Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Die Studie untersuchte, inwiefern sich forschendes Lernen anhand der Grounded Theory für studentische Lernprozesse als förderlich erweist. Im Kontext eines qualitativen Experimentes wurden zwei Studierendengruppen in das forschende Lernen eingeführt und nach Abschluss des forschenden Lernprozesses nach ihren Lernerfahrungen befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es sich bei dieser Lernform um einen aussichtsreichen Ansatz zur Förderung des selbstbestimmten Lernens handelt. Widersprüche…
Ausgehend von konstruktivistischen, neurophysiologischen und lernpsychologischen Überlegungen muss als eigentlicher Lernort der Mensch bezeichnet werden, denn nur in ihm findet Lernen statt. Zugleich aber erfolgt Lernen immer im Wechselspiel mit kontextuellen Faktoren. Die äußere Umgebung – und damit auch lokale Gegebenheiten – beeinflussen die Verarbeitung von Informationen. Hierzu werden drei Beispiele genannt: (1) Die Loci-Methode verknüpft Gedächtnisinhalte mit Orten. (2) Die Ähnlichkeit ei…
Im Anschluss an Piaget und neuere Forschungen zur Psychodynamik erarbeitet die Autorin Thesen zum unterscheidend Erwachsenengerechten des Lernens im Erwachsenenalter. Hierzu rekapituliert sie wesentliche Thesen ihres Buches »Zur Konstruktion des Erwachsenen« und entwickelt sie im Hinblick auf Autonomie als Lernmotivator weiter. Sie vertritt die These, dass erwachsenentypische Lernprozesse vor allem dann stattfinden, wenn alte Strukturen überwunden werden und es zu Veränderungslernen kommt. Ein …
Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung der Bildung vorangetrieben – mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die verschiedenen Bildungsbereiche und Einrichtungstypen. Am Beispiel der kommunal verankerten Volkshochschulen diskutiert die Autorin die Gefahren einer Plattform-Ökonomie in der Bildung und fragt nach alternativen Antworten für die Entgrenzungen, die mit der Digitalisierung einhergehen.
Der Studientext gibt eine Einführung in das Feld der Weiterbildung älterer Menschen und des Lebenslangen Lernens. Vor dem Hintergrund interdisziplinärer Forschung über Alternsprozesse werden die Lernfähigkeiten und -bedürfnisse älterer Menschen thematisiert. Überdies werden adäquate Lernformen und Lernarrangements vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Zusammenhang zwischen Kompetenzerwerb und Alter unter Berücksichtigung vielfältiger Lebenslagen und Biografien gelegt. Damit…
Wissen und Erfahrung gelten nicht nur aus der Perspektive der Altersbildung als zentrale didaktische Größen, sondern müssen auch für intergenerationale Lernkulturen mitgedacht werden. Dieser Beitrag fokussiert die Frage, wie Wissen und Erfahrung in intergenerationalen Lernkulturen aufgegriffen werden und wie sie pädagogisch inszeniert werden. Unterstützend werden dazu einerseits die theoretischen und auf der anderen Seite die empirischen Ergebnisse einer Studie herangezogen, die mittels einer t…
Lernen, das sich unterhalb der formalisierten Bildung in offenen Kontexten vollzieht, wird in nur geringem Maße dokumentiert und selten zertifiziert. Eine weitergehende Zertifizierung dieses informellen Lernens im Sinne des Erwerbs von Berechtigungen im Bildungs- und Beschäftigungssystem ist nicht vorgesehen. Aufgrund der Individualität und Kontextbezogenheit lässt sich informelles Lernen nur über die Lernergebnisse, nicht jedoch über den Lernweg in formalen Bildungsgängen vergleichbar machen. …
Die Lesegesellschaft ist eine Organisationsform literarisch interessierter Bürger im 18. Und 19. Jahrhundert. Sie kann als eine frühe Form der Erwachsenenbildung gesehen werden. Trägergruppe der Vereine war das Bürgertum. Bis zu 600 Lesegesellschaften mit 50.000 Mitgliedern werden für den Zeitraum von 1780 bis 1848 in Deutschland angenommen. Der idealtypische Aufbau umfasste: Bibliothek mit Ausrichtung auf aktuelle Literatur und Periodika, Zeitschriften und Zeitungen; Leseräume mit festen Öffnu…