Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Eltern-Kind-Kurse gehören zu den am häufigsten angebotenen Kursen in der Familienbildung. Als Mehr-Generationen-Experiment der Bildung und des lebenslangen Lernens haben sie sich in der Erwachsenen- und Familienbildung bewährt und können als Gegengewicht zur »Expertisierung der frühen Kindheit« gesehen werden.
Südosteuropäische Länder werden beim Aufbau von Strukturen des Bildungssystems seitens »westlicher« Institutionen unterstützt. Zu den Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit im Feld der Erwachsenenbildung gehört dvv international, das Institut für internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Der Beitrag reflektiert strategische Entscheidungen dieser Arbeit aus dem Blickwinkel einer Evaluation der Arbeit in Rumänien, Serbien und dem Kosovo. Es zeigt sich, dass es richtig…
Konstruktivistische Konzepte haben die jüngere erwachsenenpädagogische Diskussion in ebenso viel versprechenden wie problembehafteten Formen durchdrungen. Der Beitrag entfaltet eine exemplarische Analyse der beiden konstruktivistischen Schlüsselbegriffe „Konstruktion“ und „Selbstorganisation“, die auf begriffslogische Problemstellungen aufmerksam macht, wie sie in der erwachsenenpädagogischen Debatte bislang weitgehend unberücksichtigt blieben.
Der Eingang konstruktivistischer Sichtweisen in die Erwachsenenbildung ist eng mit dem Namen Horst Siebert verbunden. Zusammen und in der Auseinandersetzung mit Rolf Arnold hat er damit zu Beginn der 1990er Jahre das Denken in der Erwachsenbildung „perturbiert“ bzw. erfrischt. Wie sich „frisches Denken“ in den Formen des wissenschaftlichen Denkens entwickelt, ist die Frage, die anhand dreier Texte von Horst Siebert aus den Jahren 1991, 1993 und 1999 in diesem Beitrag analysiert werden soll. Dab…
Der Essay knüpft an Grundlinien der frühen Kritischen Theorie an, um sie mit machtanalytischen Untersuchungen zur neoliberalen Restrukturierung des Bildungswesens zu verknüpfen. Foucaults Analytik der Macht dient als Leitfaden, um den aktuellen Selbstorganisationsdiskurs in der Erwachsenenbildung als Teil eines Macht-Wissens- Komplexes zu dechiffrieren. Dabei erweisen sich die derzeitigen Reformstrategien als gouvernementale Arrangements zur Intensivierung neuer Kontrollformen. Vor allem Qualit…
Das im vergangenen Jahr gestartete Projekt INAZ fragt nach den Qualifikationen, Kompetenzen und Bedarfen des pädagogischen Personals in der Erwachsenenbildung. Die Autorinnen und der Autor skizzieren im Beitrag die zugrunde gelegten Annahmen über die Gelingensbedingungen Inklusiver Erwachsenenbildungsangebote.
Der Autor liefert Good-Practice-Beispiele und definiert Kernaufgaben und -prozesse der modernen Bibliothek, die als zentraler Lernort für Erwachsene begriffen wird. Anhand der Kriterien »Mangel–Überangebot«, »Konsum–Kokreation« und »Produkt–Prozess« werden die für Bibliotheken und Erwachsenenbildung relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen beschrieben. Hierdurch wird deutlich, dass sich Bibliotheken und Erwachsenenbildung in einem Umbruch befinden, für den geeignete architektonische Lösu…
Institutionell organisierte Erwachsenenbildung sieht ihre vordringliche Aufgabe – historisch nachweisbar – in der sozialen Integration gesellschaftlicher Schichten und Gruppierungen. In den letzten Jahren ist aber ein zunehmendes Desinteresse der allgemeinen Erwachsenenbildung an integrativen Angeboten zu beobachten, das Hand in Hand geht mit der Herausbildung einer Sonder-Andragogik und einer institutionellen Separierung: Angebote für people with disabilities werden mehr und mehr von der Behin…