Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Das Lehrbuch bietet einen Überblick über gesellschaftliche und theoretische Rahmungen sowie über Handlungsformen professioneller Beratung in der Bildungs- und Berufsbiografie. Dabei geht die Autorin davon aus, dass Beratung die Grundlage zur individuellen Bewältigung gegenwärtiger Transformations- und Veränderungsprozesse in Gesellschaft und Arbeitswelt darstellt. Ausgehend von einer Vielzahl theoretischer Ansätze erläutert Christiane Schiersmann die konkrete Gestaltung des Beratungsprozesse…
Seit Jahrzehnten ergeht der Auftrag an die Weiterbildungspraxis, mehr zu kooperieren. Diese Rhetorik ist durch Förderstrukturen immer relevanter geworden. Wer nicht kooperiert, hat Nachteile im Wettbewerb um öffentliche Mittel. Doch wie können Kooperationen als echte strategische Option aufgefasst werden, und wie können Erfolgschancen erhöht werden? Claus Leggewie sagt im Interview: indem die Strategie nicht im Vordergrund steht.
Dieser Artikel behandelt die Politik des lebenslangen Lernens in Europa nach 1973. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die 1980er-Jahre als Periode des abnehmenden Interesses am lebenslangen Lernen oder als formative Phase des sogenannten Neoliberalismus interpretiert werden müssen. Auf der Grundlage einer basalen korpuslinguistischen Analyse der offiziellen Überlieferung der Europäischen Gemeinschaften, wie sie die Datenbank EUR-Lex dokumentiert, werden diese Deutungen hinterfragt. Im Anschl…
Die Lesegesellschaft ist eine Organisationsform literarisch interessierter Bürger im 18. Und 19. Jahrhundert. Sie kann als eine frühe Form der Erwachsenenbildung gesehen werden. Trägergruppe der Vereine war das Bürgertum. Bis zu 600 Lesegesellschaften mit 50.000 Mitgliedern werden für den Zeitraum von 1780 bis 1848 in Deutschland angenommen. Der idealtypische Aufbau umfasste: Bibliothek mit Ausrichtung auf aktuelle Literatur und Periodika, Zeitschriften und Zeitungen; Leseräume mit festen Öffnu…
Diese fragende Annahme verspricht auf den ersten Blick wenig Plausibilität, erscheint eher absurd. Gerade die regelmäßigen Bekundungen über die Moderne als „wissensbasierte“ Gesellschaft einerseits und die konsensuale Aufnahme des Appells zum „lebenslangen Lernen“ in der Bevölkerung andererseits assoziieren ja eher das Gegenteil von einem Bild, in dem gewissermaßen das Pädagogische der Weiterbildung abhanden gekommen ist. In diesem Beitrag werden die Thesen aufgestellt, dass Lerner/innen immer…
Die bildungspolitische Forderung nach verstärkter Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung hat dazu geführt, dass berufliche Fortbildungsqualifikationen auf ein Hochschulstudium angerechnet werden können sollen. In einem Modellprojekt wurde daher ein quantitatives Instrument zur Bestimmung des Niveaus von Lerneinheiten entwickelt, das bei Äquivalenzvergleichen beruflicher Fortbildungsqualifikationen mit Hochschulstudiengängen Verwendung findet