Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Raum und das Lernen erwachsener Menschen stehen in einem engen, jedoch von Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung bislang weitgehend vernachlässigten Verhältnis. Dies hat zur Folge, dass die Architektur von Weiterbildungseinrichtungen Lehr-/ Lernprozesse oft nicht ausreichend unterstützt. Pädagogen und Architekten, so der Tenor der auf den folgenden Seiten versammelten Beiträge, müssen deshalb bereits bei den ersten Planungsprozessen bessere Dialog- und Kooperationsformen entwickeln…
Was nahe liegt, muss nicht selbstverständlich sein. Für die Erwachsenenbildung ist keineswegs evident, was eigentlich den Erwachsenen konturiert, der sie konstituiert. Zur vertieften Klärung dieses bislang übersehenen und doch fundamentalen Themas gibt es keinen besseren Anlass als das Jubiläum zum 20-jährigen Erscheinen einer Zeitschrift, die die Bildung der Erwachsenen im Namen führt. Wie es scheint, ist die Suche nach dem Erwachsenen auch mit dieser Ausgabe nicht gänzlich erledigt.
Bürgerschaftliches Engagement gewinnt in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Wertschätzung. Auch im erwachsenenpädagogischen Diskurs erhöht sich die Aufmerksamkeit im Kontext lebenslangen Lernens. In diesem Beitrag diskutiert der Autor, wie Erwachsenenbildung Lernprozesse, die in gesellschaftlichen Handlungszusammenhängen stattfinden, unterstützen, begleiten oder gar initiieren kann. Auf der Grundlage eigener empirischer Erhebungen untersucht er Bürgerschaftliches Engagement als Handlungs…
Der Autor sieht zwei wichtige Prozesse als zentrale Zukunftsthemen der politischen Bildung: Zum einen nimmt die Internationalisierung und Globalisierung von Problemen und deren Lösung zu. Zum anderen werden kulturelle Identitäten zunehmend in Frage gestellt und zwingen, das Leben mit Anderen neu zu bestimmen. Politik und Gesellschaft müssen ihren Bürgerinnen und Bürgern eine „Grundausstattung“ von politischem Reflexions- und Orientierungswissen zur Bewältigung dieser Fragen ermöglichen. Hafeneg…
Im Folgenden werden anhand vier zentraler Thesen des radikalen Konstruktivismus Erkenntnisgewinne wie auch Widersprüche, die sich aus dieser Perspektive für erwachsenendidaktisches Handeln zeigen, herausgearbeitet. Ein abschließendes Fazit geht der Frage nach, wie viabel der Konstruktivismus für didaktisches Handeln ist.
Das Lehrbuch stellt das Lehren und Lernen Erwachsener ins Zentrum der Erwachsenen- und Weiterbildung, das als ein Mehrebenensystem betrachtet wird. Unterschieden werden die Ebene der bildungspolitischen Steuerung, die Ebene der Organisationen, in denen Aufgaben der Leitung, des Managements und der Programm- und Angebotsentwicklung verortet sind, sowie die Ebene der Lehr-, Lern- und Beratungsprozesse. Die Wirkungen der Erwachsenenbildung werden als Ergebnis einer Ko-Konstruktion der Handlungen v…
Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage ob und wie Lernwirkungen in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung erfasst werden können. Ausgehend von den Forderungen einer evidenzbasierten Praxis und Bildungspolitik, die den Druck auf die Forschung nach validen Daten über die Wirkungen pädagogischen Handeln erhöht, zeigt der Beitrag die Schwierigkeiten empirisch-analytischer Wirkungsuntersuchungen auf und sensibilisiert für einen differenzierten Zugang erwachsenenpädagogischer Forschung…
Christel Pache ist seit 30 Jahren Leiterin einer mittelstädtischen Volkshochschule in Baden-Württemberg, die sich zu 50% aus kommunalen Zuschüssen finanziert. Innerhalb der nächsten 3 Jahre müssen hiervon nun 12% eingespart werden. Daraus ergeben sich neue Fragen: Wie positioniere ich mich als öffentlich geförderte Einrichtung auf dem Weiterbildungsmarkt? Wie finde ich neue Kunden für das "Produkt Weiterbildung“? Wie kann ich die Effizienz der Arbeit erhöhen, gleichzeitig Einsparungen vornehme…
Vorgestellt werden sich entwickelnde Praxen der Erfassung, Bewertung und Dokumentation von informellen und formellen Kompetenzen. In einem zweiten Schritt werden die Praxen strukturiert und das Modell der bilans des competences aus Frankreich und eine deutsche Adaption erläutert.
In Deutschland wird die berufliche Weiterbildung strikt in drei Teilbereiche getrennt: betriebliche Weiterbildung, individuelle berufliche Weiterbildung und Weiterbildung für Arbeitslose. Nach Analyse der Autoren verhindert dies die Implementierung einer integrierten Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspolitik für Beschäftigte und Arbeitslose. Eine effektive und effiziente Nutzung der finanziellen Ressourcen (eine Kombination der Finanzierung der drei Bereiche) wird verhindert.