Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Der Beitrag gibt einen Einblick in die Möglichkeiten und Herausforderungen der Analyse räumlicher Aspekte der Weiterbildung und geht dabei auf unterschiedliche Konzepte räumlicher Bezüge ein. Anhand erster Ergebnisse des Deutschen Weiterbildungsatlas werden regionale Merkmale der Weiterbildung dargestellt.
Der Beitrag fragt nach Bildungsgerechtigkeit, indem er die Dimensionen „Weiterbildungsteilhabe“ und „regionale Disparität“ zusammenhängend betrachtet. Die Datenbasis bildet eine Re-Analyse organisationsbezogener Strukturdaten des hessischen Anbietergefüges. Angesichts des in vielfacher Weise rechtlich verankerten Postulats der Angleichung gesellschaftlicher Lebensverhältnisse von Regionen erscheint die Ungleichverteilung entlang geografischer Strukturräume als (»territoriale«) Ungerechtigkeitsd…
Familienbildung ist im Spannungsfeld von Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit angesiedelt. In diesem Beitrag werden die daraus erwachsenden Konfliktfelder nachgezeichnet, aber auch Möglichkeiten der gegenseitigen Ergänzung der beiden Bereiche zu einem aufeinander abgestimmten System der Familienarbeit aufgezeigt.
Der Beitrag betrachtet im Rahmen der betrieblichen Führung die Gruppe "Führungskräfte", da ihr zukünftiges Führungshandeln nicht ohne Einfluss auf den Betrieb als "Ganzes" bleibt. Permanente Veränderungen bedingen auch einen Wandel der (Führungs-)Rolle, so dass zusätzliche Anforderungen in den Blickpunkt rücken. Um den betrieblichen Herausforderungen gewappnet zu sein, wird ein Instrument der Führungskräfteentwicklung - die Führungskräfteschulung - herausgestellt. Führungskräfteschulungen, die …
Der seit einigen Jahren geführte Kompetenzdiskurs sowie die Bedeutungszunahme informellen Lernens besonders am Arbeitsplatz haben Verfahren zur Sichtbarmachung und Bilanzierung beruflicher Kompetenzen in der pädagogischen Praxis als auch in der bildungspolitischen Diskussion eine prominente Stellung verschafft. Jedoch konzentrieren sich solche Verfahren in der Regel auf Auszubildende oder Weiterbildungsteilnehmer. Dieser enggeführte Blick hat die Lehrenden und/oder dispositiv tätigen Mitarbeite…
Im Rahmen eines empirischen Längsschnittforschungsprojekts werden die Prozesse und Wendepunkte der Weiterbildungspraxen im geschlechtstypischen Lebenszusammenhang dokumentiert und diskutiert. Die Erhebung belegt eine geschlechtstypische Änderung des (Weiter-) Bildungsverhaltens von Männern und Frauen, wenn sie Väter und Mütter werden: Die Weiterbildungsbeteiligung von Vätern nimmt enorm zu, die der Mütter reduziert sich erheblich. Angesichts der Tatsache, dass Frauen mit der Sollbruchstelle Mut…
Vorgestellt werden Teilergebnisse einer aktuellen deutschlandweiten empirisch qualitativen Untersuchung, in der soziale und regionale Differenzierung von Weiterbildungsinteressen und -verhalten in der Tradition der Milieuforschung erhoben und interpretiert wurden. Anband von drei Sozialmilieuss werden die Entwicklung von Persönlichkeitskompetenz und typische Weiterbildungs barrieren vorgestellt.
Der Beitrag geht der Frage nach, ob und in welcher Weise das geltende Recht zur Weiterbildung in Deutschland allgemeine und berufliche Weiterbildung voneinander trennt. Die Betrachtung der historischen Entwicklungslinie zeigt, dass dies in den 1970er und 80er Jahren, vor allem in der Phase der sogenannten Qualifizierungsoffensive, durchaus der Fall war. In der Gegenwart hingegen hat das Weiterbildungsrecht größtenteils seine strukturierende Wirkung durch die starke Verminderung der durch die Ge…
Der Beitrag liefert aus den Datenbeständen der Verbundstatistik des DIE empirische Hintergründe für die Drittmitteleinwerbung in Weiterbildungseinrichtungen. Danach haben 2005 Drittmittel bei Volkshochschulen ein Anteil von ca. 17 Prozent an der Gesamtfinanzierung nach einem Maximum von 20 Prozent im Jahr 2002. Zum Vergleich: Im – andere Trägerbereiche einschließenden – Gesamtpool des Statistikverbundes liegt der Drittmittelanteil 2004 mit 9,5 Prozent deutlich darunter. Offenbar akquiriert die …
Öffentlich finanzierte Erwachsenenbildung hat nur selten zur Mehrung von Bildungsgerechtigkeit beigetragen. Oft genug profitierten jene, die ohnehin schon breit an Bildung und Beruf teilhatten. Dies zeigt der Autor in einem Durchgriff durch die deutsche Nachkriegsgeschichte der Weiterbildung, innerhalb derer er mehrere Konjunkturen der Mittelverteilung identifiziert. Zunächst adressierte die Erwachsenenbildung Bildungsbeflissene, bevor im Zuge der »realistischen Wende« sozialpolitisch motiviert…