Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Über 40 Jahre ist die »Bibliographie zur Erwachsenenbildung« erschienen. Dieser Service des DIE wurde im April in ein zeitgemäßeres Online-Angebot transformiert. In der Rückschau zeigt sich, dass die Bibliographie durch ihren Vollständigkeitsanspruch immer ein wenig behindert war, aber dennoch wesentlich zum Aufbau der Erwachsenenbildung als Teildisziplin der Erziehungswissenschaft beigetragen hat.
Die Privatpersonen in Deutschland tragen zum Teil hohe eigene Kosten und wenden in erheblichem Umfang Freizeit für ihre berufliche Weiterqualifizierung auf. Inwieweit zahlen sich die Investitionen von Geld und Zeit für die Weiterbildungsteilnehmenden aus? Im vorliegenden Beitrag wird dargestellt, wie die Teilnehmenden den Nutzen ihrer beruflichen Weiterbildung unter unterschiedlichen Aspekten einschätzen und wie sie das Verhältnis von Aufwand und Nutzen beurteilen. Hierbei zeigt sich ein hoher …
Gerhard Reutter setzt sich mit einem Artikel des Ökonomen Oliver Farhauer aus der letzten Ausgabe der DIE Zeitschrift auseinander zum Thema Qualifizierungs- oder Bildungsgutscheine. Deutlich werden die unterschiedlichen Ansichten und Einschätzungen zu den Ursachen der Arbeitslosenzahlen und der Frage, welche Grundvoraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine dauerhafte Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitmarkt zu erreichen. Die Gegensätze treten besonders bei der Beurteilung der Qualität…
Lässt sich der Nutzen einer Weiterbildung messen? Was ist dabei methodisch zu beachten? Es muss vorab definiert sein, welche Indikatoren den Nutzen angeben sollen. Evaluatoren und Stakeholder müssen sich gemeinsam auf Sollwerte einigen. Mit den Methoden der quantitativen und qualitativen Forschung müssen Daten gesammelt werden. Anekdotisches hat unter Evaluationsgesichtspunkten keinen Wert. Am Schluss des Artikels zeigt der Autor vier prinzipielle Berechnungsmöglichkeiten auf: Kostenevaluation,…
Die Universität Freiburg in der Schweiz hat ein Management-Modell für die Weiterbildung von Führungskräften in Nonprofit-Organisationen (FMM) erarbeitet. Eine ganzheitliche Herangehensweise soll den Teilnehmenden schnell einen praxisorientierten Nutzen garantieren und gleichzeitig eine Erfolgskontrolle ermöglichen. Der Artikel beschreibt das Verfahren und nennt die angewandten Kriterien zur Messung des individuellen und betrieblichen Nutzens.
Historischer Längsschnitt zum Thema Nutzen
Die wachsende Bedeutung des lebenslangen Lernens gilt als unstrittig. Weniger klar sind dagegen Ursachen, Bedingungen, Erscheinungsformen der Entwicklung in ihrer Vielfalt sowie Veränderungstendenzen und Lösungsoptionen auf unterschiedlichen Ebenen. Diese Situation verlangt eine breite, intensive und nachhaltige empirische Forschung zur Erwachsenen- und Weiterbildung. Das Forschungsmemorandum – entwickelt im Auftrag der Sektion Erwachsenenbildung der DGfE – identifiziert, ordnet und benennt Sch…
Die Bildungsökonomie identifiziert unterschiedliche Nutzenarten von Bildung: den individuellen Nutzen sowie sog. externe Erträge, von der die Gesellschaft profitiert (interne wie externe Erträge können monetär und nicht-monetär sein). Dabei sind die einzelnen Nutzendimensionen unterschiedlich gut quantifizierbar. Der Nutzen von Weiterbildung ist bildungsökonomisch noch nicht so gut erforscht wie die Kostenseite. Die umfassenderen Wohlfahrtseffekte von Weiterbildung sind dabei besonders schwer m…
Einen funktionalen Bildungsbegriff hat schon Max Scheler entwickelt. Bei Scheler steht Bildung dem Nutzeninteresse nicht entgegen, sondern ermöglicht dem instrumentellen Interesse, einen Nutzen überhaupt zu erreichen. Unter den Vorzeichen der postmodernen Medien- und Massengesellschaft ist das Verhältnis von Bildung und Nutzen umzuformulieren. Unter Rückgriff auf Lyotard entwickelt der Autor die Idee von Bildung als einer regulativen Idee. Dieses Konzept erwartet von den Individuen nicht mehr d…