Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Die Autorin zieht eine Zwischenbilanz europäischer und deutscher Maßnahmen anlässlich des Europäischen Jahres der Sprachen und fragt, inwieweit es gelungen ist, den Wert verschiedener Kultursprachen zu vermitteln. Der Artikel geht der Frage nach, wie die Vielfalt der Sprachen in Europa und über Europa hinaus nachhaltig geschützt werden kann.
Dr. Mike Sandbothe ist Medienphilosoph und vertritt zur Zeit eine Professur für Medienpädagogik an der Universität Bielefeld. Im Gespräch mit Svenja Möller und Richard Stang vom DIE spricht er über den scheinbaren Gegensatz zwischen virtuellen und realen Welten, über ethische Fragen und Aufgaben von Bildung und Weiterbildung.
Virtuelle Gemeinschaften werden gelobt als demokratische und egalitäre Zusammenschlüsse souveräner Individuen. Gegner halten sie für Pseudogemeinschaften, die sich der realen Welt und sozialen Verantwortung entziehen. Die Autorin beschreibt die Funktionsweise virtueller Gemeinschaften und kennzeichnet sie als Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Interessen. Sie unterscheidet dabei grundsätzlich vier Arten von Lerngemeinschaften und beschreibt deren Potenzial.
Die Regelung staatlicher Sprachförderung für Zuwanderer wirft die Frage auf, wie viel Sprachkenntnisse zur Integration notwendig sind. Yüksel Pazarkaya unterstreicht mit Beispielen aus Literatur, Theater und Alltagsleben seine These, dass Sprache ihre eigentliche Funktion, die Kommunikation, weitestgehend verloren hat. Neben und über allem muss für ihn der Migrant als Mensch und Individuum gesehen werden, denn Eingliederung ist vor allem Akzeptanz.
Welches sprachenpolitische Programm verbirgt sich hinter dem Europäischen Jahr der Sprachen? Raasch gibt Beispiele für positive und negative Folgen der Diskussion und betont den Beitrag, den Weiterbildung leisten kann. Offen ist, inwiefern Konsens besteht über das Konzept der Mehrsprachigkeit und wo Konflikte beginnen. Der Autor plädiert für eine Politik, die neben der englischen Sprache auch Mehrsprachigkeit fördert.
Prof. Dr. Harald Weinrich ist einer der profiliertesten deutschen Sprachwissenschaftler. Er ist Mitbegründer der Universität Bielefeld, begründete in München das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ und lehrt als erster deutscher Wissenschaftler am Collège de France. Gegenüber DIE-Mitarbeiter Gerd von der Handt plädiert Weinrich für die Rehabilitierung des Begriffs „Sprachkultur“, für die lingua-franca-Englisch, sofern sie Mehrsprachigkeit nicht erdrückt und fordert von den Deutschen, selbst mehrsp…
Neue Medien verändern Wirtschafts- und Privatleben und bieten neue Chancen für die Erwachsenenbildung. Wichtig für die Zukunft ist die Erlangung von Medienkompetenz. Die Autoren beschreiben wichtige Komponenten, auf die pädagogisches Handeln gerichtet sein muss: technische Kompetenz, Kompetenz zur Informationsbewältigung und kommunikative Kompetenz. Sie zeigen auch Problemfelder auf wie restriktiven und selektiven Zugang und interindividuelle Differenzen bei der Nutzung der neuen Medien. Schlie…
Männerforschung ist heute Teil der Gender-Forschung und eine Querschittsaufgabe für alle gesellschaftlich bezogenen Wissensgebiete. Darüber hinaus kann der Nachvollzug der eigenen männlichen Haltung, des eigenen Geschlechts und der eigenen Geschichte als Teil der wissenschaftlichen Wahrnehmung verstanden werden. Einige Forscher verstehen sich bereits als interdisziplinärer Teil einer solchen „kritischen Männerforschung“. Die Autoren geben Beispiele aus neuen Studien für die Themenvielfalt in de…
Die veränderten Anforderungen der Betriebe an ihre Arbeitnehmer bringen neue Muster der Erwerbsverläufe mit sich. Hans Pongratz macht mit seiner These vom Arbeitskraftunternehmer deutlich, dass zunehmend Fähigkeiten wie Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung gefragt sind. Damit einher gehen Fragmentarisierungs- und Biografisierungstendenzen von Erwerbsverläufen. Erwachsenenbildung muss daher Konzepte entwickeln, die dabei unterstützen, den eigenen Lebensverlauf deut…
Alfred Grosser ist Soziologe, Politikwissenschaftler, Publizist und politischer Kolumnist. 1933 emigrierte er nach Frankreich. Lange Jahre war er Professor am Institut d’études politique in Paris und erhielt für seine Mittlerrolle zwischen Franzosen und Deutschen, Gläubigen und Ungläubigen diverse Auszeichnungen, so auch den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Alfred Grosser diskutiert mit Klaus Meisel über die Zukunft von Bildung und Lernen, Politik und politischer Bildung in der Wissensg…