Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Wissensproduktion ist nicht mehr ausschließlich universitätszentriert. Die Rolle der Institutionen von Erwachsenenbildung und ihrer Pädagogik haben sich verändert. Statt der reinen Verbreitung kommt es nun zu einer (Neu-)Produktion von Wissen: Kursleiter repräsentieren dabei den wissenschaftlichen Objektivitätsanspruch. Vor diesem Hintergrund stellen die Autoren den Forschungsansatz ihres DFG-Projektes „Wissensgesellschaft. Umgang mit Wissen im Kontext sozialer Welten vor dem Hintergrund der un…
In welcher Beziehung stehen die Wissenschaften und ihre Öffentlichkeiten? Welche Bedeutung kommt wissenschaftlicher Bildung in der Wissensgesellschaft zu? Wissenschaft ist durch die Schaffung institutioneller Freiräume effektiver geworden. Gleichzeitig aber entzieht sie sich dadurch dem Blick der Öffentlichkeit und verliert an Glaubwürdigkeit und gesellschaftlicher Unterstützung. Während die Wissenschaft zur Lösungsinstanz für Probleme wurde, hat zunehmendes Wissen in der Öffentlichkeit zu eine…
Die neuere Netzwerkdiskussion hat zu einer Renaissance des Begriffes „Region“ geführt und bringt gleichzeitig einen Bedeutungswandel mit sich. Ein regionaler Bezug wird für Netzwerke immer wichtiger und die Region selbst wird zum handlungsfähigen Kollektiv. Kennzeichen einer innovativen Region ist heute ein funktionales Netzwerk basierend auf sozio-kulturellen Bezügen, die sich aus den territorialen Bindungen innerhalb der Regionen ergeben. Das so entstehende Vertrauensverhältnis ermöglicht ei…
Matthias Pfüller beschreibt die historische Entwicklung von Zentren und peripheren Regionen in der ehemaligen DDR und der ehemaligen Bundesrepublik. Er fixiert erfolgreiche Versuche, Zentren und periphere Regionen näher zusammenzubringen, wie die sogenannte Bildungsoffensive im Westen und vergleichbare Versuche in der DDR. Seit der Wiedervereinigung aber hat sich das bestehende Nord-Süd-Gefälle sowohl innerhalb der westdeutschen als auch innerhalb der ostdeutschen Länder selbst verfestigt. Hin…
Der Autor setzt sich kritisch mit Shepherds These auseinander, gute Forscher seien auch qualifizierte Experten in der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse gegenüber einer breiten Öffentlichkeit. Er unterscheidet (Natur-)wissenschaftliches Wissen von Expertenwissen. Der ideale wissenschaftliche Experte besitzt neben seiner Fachkompetenz weitere Fähigkeiten wie Kommunikationskompetenz, Urteilsfähigkeit, entscheidungsanalytische Fähigkeiten und Empathie mit dem Publikum. Nur so kann es geli…
In den letzten Jahren sind Städte und deren stadtnahes Umland zunehmend zu komplexen stadtregionalen Verflechtungen zusammengewachsen. Dies hat fatale Folgen für den Ressourcenschutz des Umlandes einerseits. Andererseits sind die ökonomischen Folgen für die Kernstädte nicht weniger fatal, denn der Wegzug der Besserverdiener in die Randgebiete lässt die Steuereinnahmen erheblich sinken. Brigitte Adam diskutiert aktuelle Konzepte einer Neugestaltung des Verhältnisse zwischen Stadt und Umland. Sta…
Klaus Luther, Diplom-Volkswirt, ist Leiter der Unterabteilung „Allgemeine Bildung, Lebenslanges Lernen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Zuvor war er Assistent am Institut für Regionalforschung an der Universität Kiel, wissenschaftlich koordinierender Sekretär der Enquete-Kommission „Zukünftige Bildungspolitik – Bildung 2000“, Consultant bei der OECD und lange Jahre in der Fraktion der SPD zuständig für Bildungsfragen. Mit Prof. Ekkehard Nuissl spricht Klaus Luther über das Progr…
Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans-Olaf Henkel ist seit Juli 2001 Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und lehrt seit November 2000 Internationales Management an der Universität Mannheim. Zuvor war er fünf Jahre Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Nach seiner Tätigkeit als Chef von IBM Deutschland und Präsident von IBM Europa ist er nun Mitglied im Aufsichtsrat der IBM Deutschland GmbH. Im Gespräch mit Prof. Dr. Ekkehard Nuissl spricht Hans-Olaf Henk…
Der Autor definiert Virtualität als das Mögliche, das, was realisiert werden kann und in Reichweite des Denkens und Handelns liegt, sich aber nicht realisieren muss; virtuelle Sachverhalte sind konstruierte Wirklichkeitsalternativen. Insofern gab es Virtualität als parallele Gedankenwelten in der Kunst schon immer, als Gemälde, als Gedicht, als Bühnenstück. Eine besondere Qualität wird erreicht durch die technische Umsetzung leistungsfähiger Computer. Der Artikel zeigt gesellschaftliche Verände…
Der Autor diskutiert die Ergebnisse der lernpsychologischen Forschung hinsichtlich zweier Spezialformen virtuellen Lernens: Lernen in virtuellen Informationsnetzen (Hypermedia) und Lernen mit virtuellen Objekten und Akteuren (Simulation). Hypermedia kann Erwartungen nicht erfüllen. Dagegen beweisen empirische Untersuchungen zum Lernen durch Computersimulation lernförderliche Wirkungen. Allerdings muss auch die Simulation von anderen pädagogischen Maßnahmen begleitet werden. Reimann benennt Fors…