Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Beitrag untersucht international-vergleichend die Frage, wie Politiken der Grundbildung auf Ebene der Politikformulierung (policy) verstanden und wie sie, unter Berücksichtigung der institutionellen Regeln und Handlungszuständigkeiten des mehrebenenpolitischen Systems (polity), von jeweiligen Akteurskonstellationen in nationale Bildungspolitik umgesetzt werden (politics). Auf der Grundlage empirischer Daten aus dem Projekt „EU-Alpha“ wird das Zusammenspiel von policy, polity und politics in…
Im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung ist die internationale Marktsituation der Weiterbildung besonders offenkundig. Der vorliegende Text unterscheidet am Beispiel von Masterstudiengängen (Executive-MBA-Programme) vier Business Modelle ausländischer Anbieter. (1) Ein ausländisches Programm wird als Gesamtpaket exportiert. (2) Ein ausländisches Programm wird in Lizenz an einer inländischen Universität angeboten. (3) Business-School-Allianzen: ein Programm wird zu gleichen Teilen von zw…
Prof. Dr. Harald Weinrich ist einer der profiliertesten deutschen Sprachwissenschaftler. Er ist Mitbegründer der Universität Bielefeld, begründete in München das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ und lehrt als erster deutscher Wissenschaftler am Collège de France. Gegenüber DIE-Mitarbeiter Gerd von der Handt plädiert Weinrich für die Rehabilitierung des Begriffs „Sprachkultur“. Er plädiert für die lingua-franca-Englisch, sofern sie Mehrsprachigkeit nicht erdrückt und fordert von den Deutschen, s…
Subjekte bewegen sich und handeln in räumlichen Kontexten und konstituieren in ihrem Handeln Räume. Dies gilt auch für das Lernen von Erwachsenen und das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung. Dennoch blieb der systematische Einbezug von Raumaspekten in die Erwachsenenbildungsforschung bisher eine Randerscheinung. Der vorliegende Band stellt die Kategorie Raum in den Fokus und arbeitet über die verschiedenen Beiträge ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung heraus. Er bündelt releva…
Die hier in Augenschein genommenen Texte von Horst Siebert und Johannes Weinberg zu didaktischen Fragen der Erwachsenenbildung umfassen nahezu den gesamten Erscheinungszeitraum des REPORT. Vor diesem Hintergrund geht der Autor der Frage nach, welchen Beitrag die ausgewählten Texte und damit die Zeitschrift zur Entwicklung der Erwachsenenbildungswissenschaft liefern und welche Auseinandersetzungen der Disziplin sich darin wiederfinden. Aufgezeigt werden der erreichte Stand und künftige Perspekti…
Interorganisationale Kooperationen werden als Möglichkeit verstanden, auf Bedarfslagen geringqualifizierter Erwachsener mit der Konzeption passgenauer Angebote zu reagieren zu können. Denn zur Konzeption und Umsetzung von Nachqualifizierungsangeboten bedarf es nicht nur Organisationen im Funktionssystem Bildung, sondern eines systemübergreifenden Leistungsaustausches mit weiteren Partnern. Um den Begriff der strukturellen Kopplung für eine theoretische Verortung funktionssystemübergreifender Ko…
Im Fokus: Potenziale von Large-Scale Assessments und Längsschnittstudien zur Kompetenzentwicklung über die Lebensspanne – analytische und orientierende Perspektiven In diesem Beitrag wird die Tradition der Kompetenzdebatte kurz skizziert. Es werden die Erkenntnispotenziale von Large-Scale-Assessments erörtert und kritisch eingeschätzt. Kompetenzmessung im Erwachsenenalter bedeutet einen Fortschritt beim Verstehen der Kompetenzentwicklung im Lebenslauf, auch wenn nur domänenspezifische und kaum …
Die Sozialintegrative Alphabetisierungsarbeit greift Handlungsansätze der Integrativen Erwachsenenbildung und der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit auf und konkretisiert sie für die Arbeit mit funktionalen Analphabeten. Sozialintegrative Alphabetisierungsarbeit koordiniert unterschiedliche Handlungsprozesse, die Schriftsprachfähigkeiten spezifisch thematisieren: Lernangebote, Ansprache und Beratungsprozesse und die Zusammenarbeit von Institutionen in Netzwerken. Durch eine bundesweit reprä…
Rolf Arnold warnt davor, den Lernbegriff in der Lerntheorie allein auf kognitives Lernen zu verengen. Tief verwurzelte Emotionsmuster können Lernen verhindern. Darum sollten Lernwiderstände nicht allein verstanden werden als rationale, reflektierte Reaktion auf zugemutete Lerninhalte. Der Autor plädiert dafür, emotionstheoretische Präzisierungen der didaktischen Bedingungen des Erwachsenenlernens stärker in den Blickpunkt zu rücken.