachsenenbildungsforschung konstruiert werden. Es wird argumentiert, dass erst eine Verknüpfung von Biografieforschung und ethnografischen Methoden es ermöglicht zu untersuchen, welche Prozesse und Praktiken der biogra…
Lernwiderstände sind das Ergebnis pädagogischen und didaktischen Handeln. Der Artikel referiert die Ergebnisse zweier Forschungsvorhaben an der Universität Kaiserslautern, die identitätsbezogene und emotionale Aspekte von Lernwiderständen untersuchen. Beide Aspekte wurden in der Lernwiderstandsforschung bisher zu wenig betrachtet. Sie sind wesentlich für das Einordnen von Lernwiderständen und für die Überprüfung des eigenen pädagogischen Handelns.
Am Beispiel der beruflichen Weiterbildung zeigen die Autorinnen auf, dass organisiertes Lernen die Bedarfe der Individuen vielfach nicht berücksichtigt und somit Lernwiderstände in Form von passiver Verweigerung und Nichtbeteiligung erzeugt. Um diese Widerstände produktiv nutzen zu können, ergibt sich die Notwendigkeit einer reflexiven und subjetbezogenen Lernberatung.
Ist die Theoriedebatte am Ende, oder kann und sollte sie belebt werden und wie sollte sie geführt werden? Die Aufsätze des REPORT greifen Theorieansätze auf, die sich mit den Möglichkeiten erwachsenenpädagogischen Handelns beschäftigen, diskutieren forschungstheoretische Fragen, die sich aus einer international werdenden Erwachsenenbildungsforschung ergeben und geben Anstöße für neue Theoriediskussionen.