Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Beitrag erschließt die der scheinbar neutralen empirischen Forschung inhärente Normativität. Am Beispiel der PISA-Studien werden unmittelbare und mittelbare normative Einflussnahmen empirischer Forschung aufgezeigt: (1) ihr Wille, steuerungsrelevantes Wissen bereitzustellen, (2) die Normativität ihres didaktischen und bildungstheoretischen Konzepts, (3) die aus der Untersuchungsabfolge abgeleitete Idee, den Unterricht in den Phasen zwischen den Erhebungen dem Konzept anzupassen und (4) die …
Der Beitrag gibt einen begriffsgeschichtlichen Überblick zur Didaktik. Nachgezeichnet wird der Einzug des Didaktikbegriffs in die Erwachsenenbildung und seine Entwicklung vor dem Hintergrund wechselnder Paradigmen seit den 1960er Jahren. Ein Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der didaktischen Wende von der „Lehre“ zur „Gestaltung von Lernkontexten“, die durch die Konstruktivismusdiskussion beeinflusst wurde. Der Autor geht abschließend auf den Stand der Forschung zur Didaktik ein und stellt …
Die Bedeutung des Lernens für den Lebenslauf hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Lernen überschreitet eine Grenze, indem es aus den Institutionen in den Alltag wandert und zum integrativen und wichtigen Bestandteil von Biografie wird. Diese Veränderung verlangt neue bildungspolitische Grundlagen sowie neue Formen der Wissens- und Kompetenzvermittlung durch Bildungsträger. Der Band stellt das Thema 'Entgrenzung des Lernens' in den Mittelpunkt und verknüpft relevante Forschungs…
Institutionelle und organisatorische Veränderungen stehen unter dem Zeichen eines sich verändernden Weiterbildungsmarktes: zunehmende Konkurrenz, neue Förderbedingungen, Sparzwänge, veränderte Teilnehmererwartungen u.v.m. Diese Ausgabe des REPORT vereint Aufsätze verschiedener Projekte zum Themenumfeld und diskutiert u. a. neue Steuerungs- und Organisationsentwicklungskonzepte, die von den Einrichtungen einen Anpassungsprozess fordern.
Kennzeichnend für die bildungspolitische Diskussion nach PISA ist, dass die Ergebnisse in wenig differenzierter Weise für die unterschiedlichsten Positionen in Anspruch genommen werden. Hierzu tragen auch typische Rezeptionsprobleme bei, wie die Verwechslung von Korrelationen mit Kausalitäten, die durch erstere allein keinesfalls begründet werden können. In dem Beitrag wird derartigen Rezeptionsproblemen wie auch den Möglichkeiten des bildungspolitischen Missbrauchs nachgegangen. Mit besonderem…
Die unterschiedliche Weiterbildungsbeteiligung von Frauen und Männern gibt Hinweise auf ihre unterschiedlichen Lebenslagen und Zuschreibungen, die sich gesellschaftlich in Hinsicht auf Erwerbsarbeit und Existenzsicherung hierarchisch auswirken. Diese gesellschaftstypischen Zusammenhänge sind traditionell Gegenstand der Frauenbildung, die als emanzipatorische oder feministische Bildungsarbeit in den 1970er bis 1990er Jahren einen breiten Raum in der Erwachsenenbildung einnahmen. Geschlecht wird …
Der 2024 veröffentlichte zweite Zyklus der PIAAC -Studie ermöglicht erstmals die Betrachtung der Kompetenzentwicklung über die Zeit hinweg. Das Ergebnis ist ernüchternd: Während nur zwei Länder Fortschritte bei den Lesekompetenzen verzeichnen, hat sich die Schere zwischen Leistungsstarken und Leistungsschwachen weiter geöffnet. Die Mitverfasserin der Studie stellt die Kernergebnisse vor und zeigt, wo die Erwachsenenbildung ansetzen muss.
Die Validierung non-formal und informell entwickelter Kompetenzen ist in der Schweiz im Bereich der Erwachsenenbildung für erfahrene Berufspersonen möglich. Dozierende reichen beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) eine Selbstbeurteilung ein, die sie entlang eines Kompetenzprofiles verfassen und nachvollziehbar darlegen, dass sie über die für eine Tätigkeit in der Erwachsenenbildung erforderlichen Kompetenzen verfügen. Expertinnen und Experten prüfen die eingereichten Anträge im …
Die in dieser Auswahlbibliografie aufgeführte und zum Teil kommentierte Literatur soll als Ausgangspunkt für das weitergehende Selbststudium zum Thema offene Bildungsressourcen (Open Educational Resources, OER) dienen. Die Auswahl konzentriert sich vor allem auf Veröffentlichungen nach 2012, da die OER-Bewegung ab diesem Jahr durch den ersten OER-Weltkongress der UNESCO in Paris deutlich an Dynamik und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gewinnen konnte. Die Struktur der Bibliografie orientiert s…