Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
In dem Beitrag wird die Reaktorkatastrophe von Fukushima (März 2011) samt den ihr folgenden energiepolitischen Veränderungen zum Anlass genommen, nach den Reaktionen der naturwissenschaftlichen und technischen Didaktik zu fragen. Der empirische Befund ist, dass der Didaktikdiskurs davon wenig beeinflusst ist. Gründe dieser Nicht-Beachtung findet der Autor in den theoretischen Problemen der Fachdidaktik, hier: Technikdidaktik, sowie in einem zu engen Aufgabenverständnis für den Fachunterricht.
Im Fokus des Beitrags steht eine geschichtsdidaktische Theorie, die auf den Aufbau einer Kompetenz historischen Denkens zielt, gegliedert in historische Sach-, Frage-, Methoden- und Orientierungskompetenz. Erläutert werden der Ansatz, sein Potenzial und seine Herausforderungen am Beispiel der Gedenkstätte Berliner Mauer, die sich besonders anbietet, als 2011 in Deutschland der 50. Jahrestages des Mauerbaus begangen wurde.
Wissen und Erfahrung gelten nicht nur aus der Perspektive der Altersbildung als zentrale didaktische Größen, sondern müssen auch für intergenerationale Lernkulturen mitgedacht werden. Dieser Beitrag fokussiert die Frage, wie Wissen und Erfahrung in intergenerationalen Lernkulturen aufgegriffen werden und wie sie pädagogisch inszeniert werden. Unterstützend werden dazu einerseits die theoretischen und auf der anderen Seite die empirischen Ergebnisse einer Studie herangezogen, die mittels einer t…
Der Beitrag referiert Experteneinschätzungen zu Chancen und Risiken des aktuellen DQR-Prozesses aus Volkshochschul-Sicht. Die sieben Experten aus Deutschland und Österreich, die im Projekt EU-Transfer befragt wurden, setzen sich vor allem mit der Fokussierung auf formales Lernen kritisch auseinander. Der Perspektivwechsel zur Lernergebnisorientierung kann Impulse für die Programmplanung geben, erfordert aber auch neue Kompetenzen des Weiterbildungspersonals.
Durch die Gestaltung von Lernarrangements können Erwachsenenbildner/innen die Entscheidungen der Lernenden in Lehr-/Lernsituationen beeinflussen. Solche Einflussnahmen sollen lernwirksame Entscheidungen der Adressat/inn/en von Bildungsangeboten verbessern helfen, um deren Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Abzulehnen sind dagegen all jene Bestrebungen, die dem Lernenden Einstellungsänderungen aufnötigen. Vielmehr sollen die Lernenden die Nützlichkeit ihrer getroffenen Entscheidung an den je e…
Die gerechte Gestaltung des Bildungssystems wird von Politikern, allen voran Bildungsministerin Schavan, immer wieder als zentrale Herausforderung der Gegenwart verstanden. In diesem Zusammenhang hat das BMBF jüngst gemeldet, dass die öffentlichen Bildungsausgaben 2010 erstmals die 100 Milliarden Euro überstiegen haben. Es ist nur eine der Fragen dieses Heftes, ob die öffentlichen Ausgaben für Weiterbildung mehr Gerechtigkeit schaffen. Wir fragen grundsätzlicher, was Bildungsgerechtigkeit überh…
Erwachsenenbildner/innen müssen die Qualität ihrer Arbeit überprüfbar sicherstellen und kontinuierlich verbessern. Stefanie Hartz und Klaus Meisel vermitteln in der 3., aktualisierten Auflage das hierfür notwendige methodische Grundwissen. Die Autoren behandeln insbesondere das Thema Evaluation, welches einen traditionell pädagogischen Zugang zur Frage der Qualitätsentwicklung darstellt. Darüber hinaus enthält der Studientext eine Darstellung und Einschätzung überregional relevanter Qualitätsma…
Nachdem die Europäische Union in den vergangenen Dekaden Einfluss auf die Bildungssysteme ihrer Mitgliedsstaaten genommen hat, zeichnet sich die Herausbildung einer eigenständigen europäischen Erwachsenenbildungspolitik ab. Der Studientext will zu einem tieferen Verständnis dieser Entwicklungen beitragen. Hierfür werden die zentralen Inhalte, Akteure und Instrumente der europäischen Bildungspolitik vorgestellt. Anhand der Diskussion zentraler Begriffe wird darüber hinaus die Vielschichtigkeit d…